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 PfWB Eimer (Bd. 2, Sp. 763)   PfWB Eimer-boden (Bd. 2, Sp. 764) 
   Eimer m.:
1. 'größeres, rundes Gefäß mit einem Henkel zum Tragen', Äämer (mər, r) [Hauptform in der gesamten Pfalz außer östl. NPf u. Südteil der westl. NPf, vgl. K. 30 Bein], Äimer (ęi-) [ KU-Schmittw/O], Eemer (ē-) [mancherorts bes. Westteil der WPf Don-Batschka Gal-Dornf u. Umg. Hartf Brig], Eemert [ NW-Bobh], Aamer (āmər) [verbr. Südteil der westl. NPf KU-Kaulb Kreimb Rothsbg LU-Altr Gal-Weinbergen

[Bd. 2, Sp. 764]
Golkowitz], (mər) [verbr. östl. NPf], Oomer (ōmər) [ Gal-Hohenb Josbg Obl Bagbg]; vgl. PfWB Kübel. Zu den Teilen des Holzeimers s. PfWB Eimerboden, PfWB -daube, PfWB -henke, PfWB -reif. Zs. (nach Verwendungsart und -ort): Aufwasch-, Aufzieh-, Brunnen-, Putz-, Tränk-, Fenster-, Feuer-, Feuerwehr-, Gäuls-, Herbst-, Küchen-, Melk-, Meß-, Sau-, Schlapp-, Stall-, Vieh-, Wäscheimer; (nach dem Füllmaterial): Äschen-, Pfuhl-, Blut-, Pudel-, Dreck-, Dünger-, Futter-, Honig-, Milch-, Schnuttel-, Schutt-, Speis-, Wasser-, Weineimer; (nach dem Herstellungsmaterial): Blech-, Email-, Holz-, Zinkeimer. Kee Wäschbitt unn kee Eemerche, nee, e ausgewachsener Maltersack voll [Feierowend Nr. 30/1965, S. 5]. RA.: Er hat e Kopp wie e Äämer [ KU-A'glan]. Die hat e Gesicht wie e geplätschter Äämer [Kaislt]. Er hat äner 'einen Rausch' wie e Äämer [ KL-Lind]. Er kann e Äämer voll saufe (vertraa), wer viel Alkohol verträgt [KU-Bedb, verbr.]; vgl. PfWB eimervoll. Der Kahlköpfige is frih aus'm Äämer getränkt worr [ebd.]. Warnung vor einem Hereinfall: Do kannscht bees in de Äämer trede [KL-Einsdhf Bassler 36]. Er steht in de Schuh wie die Geeß im Eemer, von zu großen Schuhen [PS-Saalstdt, verbr.], in de Stiwwel wie de Gaaß em Aamer [KB-Bischh, verbr., auch Gal], wie e Bock im Eemer [ Gal-Hartf]. Einen VR. s. bei PfWB Bock (I 1057 Z. 52 ff.). In Gal-Dornf neckte man die Bewohner der Häuser mit den Nummern 19-26: Krämersetz dich in de Eemer, Nahregangloß fahre, Geierleier, Mauerlauer, Dickligg (zu lügen?), Hexeldrechsel, MattesLattes (Neckname?) — Jukubuff (Neckname?), Auguscht Völker owwedruf. a. 1425: von klammen vnd ringen an eymer zu machen [Lein-Arch. (Löhne)]. a. 1550: 2 Sh. hen wir geben vor ein emer iber den neu bornen (Neubrunnen) [Wenz 292]. a. 1587: 2 kypfern eymer [Westpf. Gesch.-Bl. 1903, S. 48]. a. 1596: 1 küpfern Aimerle [WerschwSchR, Bl. 606]. a. 1617: 1 hölzerner Eimer [Ecker 71]. —
2. Weinmaß. 1426 kostete ein Eimer alten Weins 13 kr. [Dochnahl 67]. — F.: Pl. meist wie Sing.; Ausnahmen: Äämer/ Äämere ZW-Battw; Eemer/Eemere PS-Geisbg Gal-Dornf; Eemert/Eemer NW-Bobh. Dim.-Endungen: -che, Pl. -cher WPf (ohne PS-Ost) NPf Westteil der nördl. VPf; -le, Pl. -lich zwischen Land und Bergz; Äämerl, Pl. Äämerle NW-Frankeck. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka20. — Südhess. II 52 ff.; RhWB Rhein. II 60/61; Saarbr. 6; LothWB Lothr. 8; ElsWB Els. I 37; Bad. I 643.

 

  Eimer-boden m.: wie schd., Äämerborrem, -bodem, vgl. PfWB Boden [verbr.]. Südhess. II 54. —