Dürre-weg f.: = PfWB Dürre 2 a, Därrwegg (ˈdärwęg) [verbr. südl. WPf südl. VPf], -wagg [ PS-Schönau], -wegge (-węgə) [verbr. südl. VPf selten Süd-PS FR-Hettldh Kühn Hamet 103 Pauli 112 Heeger Vhk. 110], -weh [Wilms Alph. 18], -wagge [ PS-Bundth GH-Wörth], Darrwegg [ BZ-Dierb], -wegge [ PS-Leim Busbg LA-Wollmh Herxh BZ-Nd'horb Ingh GH-Vollmw Kand Hatzbühl], -wagge [ PS-Bobth]; das Wort wird vorn. im Pl. gebraucht; zur Verbr. vgl. K. 108. Er hot Därrwegge [ LA-Wollmh]; trockene D. [LA-Impfl]. Eiterige D. nennt man lewendiche D. — Vielleicht ist das Wort die Beschwörungsformel »Dürre hinweg!« aus einem Zauberspruch gegen Hautflechten. -wagg(e) zeigt den für den pfälz.-elsäss. Grenzstreifen kennzeichnenden Wandel von mhd. ë zu a, wie z. B. in PfWB Dreck, PfWB recht, PfWB welk. — Südhess. I 1905; ElsWB Els. II 707; ElsAtl. I K. 246; Bad. I 511 Dorrweg. | | PfWB LothWB RhWB wël(k), wëltig [wál Liebsd. bis Katzent.; walk Su. Co. M.; walìk Bf.; walti Dü. K. Z. Betschd.; wælti(χ) Str.; wæltìχ Lohr Wh. Dehli.] Adj. 1. welk. Dëʳ Bluemeⁿstock geʰt hiⁿ, d Blätter sin schuⁿ ganz wël Sier. ‘s wird Alles dürr un wehl’ Lustig I 382. Bi deⁿ Krankeⁿ wurd s Fleisch wëlk schlaff Bf. Syn. lummerig. Dr Strüsstock is mⁱr wëlti woreⁿ Hf. ‘Wollfel isch ’s diss neu Gemües ... un gar nit weldi’ Hirtz Ged. 190. 2. müde, verdriesslich, abgemattet: Ach, wi bin ich so wëltich! Lohr. — Basel 308. Bayer. 2, 907. |
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