-seihen schw.: wie schd., -seihe [Bd. 2, Sp. 662] (-saiə) [verbr.]; die frischgemolkene Millich d. [ Gal-Dornf]. Südhess. I 1881; RhWB Rhein. VIII 52; ElsWB Els. II 337. — | | PfWB RhWB durch sigeⁿ durch ein Leinwandläppchen seihen. Was wiˡt de mit dem Lumpeⁿ? Antw. Milch d. s. Bf. | | PfWB ElsWB LothWB seihen wie Seihe lautend Allg. [OWend, Ottw, Saarbr-Sulzb saejə; Trier vielfach zę·i.jən; in Bitb hn zęχt, Part. jəzęχt; kurköln; kurköln. Neuw, SSieg h zeχ, Part. jəzeχ]; Prät. fehlt, Part. meist jəsait usf. schw., doch st. daneben gəsī Saarl, Merz, Goar; gəzīən, –jə Mosfrk an der Mos, in May u. Wittl, Bitb, Prüm: 1. wie nhd., bes. Milch s. [Asche s., sieben MGladb, Kref; sonst siften]. RA.: Er hat de Melch noch net geseiht! das Hemd schaut dem Jungen aus dem zerrissenen Hosenboden Eusk-Lommersum. [Bd. 8, Sp. 52]
Mer moss sech ze helfe wössen, hat de Frau gesot on hat de M. dur dot Hemd geseiht Westerw. En Wahn s. se de M. dorch de Man (Mande, Korb). Neckspr. auf MülhRh-Wahn. — 2. übertr. a. wenn an einer Schleuse das Wasser überzulaufen droht, werden Seitenkanäle geöffnet; me seiht et Water Barm. — b. das Verstecksp. spielen Bernk-Bollenb. — Abl.: die Seiherei, dat Geseih(s). |
| | | | |