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| PfWB Turm-eule (Bd. 2, Sp. 679) | PfWB Eule (Bd. 2, Sp. 988) | |||||||||||||||
| 1. 'der Vogel Eule', bes. Schleier- u. Waldohreule, Eil, Pl. Eile (ail, ḁil; ailə) [weit verbr.], Eul (ǫil) [ PS-Erfw NW-Gönnh], (āil) [Land], Il (īl) [lothr. SWPf (Nachlaß Keiper)]; vgl. PfWB Kauz, PfWB Uhu. Zs. PfWB Turm-, PfWB Horn-, PfWB Nacht-, PfWB Ohr-, PfWB Scheuer-, PfWB Schleier-, PfWB Waldeule. Er hat Auwe (Augen) wie e Eil [Kus LU-Alsh]; vgl. PfWB Eulenauge. Sie hot e G'sicht wie e E. [GH-Westh, verbr.]; vgl. PfWB Eulengesicht. Er macht Stimme wie e E. 'ahmt Eulenstimmen nach' [ KU-Schmittw/O]. RA.: Er lebt wie die E. unner de Rawe 'wird von allen angefeindet' [ KU-Herschw/Petth [Bd. 2, Sp. 989] Schmittw/O LU-Limbghf]. Spr-W.: Jedi Eul mänt, sie hätt die schienschte Kinner [ PS-Erfw]. WR.: Wann die Eile oweds kreische, gebt's Rege [Fogel Beliefs Penns Nr. 1140]. Volksgl.: Wann die Eil owends ans Fenschter kemmt, muß der Krank sterwe [ WD-Niedkch]; e Eil ans Door naale, als Schutz gegen Blitzschlag [KU-Schmittw/O, NW-Haßl Fogel Beliefs Penns Nr. 2056]. VR.: Ich setz mich uf's Hiwwelche un flick mer mei Stiwwelche; kummt e Eil, nemmt mer mei Seil; fahr ich uf Schtrie (Stadt Stryj in Ostgalizien) un kaaf mer e neii [ Gal-Gelsd]. — 2. übertr. a. 'Flugdrachen', Eil [ PS-Winz]; vgl. PfWB Drachen 3. — b. α. 'Mensch, der nächtlichem Vergnügen nachgeht, Nachtschwärmer', Eile (Pl.) [ PS-W'fischb]; vgl. PfWB Eulenwagen, PfWB Schlafeule. — β. Schimpfw. für eine unordentlich gekleidete, ungekämmte weibliche Person, für ein häßliches Weib überhaupt [verbr.]; struppichi E. [ PS-Winz]; aldi E. [ PS-Erfw]. Wart nore, Eil, ich zausel dich werrer! [ KL-Stelzbg]. Zs. PfWB Haar-, Hudder-, PfWB Nesteule. — γ. 'Schwätzerin' in PfWB Quatscheule. — δ. die Friesemer Eile, Uzname für die Bewohner von LU-Friesh, weil sie angeblich die funkelnden Augen einer im Kirchturm sitzenden Eule für Funken gehalten und die Feuerwehr alarmiert haben [Feierowend Nr. 38/1954]; vgl. PfWB Eulenbacher. Den Uznamen Eile tragen auch die Bewohner von FR-Bissh und Buch-Arbora. — c. Schreckgestalt für Kinder beim Dunkelwerden. Die Eil holt dich, wann de net gleich erinkummscht! [ KU-Dunzw, HB-Kirrbg ZW-O'auerb PS-Trulb NW-Leistdt Gönnh]. Die Eile holen dich, bleib drin! [ RO-Schweisw FR-Studh]. Die Eile sin draus! [Zweibr]; vgl. PfWB Butzenmann 1 b. Syn. s. PfWB Nachteule. — d. Mitspieler in dem bei Ablaß 4 beschriebenen Fangspiel [ KB-Kriegsf]. — Südhess. II 301/02; RhWB Rhein. II 206 ff.; LothWB Lothr. 257 Il; ElsWB Els. I 31 Ül; Bad. I 721.
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