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 PfWB durch-reißen (Bd. 2, Sp. 657)   PfWB aus-reißen (Bd. 1, Sp. 466) 
  -reißen st.:
1. intrans. u. trans. 'entzweireißen', -reiße, s. PfWB reißen [allg.]. Die Schnur is dorchgeresse [ PS-Erfw]. Reiß des Blaat (Blatt) net dorch! [ Gal-Dornf]. —
2. übertr.
a. Er reißt's nimmi durch 'wird die Krankheit nicht mehr überstehen' [LA-Impfl, LU-Altr]; vgl. PfWB durchbeißen 2 a. —
b. 'entkommen', vgl. PfWB durchgehen 4 a, PfWB ausreißen. Die annere zwee (Gauner) bin (sind) dorchgeriss [Schandein Ged. 157]. — Südhess. I 1876; RhWB Rhein. VII 338; Bad. I 605. —

 

   aus-reißen st.:
1. trans. 'durch Reißen herausziehen'; Unkraut, Blumme, die Hoor ausreiße [ RO-Obd GH-Schwegh]; häufiger PfWB herausreißen. RA.: Der kann noch Bääm a. 'Er ist noch sehr stark' [verbr.]. Do kennt mer sich die Hoor a. 'verzweifeln' [verbr.]. Der hot sich noch kään Bään ausgereß, von einem, der sich bei der Arbeit nicht überanstrengt [ KL-Hirschhn, allg.]. Scherzh. Grußformel beim Vorübergehen an einem Arbeitenden: Reiß der kens 'kein Bein' aus! [ ZW-Lambsbn]. —
2. intrans.
a. gegenst. 'stark einreißen'. 's Knopploch is ausgeriß [NPf, allg.]. —
b. übertr. 'davonlaufen, fliehen'. De Spitzbu isch ausgerisse [VPf, allg.]. a. 1566: Man hetten nit mögenn betretten 'erwischen' kennen, sundern ist wieder ausgerissen [Küchler 10 (Kaislt)]. Syn. s. PfWB weglaufen. — RhWB Rhein. VII 337/38; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 288; Bad. I 98.