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 PfWB ein- (Bd. 2, Sp. 769)   PfWB ein-brechen (Bd. 2, Sp. 774)   PfWB durch-brechen (Bd. 2, Sp. 641) 
  ein-1: verbale Vorsilbe in Zs. wie PfWB einbinden, , . Zu den mda. Formen und deren Verbr. s. K. 113.

 

   ein-brechen st.:
1. 'gewaltsam eindringen, um zu stehlen' (Perf. mit 'haben' gebildet), einbreche, in-, en-, s. PfWB ein-1 u. PfWB brechen [allg.]; vgl. PfWB einschleichen, PfWB einsteigen 2. Die Spitzbuwe hän dort oingebroche [ NW-Freinsh]. Gischder nacht is in Junge ingebroch worr [ KL-Reichb]. —
2. 'durchbrechen und einsinken' (Perf. mit 'sein' gebildet) [allg.]; vgl. PfWB durchbrechen 3, PfWB eingehen. Er is uf'm Eis ingebroch [ Gal-Dornf]. Im tiefe Schnee brecht mer in bis an de Hals [ ZW-Gr'bundb]. Uf die nasse Wisse kann mer nit nan, weil d'Gail einbrechen [ LA-Herxh]. — F.: Part. Perf. vielfach iŋ-, eŋgəbrǫx(ə). Südhess. II 68; RhWB Rhein. I 949; ElsWB Els. II 178; Bad. I 648.

 

 -brechen st. :
1. 'entzweibrechen', -breche [allg.].
a. trans. (mit »haben«). Brech mol das Brot därch! [ RO-Nd'mosch]. Er hot die Latt dorchgebroche [ NW-Freinsh, allg.]. —
b. intrans. (mit »sein«). Gebb owwacht, 's Brett brecht dorch! [ Gal-Dornf]. De Besemstiel is durschgebroch [ KL-Morlt, allg.]. —
2. 'eine Öffnung durch eine Mauer brechen'. Er loßt e Fenschder durschbreche [ KL-Hoheck, allg.]. —
3. 'hindurchbrechen, einsinken'. Er is dorch's Eis dorchgebroch [RO-Als, verbr.]; vgl. PfWB durchfallen 1, PfWB -sacken, PfWB -treten 1. —
4. 'ein Hindernis gewaltsam überwinden', umgspr. Sie hän die Absperrkett durschbroche (durˈbrǫxə) [Neustdt, verbr.]. Die Fliescher (Flieger) han schun wieder emol die Schallmauer durschbroch (durˈbrǫx) [ KL-Kindsb]. — Südhess. I 1860; RhWB Rhein. I 949; ElsWB Els. II 178. —