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| PfWB Ein-fahrt (Bd. 2, Sp. 780) | PfWB Fahrt (Bd. 2, Sp. 1018) | |||||||||||||||||||||||||||
1. 'Stelle, wo man einfährt, Zufahrt in den Hof, in die Scheune, auf den Acker', Einfahrt, In-, En-, s. PfWB ein-1 [verbr.]; vgl. PfWB Durchfahrt, PfWB Eingang. Zs. PfWB Toreinfahrt. Das Haus hat e gudi Einfahrt [ PS-Erfw]. Zu dem Acker do is die Enfahrt ganz schlecht [ KU-Bedb]. Mach die Einfahrt frei! [ LU-Alsh]. — 2. umgspr. 'das Einfahren (des Zuges)', Gegensatz zu PfWB Ausfahrt 2. Der Lokfihrer hat iwwersieh, daß sein Zug kään Infahrt hatt, un do is das Unglick passiert [ KL-Kindsb]. — Südhess. II 78; RhWB Rhein. II 253; ElsWB Els. I 128 Infahr; Bad. I 651. —
| 1. a. 'das Fahren', auch als abgeschlossene Handlung, Fahrt (fārd) [verbr.], [Bd. 2, Sp. 1019] (frd, fÄrd) [NWPf mancherorts auch übrige Pfalz], (fād) [Kaislt], (frd) [ KU-Schmittw/O PS-Erfw], (fǟrd, neben fārd) [ KU-Rothsbg]; e F. mit'm Auto [verbr.]. Die Ampel steht uf Grien, mer han freie F. [KL-Kindsb, verbr.]. Er hot e langi F. zur Aarwet [ NW-Kallstdt]. 's geht in äiner Fohrt [ KU-Schmittw/O]. Un noh isch die Fahrt losgang, meischtens uf Landau nunner [ PS-Lu'wink]. — b. α. 'Reise, Ausflug' [verbr.]. Er is uf de F. nooch Amerika [ LU-Oggh]. Er is alleweil uf de F. 'verreist' [LU-Opp, verbr.]. Mer kennt emol so e Fährtche mache [ ZW-Ernstw, Grünstdt]. — β. 'Wanderung'; uf F. gehe [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB Partie 4, PfWB Tur 1. — Zs. zu 1 u. 2: Ab-, An-, Aus-, Auto-, Bet-, Pläsier-, Probe-, Tal-, Eisenbahn-, Vorbei-, Vor-, Hamster-, Heim-, Her-, Hin-, Luft-, Markt-, Rhein-, Rück-, Schäsen-, Schiff-, Schlitten-, Schwarz-, Spazier-, Über-, Wagen-, Wald-, Wall-, Wasser-, Weiter-, Weinfahrt. — 2. a. 'Fahrgeschwindigkeit'; in voller F. [verbr.]. — b. 'Erregung', umgspr., vgl. PfWB Tur 2 g. Der is awwer heit in F. [Kaislt]. — 3. 'Zufahrt, Feldweg' [verbr. bes. WPf NPf]; e F. mähe 'auf der Wiese das Gras in Wagenbreite abmähen, damit man zum nächsten Acker durchfahren kann' [ KU-Kaulb Frankb Kreimb]; e F. leie lolle (liegen lassen) 'am Ackerrand einen Streifen unbebaut lassen für Fahrten in den angrenzenden Acker' [ KU-Bedb]; vgl. PfWB Angewanne 1. Der Acker hat kän F. 'keine direkte Zufahrt' [ PS-Fehrb]. a. 1715: bis zu der farth oder Landstraßen [Amtsrelationsbuch in PS-Zesbg]. Zs.: PfWB Auf-, PfWB Tor-, PfWB Durch-, PfWB Eichen-, PfWB Ein-, PfWB Vieh-, PfWB Heu-, PfWB Zufahrt. — 4. 'Wagenladung', vgl. PfWB Fuder, PfWB Fuhre. Ich hab e Fohrt Holz geholt [PS-Erfw BZ-Dierb SOPf (Nachlaß Heeger)]. Die Wiss hot e scheen Fährtche Grummet gebb [ KU-Schmittw/O]. 's werd vun der Wiss e gute Fahrt gewwe [ KU-Kaulb Kreimb]. a. 1538: 60 ferte hauws (Heues) [SSp., Mgr. Baden 2 1/2, Gräfenst. Amtsgefälle]. a. 1541: Dem Spitalmeister geben für 90 Wagenfardt, je für ein fardt 1 Sh. Pf. [SpeyGgHospR]. — 5. a. 'hängende Schaukel', Fahrt [ KB-Weitw LU-Rh'gönh NW-Ungst]; vgl. PfWB fahren 2 d, PfWB Fahre2. Syn. s. PfWB Schaukel. — b. = PfWB Fähre, Fahrt [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB Fahr 1. — 6. Zs. Herauf-, PfWB Himmel-, Hof- (Hoch-), Wohlfahrt. — Südhess. II 333/34; RhWB Rhein. II 252/53; Saarbr. 60; LothWB Lothr. 132; ElsWB Els. I 144; Bad. II 7/8.
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