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 PfWB durch-reißen (Bd. 2, Sp. 657)   ElsWB us risseⁿ (Bd. 2, Sp. 288a) 
  -reißen st.:
1. intrans. u. trans. 'entzweireißen', -reiße, s. PfWB reißen [allg.]. Die Schnur is dorchgeresse [ PS-Erfw]. Reiß des Blaat (Blatt) net dorch! [ Gal-Dornf]. —
2. übertr.
a. Er reißt's nimmi durch 'wird die Krankheit nicht mehr überstehen' [LA-Impfl, LU-Altr]; vgl. PfWB durchbeißen 2 a. —
b. 'entkommen', vgl. PfWB durchgehen 4 a, PfWB ausreißen. Die annere zwee (Gauner) bin (sind) dorchgeriss [Schandein Ged. 157]. — Südhess. I 1876; RhWB Rhein. VII 338; Bad. I 605. —

 

 us risseⁿ 1. ausreissen, durch Reissen herausziehn, z. B. eine Pflanze, einen Zahn usw. allg. 2. die Flucht ergreifen, Reissaus nehmen allg. Er is üf Afrik us grisseⁿ Lutterb. ‘damit jhm der Wind denselben (den Hut) nicht abwhe ... wan er aussreisset’ Mosch. II 145. ‘sie zittern wie das Laub vnd weren schon gern aussgerissen’ Mosch. II 568. ‘die abgesetzte sechs Räth samt dem Stattschreiber in gueter verwahrung, dass ihren kheiner aussreysse, vnnd abgesöndert zue halten’ Petri 402.

[Bd. 2, Sp. 288b]