Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB ein-fallen (Bd. 2, Sp. 780)   ElsWB infalleⁿ (Bd. 1, Sp. 106a) 
   ein-fallen st.:
1. gegenst.
a. 'zusammenfallen', einfalle, in-, en-, s. PfWB ein-1 u. PfWB fallen [verbr.]; vgl. PfWB einstürzen 1. Syn. s. PfWB zusammenstürzen. 's Dach esch eingfalle [ BZ-Dernb]. Ich han gemännt, de Himmel fallt in, von großen Schmerzen [ KL-Stelzbg]. SprW.: Wann de Himmel infallt, sin alle Spatze gefang [PS-Fehrb, verbr.]. Volksgl.: Wann en Grab einfallt, gebt's ball widder en Leicht 'Beerdigung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 577]. —
b. 'sich niederlassen', vom Vogelwild, Jägerspr. Die Kitt 'Rebhühnerkette' is im

[Bd. 2, Sp. 781]
Kleeacker ingefall [ KU-Schmittw/O, LU-Altr]. Sie fallen ein wie die Stare [Keiler 108]. —
c. Part. Perf. 'eingesunken, abgemagert'. Er hot ingefallene Backe, von hohlen Wangen [KU-A'glan, verbr.], e ingefalle Gesicht [ KU-Schmittw/O], eingfallene Aage (Augen) [ LU-Alsh], e eingfalleni Bruscht [ LU-Opp]. Er is im Gesicht ganz engefall [ KU-Erdb]. Die Kuh is ingefall, nach dem Kalben [KU-Adb, verbr.]. —
2. übertr.
a. 'sich plötzlich an etwas erinnern'. Alleweil fallt mer's wirrer ein [ PS-Erfw, allg.]. Alleweil esch mer sein Nome eingfalle [ LA-Venn]. Ewe fallt mer ein, daß ich d'r noch Geld schullig bin [ BZ-Dernb]. —
b. 'in den Sinn kommen, einen plötzlichen Einfall haben', vgl. PfWB einkommen 1 b. Mer is nix Besseres eingfalle, als Entschuldigung [Krieger 17, verbr.]. Des fällt mer (im Trääm) net in, Ausdruck entschiedener Ablehnung [ KU-Bedb, allg.]. Was fällt dann dem net in? 'Was erlaubt sich der denn?' [ KU-Kaulb, allg.]. — Südhess. II 79; RhWB Rhein. II 269/70; LothWB Lothr. 259; ElsWB Els. I 106; Bad. I 651/52.

 

 infalleⁿ 1. einsinken, zusammenschrumpfen, mager werden Bf. Str. Z. Ingfalleni Aueⁿ Str. Iⁿgfalleni Backeⁿ Bf. 2. plötzlich, unvermutet eintreten, bes. vom Wetter. Glich druf is Rëjeⁿwëtter ingfalleⁿ Str. Schweiz. 1, 754.

[Bd. 1, Sp. 106b]