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 PfWB Eier-mutzen (Bd. 2, Sp. 756)   RhWB Moz (Bd. 5, Sp. 1317)   PfWB Mutzen (Bd. 4, Sp. 1502) 
  -mutzen m.: ein Eiergebäck, vgl. PfWB Apfelmutzen, Motzenbäcker. a. 1589: Als auch von Alters bey den Kindtaufen Herkummen und im Brauch gewesen, das man nach der Tauf den Weibern, so mit gegangen, an Ehr und Herumbtrunk stehendt gegeben, etwas nach Gelegenheit auch ein paar Eyer-Motzen oder Zuckerschachtel Herumbtragen lassen [SSp., Speyerer Kindtaufsordnung]. Bad. I 640 Eiermutschlen.

 

 Moz -ō- an der Saar in Saarl-Felsbg Pachten, Ottw-Neunk Sg. t. m.: schlecht ausgebackene Krume des Brotes; ungares Brot [Schlamm Ottw-Neunk].

 

   Mutzen2 m., Mutze f.:
1. Gebildbrot.
a. 'aufgeschnittenes und ineinandergezogenes Schmalzgebäck, zur Fastnacht gebacken', Mutze [LU-Opp (Bertram WestmAbhandl. 5/1941-42 276)]. —
b. 'hornförmiges Gebäck an Neujahr oder Weihnachten (als Patengeschenk) gebacken', Mooze [BZ-Birkhdt, Bertram WestmAbhandl. 5/1941-42 269], Mouze, Mouz [LA-Siebdg, Bertram WestmAbhandl. 5/1941-42 269], hier mit durch Einschneiden gezacktem äußeren Rand. —
c. vgl. PfWB Ostermutzen. —
2.
a. 'längliches Weißbrot', Mouze [ BZ-Klingmst]. —
b. 'Brot, in dem Dörrobst eingebacken ist', Mouze [ GH-Rh'zab]. —
c. eine Art Brot, Motze [ NW-Frankeck]. —
d. 'Kümmelbrötchen', Mauz [ NW-Dürkh]; vgl. PfWB Kümmelmauz. —
e. 'dicker Kuchen', Mouz f. [Schandein Sprachsch.]. —
f. 'Gebäck', Motze [ KU-Kreimb]. a. 1599: Motzen und spitzweck [Pfälz. Geschichtsbl. 1912, S. 25 (KU-Wolfst)]. —
g. vgl. PfWB Apfel-, PfWB Eiermutzen. —
3. 'mißratenes Gebäck (Brot, Kuchen, Weck)', Mooze [ IB-Habkch], Mouze [ LA-Birkw Gommh], Mouz f. [ BZ-Mühlhf], nur Dim. Pl.: Moozelcher [ KU-Obw/Tiefb]. —
4. 'Bäcker', Mooz [ BZ-Schwanh]; vgl. PfWB Mutzenbäcker. — Die Zusammengehörigkeit

[Bd. 4, Sp. 1503]
mit Mutsch4 ist unsicher. — Südhess. IV 852; RhWB Rhein. V 1317 Moz 'schlecht ausgebackene Krume des Brotes; ungares Brot'; ElsWB Els. I 744 Motz(en); DWB DWb. VI 2838 Mutze f. 'eine Art feinen Backwerks'.