Dusen-brücken n.: Zu PS-Nünschw gehörender Ortsteil, sonst als Bezeichnung für einen weit entlegenen Ort gebraucht. Antwort auf die Frage nach dem Wegziel: Nooh Dusebrücke [Hebel 110], oder nach der Lage eines Ortes: Zwische Dusebrigge un Dripsdrill [Feierowend Nr. 24/1953]; vgl. PfWB Bocksbummern, PfWB Buxtehude, PfWB Tripsdrille. Von einem Dummen sagt man: Er is vun D. [ KU-Trahw]; vgl. PfWB Dummbach 1. Sell werre mr schun mache, mir sein jo net vun D. deham! [Kühn Hamet 76]. RA. zur Bezeichnung einer weitläufigen Verwandtschaft: Sie waren emol mitenanner uf de Dusebricker Kerb [ ZW-Battw]. — Der erste Wortteil vielleicht identisch mit Dus, der lothr. Bez. für die Stadt Dieuze; vgl. Christmann SN I2 119. | | Tripstrill Rhfrk, Mosfrk dribsdril; Rip, OBerg tripstril, –trel: 1. fingierter Ort, in RA.: He hät ze befelle zo Tr., wo nümmes es Köln-Stdt. Ich will, duə wärsch zo Tr.! Schleid-Dottel. Der es henner Tr. derhäm wo die Welt mit Brettern zugenagelt ist Ottw-Dirming. A.: Wo gehsde hin? B.: No (uf) Tr. Allg., — do kammer de Narre fange, wie mer will Wend-Dörrenb, — wo die Gäns grin scheisse Kreuzn-Münchwald, — wo de G. Horbännel drahn un de Ente Gamasche (Baricke) Nahe, — uf die Tr., Salatsome säe Kreuzn-Waldalgesh. — 2. übertr. (an Trippse [Bd. 8, Sp. 1376]
»Tropfen« angelehnt) a. m. einfältiger, dämlicher, etwas schüchterner, langsamer, mutloser, untätiger, sich selbst verwahrlosender Mensch Saarbr, Birkf, Simm, Goar, Trier-Trittenh, Prüm-Mürlenb, Koch, Kobl, SMay, Neuw-Datzeroth; f. dummes Weib Bernk-Graach, Trier-Heidenbg. — b. Querkopf Birkf, Bernk-Rhaunen. — c. e kläner Tr. kl. Junge Bernk-Rhaunen. — d. Tr.che n. Zimperliese, naivdummes Mädchen, Kind Ottw, Saarbr. — e. Quälgeist Bo-Stdt. — f. A.: Wer war das? B.: der Trippstrappstrell; gangk nom Tr.! zum Henker; Tr. ein Kindersp. Köln-Stdt. — Abl.: | | -Laubersheim n.: fingierter ON; vgl. PfWB Tripsdrille. Auf die Frage, wo jemand herstamme o. ä., antwortet man: vun Kabberschlammersche [PfL 13. 10. 1923], -lamerschem [Land LA-Venn], Kawerschlawerschem, wu d' Gäns Hoorbeutel tragen [PfId. 74]; vgl. PfWB Bruchsal. Der kummt vun Kabberschlamersche, von einem schlechtangezogenen Fremdling [ GH-O'lustdt]. — Nach Christmann SN I 306 liegt hier der lautlich abgewandelte Necknamen für Frei-Laubersheim, Kr. Alzey, bekannt durch seinen Weißkohlanbau, vor. — Südhess. III 1107; ElsWB Els. I 456. — |
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