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 PfWB Eck-ballens (Bd. 2, Sp. 718)   PfWB Kauten-ballchens (Bd. 4, Sp. 145)   PfWB Hurr-sau (Bd. 3, Sp. 1268) 
  -ballens n.: ein Ballspiel der Kinder, -balles (-baləs) [ LA-Venn BZ-Steinf Nd'ottb], Eckeballches [ Don-Schowe Torscha Sekitsch]. Die Spieler stellen sich im Quadrat auf und werfen einander den Ball zu. Wer den Ball nicht fängt, erhält einen Strafpunkt. — Zur Endung -es s. PfWB Räuberleins. — Südhess. II 9 Eckenballchens; RhWB Rhein. II 8 Eckball; ElsWB Els. II 32 u. Bad. I 625 Eckenballens. —

 

   Kauten-ballchens n.: 'ein Kinderspiel, bei dem mit dem Ball in die Kaute 1 g geworfen wird', Kaudeballches [ ZW-Mauschb]; vgl. PfWB Kautchens, PfWB Hurrsau 1 a.

 

  -sau, Huß-sauf.:
1.
a. 'kleiner Ball oder Kugel aus Holz oder Stein für das Sautreiben-Spiel', Hurrsau [ RO-Dielkch], Horr- [verbr. NWPf], Herr- [ KU-Erdb], Hirr-

[Bd. 3, Sp. 1269]
[ KU-Gumbsw], Harr-, Hassau [ KU-Etschbg Patb], Hussau [verbr. WPf mancherorts NPf FR-Albsh NW-Leistdt SP-W'see Lambert Penns 85 mancherorts Gal]. Das Spiel selbst trägt den gleichen Namen: H. spiele [verbr.]. Spielregel: In der Mitte des Spielplatzes wird ein größeres Loch, die Mittelkaut, gegraben. Um dieses Loch herum graben die einzelnen Spieler kleinere Löcher, in die die Treibstöcke hineingehalten werden. Der Abstand von Spieler zu Spieler beträgt etwa 1 m. Ohne eigenes Loch bleibt der Spieler, der zum Sautreiben bestimmt wurde; er steht mit seinem Stock außerhalb des Kreises. Die Spieler sprechen zweimal im Singsang: Loch um, Loch um (dazu verschiedene Varianten), wer kään Loch hot, der is drum. Aufgabe des Sautreibers ist es, die H. an den anderen Spielern vorbei in das große Loch zu treiben. Seine Gegner müssen das zu verhindern suchen, indem sie die H. ins Feld zurückschlagen, dabei aber für einen Augenblick das eigene Loch verlassen. Gelingt es dem Treiber, seinen Stock in das vorübergehend verlassene Loch zu stellen, dann ist er vom Sautreiben frei, und das Treiben muß derjenige übernehmen, der sein Loch verloren hat. Hat der Treiber die H. in das große Loch befördert, dann wird ein neuer Treiber ermittelt, indem ein allgemeiner Lochwechsel stattfindet und am Ende einer ohne Loch ausgeht. Diese Spielregel gilt für KU-Schellw und andere Orte der NWPf. In Varianten gilt sie in den übrigen Orten des Verbreitungsgebietes und in Gal, z. T. unter anderen Bezeichnungen: Pami, Bottrasch, Dullus, Gutzsäuchens, Hurrsäuchens, Hußsäu-, Lochherum, Sautreiben, -trögchens.
b.
α. ein Klickerspiel, bei dem man einige Klicker in ein Loch legt und mit anderen Klickern danach schießt, Horrsau [ KU-Hüffl]. —
β. ein Kartenspiel, bei dem der Besitzer der Königskarte auf den Kopf geschlagen wird, Hußsau [ FR-Mühlh]. —
c. eine Begrüßungsart bei Kindern, wobei man einander an den Haaren faßt und leicht auf den Kopf klopft, Hußsau [ ZW-Gr'bundb]; vgl. PfWB hußsauen. —
2. verächtl. Bez. für eine ältere zänkische Frau, Horrsau [ KU-Konk]. —
3. 'Tannenzapfen', Hußsau [ LU-Muttstdt]; vgl. PfWB Butzel 4. — Südhess. III 855 hußsau 2c; RhWB Rhein. III 1028; Bad. II 801. —