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| PfWB Einfalts-pinsel (Bd. 2, Sp. 782) | PfWB Tappes (Bd. 2, Sp. 97) | PfWB Schwanz (Bd. 5, Sp. 1550) | |||||||||||||
1. 'einfältiger, dummer Mensch', auch Schimpfw., Äänfaltsbensel [LA-Venn Wey NW-Haßl verbr. NPf Lambert Penns 47]; vgl. PfWB Einfalt 1. Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — 2. 'dünkelhafter, hochmütiger Mensch', Einfaltsbensel [KB-Stauf]; vgl. PfWB Pinsel 4. — Südhess. II 81/82; RhWB Rhein. II 80; Bad. I 652.
| 1. a. 'täppischer, linkischer, schwerfälliger Mensch, Tolpatsch', Tappes (tabəs) [fast allg. WPf RO-Nd'mosch Kalkof Schönbn Rockhs Imsw Gundw Lohnsf Münchw Semb KB-Göllh NW-Ellstdt GH-Freckf verbr. Don Gal Buch Kühn Hamet 139], (dabəs) [fast allg. VPf verbr. NPf selten WPf Heeger Tiere I 21 Lambert Penns 36], Dappis [ PS-Erfw GH-Rh'zab], Pl. Dappese [ FR-Bockh]. Zs. PfWB Bauern-, PfWB Dill-, Hanstappes. Syn.: PfWB Affenzipfel 1, PfWB Alber, PfWB Alberkolben, -stock, PfWB Bajaß 4, PfWB Patscher 2, PfWB Bläß 5 a, PfWB Boben 2, PfWB Brothaken, PfWB Talpen, Talper(t), PfWB Talpes, PfWB Täpel2, PfWB Tapeler, PfWB Tapert, PfWB Tapes, PfWB Tapp, PfWB Täpp, PfWB Tappch(e), PfWB Tappdrein, PfWB Tappel, PfWB Tappeldedel, -hans, PfWB Tappen 4, PfWB Tappesel, -hannes, PfWB Tappian, Tappindieschüssel, PfWB Tappmajor, -nickel, PfWB Täpps, PfWB Tappsack, -schab, -schädel, -schak, PfWB Tappsdrill(e), PfWB Tapsack, PfWB Tatscher, PfWB Taumel 2, PfWB Deisem 2 b β, Dilltapp, PfWB Dollbohrer, PfWB Dollen, PfWB Toller, PfWB Dolles, PfWB Tollhering, Dollweck, PfWB Tolo, PfWB Tolpatsch, PfWB Tölpel, PfWB Torschen, PfWB Dottel, PfWB Trampel(tier), PfWB Trappmartel, PfWB Trottel, Dumm- [Bd. 2, Sp. 98] beutel, -kopf, PfWB Tunkes, PfWB Turmel, PfWB Türmel, PfWB Dusseltier, PfWB Einfalt, PfWB Einfaltspinsel, PfWB Esel, PfWB Fladen, PfWB Flädes, PfWB Flappch, PfWB Flappes, PfWB Flegel, PfWB Gimpel, PfWB Gipskopf, PfWB Hahnebampel, Hamballen, PfWB Hammel, PfWB Hansjockel, PfWB Hansdollen, PfWB Hebel, Heuochs, -stollen, PfWB Hohlkopf, Hoidoi, Hollehoh, PfWB Holmen, PfWB Holzbock, PfWB Hoppeldoppel, PfWB Hornochs, -vieh, PfWB Hospel, PfWB Hospes, PfWB Hottendottel, PfWB Jochnagel, Jokkel, PfWB Kalb, PfWB Kamel, Kaufnähz, PfWB Kloben, PfWB Knochenkopf, PfWB Knotteler, PfWB Kolben, PfWB Koller, PfWB Kolmen, PfWB Kristkind, PfWB Lahmarsch, Lale, PfWB Lapparsch, PfWB Latschen, PfWB Linksweiler, Lormen, PfWB Lottel, PfWB Maulesel, Mond-, PfWB Muhkalb, PfWB Musterkolben, PfWB Nulpe, Ochs, PfWB Ochsenjockel, -kolben, PfWB Rindsbeutel, -kambuffel, -kamel, -vieh, PfWB Schaf, PfWB Schafskopf, Schakes, PfWB Schalpes, PfWB Salomon, PfWB Schlappes, PfWB Schlappohr, PfWB Schöps, PfWB Schoten, PfWB Schussel, PfWB Schwachkopf, PfWB Simpel, PfWB Staber, PfWB Staches, PfWB Stallpferd, PfWB Stickel, PfWB Stiefel, PfWB Stierbeutel, PfWB Stock, PfWB Stoffel, PfWB Stollen, PfWB Stollhaken, PfWB Stolperhannes, Stolperian, PfWB Stolperjockel, -nickel, PfWB Storren, PfWB Strohkopf, PfWB Suppentrudler, PfWB Wasserkopf, PfWB Wellenbock, PfWB Wolltapen, PfWB Zwerchsack, PfWB Zipfel. Weitere Syn. als subst. Adjektiva s. PfWB überzwerch. Das isch e rechter Dappis [ PS-Erfw]. Du alder Dappes! [ BZ-Dernb]. Der Tappes rennt iwerall werrer! [ KL-Reichb]. Der Tappes kann noch net sein Schuhbännel binne [ KU-Schmittw/O]. — b. 'Mensch, der die schmutzigen und unangenehmen Arbeiten macht'. Er muß de Tappes for die annere mache [ KU-Schmittw/O Bedb]. Ich bin nore do, for de Tappes se mache [ LU-Limbghf]. — c. α. 'eine überaus große männliche Person', Tappes [ KU-Hachb]. — β. 'Mensch, der sich ungebührlich benimmt', Tappes [ IB-Gersh Bierb]. — γ. 'Feigling', Dappes, Schimpfwort [ KU-Odb]. Syn. s. PfWB Feigling. — δ. 'Verrückter', Tappes [ ZW-Wiesb Bottb]. — ε. die Leyische Tappese, Uzname der Bewohner von IB-Ormh, das einst Besitz der Grafen von der Leyen war. — 2. 'Fehler, Ungeschicklichkeit'. Du hoscht wiððer e großer Tappes gemach [ Don-Werb]. — Zu PfWB tappen. — Südhess. I 1372/ 73; RhWB Rhein. VIII 1067; Saarbr. 208; LothWB Lothr. 80; ElsWB Els. II 700; Bad. I 422.
| 1. a. 'beweglicher Fortsatz am hintern Ende der Wirbelsäule bei Tieren', Schwanz (wḁns, wans) [verbr., Christmann Kaulb 70, 85, 88 Höh 78 Müller Dietschw 68 Lambert Penns 147 Beam Penns 98 Krämer Gal 194]; Pl. Schwänz (węns, wens) [verbr., Lambert Penns 147, auch Auslandspfälzer]; Dim. Sg. Schwänzje (swęnsjə, wensjə) [WPf NOPf, Christmann Kaulb 75], Schwänzche (węnsχə) [vereinzelt SWPf] (die zahlreichen Meldungen Schwänzche in Laienschreibungen aus der übrigen Pf sind von der Orthographie der Standardsprache beeinflußt. Nach Zischlauten wird -chə zu -jə. Dies wird auch durch Erhebungen des MRhSA (54.2 Gläschen) bestätigt), Schwänzi, Schwänsi [mancherorts äußerste NWPf], Schwänzelche [vereinzelt mittl. WPf mittl. VPf, Otterstetter 107, 130], Schwänzel [mittl. und südl. VPf O-PS]; Pl. Schwänzcher [WPf NOPf], Schwänzercher [mancherorts äußerste NPf], Schwänzelcher [mancherorts WPf mittl. VPf], Schwänzlich [mancherorts SOPf], Schwänzle [mancherorts östl. u. südl. VPf]; vgl. PfWB Pinsel 2 b, PfWB Pritsche 1 a, PfWB Griebe 2bβ, PfWB Sanef, PfWB Sichel 2 b, PfWB Schweif, PfWB Sterz, PfWB Wadel, PfWB Wedel; Zs.: PfWB Atzel- 1, PfWB Pferds-, Eichhörnchen-, PfWB Fuchs- 1, PfWB Gackels-, PfWB Gauls-, PfWB Geißen-, PfWB Gockels-, PfWB Hahnen-, PfWB Hasen- 1, PfWB Herings-, PfWB Hunds-, PfWB Hünkel(s)-, PfWB Katzen- 1, PfWB Krebs-, PfWB Krumm-, PfWB Kuh- 1, PfWB Lämmer- 1, PfWB Maulwurfs-, PfWB Ochsen- 1, Rahm-, PfWB Ratten-, PfWB Ringel-, PfWB Ripp-, PfWB Sau-, PfWB Schott-, PfWB Schwalben- 1, PfWB Sichel-, PfWB Stummel-, PfWB Stumpfschwanz; de Sch. stutze [ NW-Weish/S]. De Sch. is lang [ ZW-Bechhf]. Die Kuh schlenkert de Sch. [ KL-Ottb]. De Gaul schläät mit em Sch. noo de Micke [ NW-Frankeck]. De Fisch hat e Sch. [ ZW-Battw]. Es Schwänzel (des geschlachteten Schweins) kummt in die Lack un werd zum Sauerkraut gekocht [LA-Impfl]. Un hot mer beim Schlachtfescht es Schwänzche gehalte, / däs war als e Gaudi for Junge un Alte [Wilms Land und Lewe 39]. RA.: Schnecke uf die Schwänz schlaa 'Unnötiges tun, die Zeit totschlagen' [Pirmas]. Wenn ein Junge gerne rauchen möchte, sagt man zu ihm: Nemm de Katz ehr Sch. ins Maul! [RO-Rehborn, verbr., Kühn Schnitze I 59] oder Raach de Katz ehrn Sch.! [ LU-Ruchh, vereinzelt]. Do is e Karer (Kater) merreme glieriche Sch. dorch die Scheier 'Da hat jemand Brandstiftung begangen' [ KU-Schmittw/O]. Mer kann net die Kih (Gail) mit em Sch. an die Kripp binne 'Man kann Haustiere nicht hungern lassen' [ KB-Biedh, mancherorts, auch Don Gal Buch Rußl]. Der hot de Gaul am Schwanz ufgezäämt (aufgezäumt) 'Er hat eine Sache verkehrt angefangen' [ GH-Kand, vereinzelt]. Der hat de Gaul am Sch. angebunne 'eine [Bd. 5, Sp. 1551] Sache verkehrt gemacht' [ BZ-Annw]. Er dut de Gail die Schwänz ufbinne 'eined Sache zum Verkaufen aufputzen' [ KU-Ulm]. Do heert sich doch de Gaul am Schwanz uf! Ausdruck der Verwunderung [ KL-O'arnb]. Den Weg hat de Fuchs mit em Sch. gemeß, von einem Weg, der viel weiter ist als angegeben [ RO-Obd, mancherorts]; do is noch em Fuchs sein Sch. dran, dass. [ PS-Erfw, mancherorts]. Das hat goldene Schwänz 'Das ist mir zu teuer (beim Viehhandel)' [ KU-Wolfst]. Er hat sichs uf de Sch. gekloppt 'Er hat es entwendet' [ KU-Kreimb]. Demm gehn die Hänn wie em dodne Lamm de Sch., von einem Faulen [ Don-Alexhs, mancherorts Don Gal Buch]. Die sieht aus, wie wann mer der Kuh de Sch. hochhebt, von einer Häßlichen [Land]. Er geht do erum wie e Hund ohne Sch., von einem, der nicht recht weiß, was er soll; von einem Niedergeschlagenen [ KU-Schmittw/O, Gal-Lindenfeld]. 's is mer äänerlee, ob die Krodde Schwänz han orer keen 'Das ist mir völlig gleichgültig' [ RO-Lettw]. Die kennen de Krodde a kä Schwänz mache! 'Die können auch nicht alles' [NPfGV 1934 Nr. 8]. Der esch net schuld, daß die Fresch kään Schwänz hen 'Er kann nichts dafür' [BZ-Dierb, ähnl. Thielen So rerre mer 110]. Leck die Krott em Arsch, noo brauchscht kee Sch. ufhewe [ Don-Schowe]. Er will zwee Raawe an eem Sch. fange [ Gal-Sap]. Er loßt de Schwanz hänke, vom Hund, aber auch übertr- auf Menschen, die traurig, verzagt sind [KB-Biedh, verbr.]. Er zieht de Sch. en, vom Hund, aber auch übertr. auf Menschen, die klein beigeben, einen Rückzieher machen [ FR-Bockh, mancherorts]. Er nemmt de Sch. zwische die Bään 'Er nimmt Reißaus' [ KL-Hütschhs, mancherorts]. Scherzhafter Rat (an Kinder), einen Hasen oder Vogel zu fangen: Muscht em Salz uf de Sch. strääe (lee'e, zeddele, säe) [LU-Muttstdt, verbr.]. Kindern sagt man scherzweise: Du kannscht beim Schlachde es Schwänzje halde [LU-Opp, verbr.]. Scherzhafte Antwort auf die Frage: »Was gibt es zu essen?«: Verheirate Knipp un hooriche Schwänz [ KU-Diedk]. SprW.: Jedes Hindche lobt sei Schwänzje [ Gal-Brig, mancherorts Don Gal Buch]. Ere Gääs geheert halt keen langer Sch. [NPfGV 1934 Nr. 8]. Unser Herrgott loßt de Gääß de Schwanz nit zu lang wachse, sunscht wedelt se sich die Aage raus [ BZ-Wind]. Es is devor gesorcht, daß de Gäns die Schwänz net in de Himmel wachse [ KL-Reichb]. Mit Gewalt hebt mer e Gääß am Sch. erum [ LA-Gommh, vereinzelt]. Kummt mer iwwer de Hund, kummt mer aach iwwer de Schwanz [KU-Diedk, mancherorts, auch Penns Don Gal Buch Rußl]. Die Kuh mit 'm dreckichschde Sch. schlaat 's mengscht (am meisten) rum [ Don-Gottlob]. Volksgl.: Schneid re Katz Hoor vum Sch. ab un trag si im rechte Schuh, noo laaft der di Katz ner färt (fort) [Fogel Beliefs Penns Nr. 680]. De [Bd. 5, Sp. 1552] brihiche Hinkel binnt mer'n roter Bendel an der Sch. [Fogel Beliefs Penns Nr. 866]. Rätsel vom Hahn: Was steht uf'm Zaun un hot die Sichel im Schwanz? [Rech Lore 14]. Rätsel von der Nadel (vom Spinnrocken): 's is e eisernes (helzernes) Gailche, hot e flächsernes Schwänzche [ Gal-Moosberg, mancherorts Don Gal Buch]. Neckvers auf die Bewohner von BZ-Stein: Steener Gäns / mit de lange Schwänz [ BZ-Stein]. Neckvers auf Träger des VN Lorenz: Lorenz, / Pack die Gäns / an de Schwänz / un führ se bis nooch Bermesens [Palatina 27. 1. 1934]. Spottvers beim »Rübchen schaben« (s. PfWB schaben 1 b α): Fui, fui, Lenzel, 's Kätzel macht e Schwänzel [ BZ-Dierb, Var. Gal-Josbg]. VR.: Hääle, hääle Lenzche / 's Kätzche hal (hat) e Schwänzche / hal e Lechelche nächscht debei / steckt de NN sein Näs'che enei [ KU-Bedb]. Weitere VR. s. PfWB Pfeife 1 a, PfWB Taler 1 a, PfWB Franz 1, PfWB Krinoline, PfWB Messer1, PfWB Salomon 1, PfWB Straßburg. — b. in den Tierbezeichnungen Pfau-, Lang- 2, PfWB Rotschwanz, -schwänzchen 1. — 2. a. 'männliches Glied, Penis', beim Menschen [mancherorts ges. Pf.]; Syn.: PfWB Bämperlein, PfWB Bezem, PfWB Pfeife 4 a, PfWB Bimpel 1, PfWB Bippel 1, PfWB Bläß 6 f, PfWB Brunzer 1 b, PfWB Deichsel 2, PfWB Dengelgeschirr, PfWB Ding I1cα, PfWB Dose 2bβ, PfWB Vogel 2dδ, PfWB Gackes 3 a, PfWB Gebärvater, PfWB Gelbrübe 2 b, PfWB Gemäch2, PfWB Gießkanne 2, PfWB Gottbescherchen, PfWB Hanselmann 2, PfWB Harter, PfWB Hebel 5, PfWB Klafuster, PfWB Knüppeldellerich, PfWB Riemen1 2 f, PfWB Schlämpes, PfWB Schnackel 1, PfWB Schnackes 1, PfWB Schnäppäpper, PfWB Schnäpper 6, PfWB Schnickel 3, PfWB Schnickes 1, PfWB Schnippel 3, PfWB Schnipper 1, PfWB Schwengel 2 a, PfWB Spatz 3 a, PfWB Spitze 3aα, PfWB Stange 3 b, PfWB Storzen, PfWB Stritzer, PfWB Zapfen, PfWB Zipfel. Sei Alde hḁnn ḁḁngebb wie e Tuud voll Migge, wellses eerschde Schwänzje wḁḁr, won se gehadd hḁnn, vom Stammhalter der Familie [Hussong Kirkel 41]. Die hḁnn nour een Schwänzje 'Die haben nur einen Jungen' [Hussong Kirkel 154]. RA.: sich de Sch. verbrenne 'sich eine Geschlechtskrankheit zuziehen' [ KU-Kaulb Kreimb]. — b. 'Geschlechtsteil des Ochsen' [mancherorts]; Zs.: PfWB Farren- 1, PfWB Fasel-, PfWB Ochsenschwanz 2 a; Syn. s. PfWB Rute1 2 d. — c. 'Geschlechtsteil des Rüden' [ GH-Nd'lustdt]. — 3. Schwanzähnliches [verbr.], im Bes.: a. 'Frisur, bei der die Haare in Schwanzform getragen werden; Haarschwanz, Zopf' [ ZW-Gr'bundb RO-Dielkch PS-Erfw KB-Kriegsf LU-Oggh NW-Elmst GH-Kand Zeisk]; Zs.: Gauls 2, PfWB Haar-, PfWB Rattenschwanz 2 b. — b. 'Kometenschweif'; de Sch. vum Kumeet [ LU-Alsh]; vgl. PfWB Schwanzstern. — c. 'Schwanzförmiges an Pflanzen', meist Pl., z. B. 'Wurzelspitzen der Rüben' [vereinzelt, Wilde 217]; vgl. Gelbrüben-, PfWB Rübenschwänze; 'Kartoffelkeime' [ IB-Aßw], 'Faserspitzen an Maiskolben' [Bd. 5, Sp. 1553] [Wilde 167]. a. 1570: sollen sie die oberige schwentz vonn denn abgehawenen baumen auch vfladen vnnd heimfuren [GLArch. Copb. 847, 266]. — d. vgl. die Pflanzenbez. Erlen-, Fuchs- 2aα-η, Kalmus-, Katzen- 2bα-β, Kitzen-, Lämmer- 2b-d, Lang- 1, PfWB Ochsen- 3, PfWB Ratten- 4a-c, PfWB Rotschwanz 2 a. — e. vgl. PfWB Biber-, PfWB Fuchs- 2 b, PfWB Ratten- 3, PfWB Sauschwanz 2-3. — f. 'anhängende Dreckklümpchen', in der BR.: Die Schnecke hawe Schwänz, 's gebt kä Reje [ ZW-L'wied]; vgl. PfWB Schnecke 1. — 4. a. 'Ende, Schluß' [mancherorts]; Zs.: Freitagsschwanz. Er huckt am Sch. 'Er ist der Letzte' [ LA-Venn LA-Ilbh]. »Nur hat fast jede Gemeinde ihr verrufenes Quartier, gewöhnlich das Ende, der Schwanz der Ortschaft« [Schandein Bav. IV,2 394]. BR.: Wie de Freidaa am Sch., so de Sunndaa ganz [ZW-Hornb, verbr.]. Die letscht Woch Mai (Ende Mai) is Winders Sch. [KU-Bedb, ZW-Bechhf PS-Burgalb Bernhard 213]. — b. 'voller und aromatischer Nachgeschmack, Bukett beim Wein' [mancherorts]. De Woin hot e Schwänzel [ LA-Mörzh]. De Wain hot ken Sch. meh [ KB-Zell]. — 5. a. 'einfältiger, ungeschickter, langsamer Mensch', auch Schimpfw. [ KU-Schmittw/O RO-Als]; vgl. PfWB Atzel- 2, PfWB Bampel-, PfWB Blau-, PfWB Dreck-, PfWB Dreh-, PfWB Fuchs- 2 c, PfWB Hasen- 2, PfWB Kuh- 2 a, PfWB Lack-, PfWB Lapp-, PfWB Rot- 2, PfWB Schlappschwanz; Syn. s. PfWB Tappes 1 a. — b. vgl. die Neckn. Gelbrüben-, Gold-, Hähert-, Rübenschwänze. — 6. vgl. PfWB Judenschwänze, PfWB Geschwänzte. — 7. in den FlN Katzen- 2 c, PfWB Sauschwanz 4; vgl. Ramge HFA K. 66. — Südhess. V 870 ff.; RhWB Rhein. VII 2002 ff; LothWB Lothr. 471, ALLG I 274; ElsWB Els. II 528, ALA II 29.
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