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| PfWB Egge (Bd. 2, Sp. 727) | PfWB Stern-bild (Bd. 6, Sp. 549) | PfWB lebendig (Bd. 4, Sp. 849) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. wie schd., Ee (ē, Pl. ēə, ējə) [verbr. WPf NPf Don Gal Buch], Ej (ēj) [ KB-Mauchh Don-Schidski Gal-Schönth Weißenbg Theodorshf Sitauerowka Golkowitz], Ehe (ēə, Sing. u. Pl.) [RO-Sippf PS-Fehrb KB-Kerzh PfId. 39 (Bliesg.) Gal-Josbg], Eje (ējə) [ HB-Höch Hombg HB-Webh Zweibr], Eech (ēχ) [verbr. mittl. u. südl. VPf PS-Ost HB-Kirrbg Don-Ulmb Setschanfeld Tschest Hatzf Heuf Gert Kathreinf Rußl-Spey Rastatt], Äich u. Äig (ęiχ u. ęig, Pl. ęiχə) [PS-Hintwdth BZ-Dierb LU-Altr Südteil der mittl VPf], Eeg (ēg, Pl. ēgə, ēχə, ēje) ![]() [Bd. 2, Sp. 728] PfWB Wiesen-, PfWB Zickzackegge. — Bis etwa 1870 waren die Eggen z. T. noch ganz aus Holz (auch die Zinken), holzene, helzerni E.; heute ist auch der Rahmen meist aus Eisen, eiserne, eise E. Eine Holzegge mit eisernen Zinken s. Abb. 34. Für die verschiedenen Bodenarten gibt es die korz, die lang, die leicht, die schwer E. De Acker is acht Ee braat, d. h. man kann auf ihm mit der E. viermal auf- und abfahren [ FR-Albsh]. — Die Kuh es in die Ee getret, weil die E. mit den Zinken nach oben gelegen hat [ KB-Bischh]. Wegen der gleichen Aussprache der Wörter »Egge« und »Ehe« sagt man in RO-O'mosch von einer mißglückten Ehe: Das is e holze Ee. Dasselbe Wortspiel in: Baß uf, daß de net in die Ee fallscht! [ KL-Reichb]. Er es in die Ee getret [KB-Kriegsf, verbr. WPf NPf]. Er stärzt sich in die Ii [ RO-Odh]. — Der isch dääb (taub) wie e Eech, wer schlecht hört [PfL 5. 9. 1924]. Er is so dumm wie e Egg [Feierowend Nr. 6/1954]. Rätsel: Wer hot Zähn vun Eise? (die Eeg) [ BZ-Dernb]. a. 1425: vmb ein egden 6 sch.hlr. [LeinArch. (Löhne)] a. 1425: ein ege [ebd.]. a. 1578: haben mit souil Egen Im Schwarzenacker geegt [WerschwSchR, Bl. 116]. a. 1596: Vier Pflüg vnnd ein Ehg [ebd., Bl. 392]. a. 1793: 1 eiserne Egge [RO-O'hs (Inventarium Krebs)]. — 2. 'Sternbild des Delphins', die Ee [ KU-Körbn]. — Südhess. II 14/15; RhWB Rhein. II 16/17; Saarbr. 55; LothWB Lothr. 118; ElsWB Els. I 23; Bad. I 628.
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| I. Adj. 1. a. 'lebend, am Leben', lewendich (lęˈwendiχ, leˈwendiχ; -) [verbr., Lambert Penns 99 Don-Werb (Jakob Eigw. 180) Krämer Gal 139], (lęˈwendig) [SOPf (Heeger Nachl.)], lewennich [Zweibr LA-Essing Schandein Ged. 27], lawendig [Pirmas (Kieffer 51)]; vgl. PfWB lebenzig, PfWB lebig 1, PfWB leidig3. RA.: Der sieht aus wie de lewendich Dod 'Er ist sehr bleich' [ PS-Nd'simt]. Der nimmt's vun de Lewendiche, von einem, der überhöhte Preise oder Löhne fordert [Kaislt, verbr., (Krämer Gal 139)], auch mit dem Zusatz: vun de Dure (Toten) kriet er nix [ RO-Odh]. Volksgl.: Wannd'me Dode eenich Kleed aanduscht vume Lewendiche, werd's glei krank un a nimmi g'sund oder stärbt's glei noo [Fogel Beliefs Penns Nr. 613]. Ringbon (Ringbein, eine Pferdekrankheit) vergeht, wann mer 'n lewendichi Krott drufbinnt, bis sie dot is [ebd. Nr. 781]. — b. von Sachen. α. 'existent' Gudi Kunscht bleibt l., aach wammer se dotschweigt [Krieger 50]. — β. 'gebräuchlich'; e lewendich Sprach [ KU-Schmittw/O]. — 2. a. 'gewachsen'; e lewendicher Zaun [verbr., vgl. PfWB leben 5]; e lewendigi Heck [ NW-Kallstdt, KL-Reichb], e lewendige Hee [ PS-Kröpp]; vgl. PfWB Hecke, Heege 1 a. a. 1592: ein lebendig heeg oben am baumgarten her [HornbSchR]. a. 1751: sollen die Unterthanen ... ihre Gärthen mit lebendigen Hägen ... umpflantzen [Zweibr. I. 671]. — b. lebendiges Zeichen 'Tierkreiszeichen'. Volksgl.: Mer soll 's Fleesch net aus'sm Schmokhaus 'Räucherkammer' nemme imme lewendiche Zeeche, schunscht kriggt's Wärm [Fogel Beliefs Penns Nr. 1274]; vgl. 2f. — c. 'verkörpert'. Er is 's lewendich Gsetzbuch, von einem hervorragenden Gesetzeskenner [ NW-Hardbg]. — d. Pl. lewendiche Därrwäge 'eiternde Hautflechte' [ PS-Erfw]; vgl. Dürrweg, PfWB leben 5, PfWB Leben 5 b. — e. von empfindlichen Körperteilen. De Zahn (de Nerv) is l. [LU-Alsh, verbr.]; vgl. PfWB Leben 5 a. — f. 'von Lebewesen befallen'. Die Frucht is l., wenn der Rüsselkäfer die Weizenkörner aushöhlt [ Don-Schowe]. 's ganz Gewäll is dort lewennig, / 's Vochelvolk, das dut so froh [Schandein Ged. 27]; vgl. PfWB Gewäld. Volksgl.: Im Leb (im Sternzeichen des Löwen) därf mer ken Fleesch einsalze, schunscht werd's l. [Bd. 4, Sp. 850] 'madig' [Fogel Beliefs Penns Nr. 1270]; vgl. 2b. — 3. = PfWB leibhaftig 1. Min Bruler isch de lewändisch Läbkuucheesser 'Mein Bruder ißt für sein Leben gerne Lebkuchen' [IB-Ensh (Glass 59)]; vgl. PfWB Leben 1 a. — 4. 'lebhaft, munter'; Syn.: PfWB lebhaft, PfWB lebig, PfWB wuselig. a. von Personen. Dem soi Kinner sin arg l. [Lu'haf]; vgl. PfWB Leben 4 a. — b. von Sachen. De Moscht gärt, kocht, brotzelt, is l. [ NW-Kallstdt]. — II. Adv. 1. 'lebend, in lebendigem Zustand'; vgl. PfWB lebendigerheit; l. uf die Welt kumme, l. begrawe [verbr.]. Sell konn ich net du. Sie däde mich l. abzieche [Reichard Penns 71]. Volksgl.: Wammer iwwer'm Spiele alles gewinne will, muß mer 're Speckmaus 'Fledermaus' 's Herz l. rausschneide un an die Hand binne, wu mer raus spielt [Fogel Beliefs Penns Nr. 1916]. — 2. 'sehr, reichlich, übermäßig'; l. voll [Beam Penns 66]. — Südhess. IV 215; RhWB Rhein. V 264; LothWB Lothr. 331, 337; ElsWB Els. I 541.
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