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 PfWB durch-pfetzen (Bd. 2, Sp. 656)   PfWB pfetzen (Bd. 1, Sp. 830) 
  -pfetzen schw.: 'mit der Zange durchkneifen', -petze [verbr.]. Südhess. I 1874; RhWB Rhein. VI 642 and. Bed. —

 

   pfetzen schw.:
1. 'kneifen, zwicken, zusammendrücken', petze (pędsə) [allg.]. Erwachsene pfetzen Kindern liebkosend in die Wange: in de

[Bd. 1, Sp. 831]
Backe p. [allg.]. RA.: Dich soll die Krott (Kröte) petze! scherzhafte Verwünschung [allg., auch Don Gal Buch Rußl]. Des is grad so, wie wann mer 'me Ochs ins Horn petzt, wenn alle Ermahnungen nichts fruchten [KU-O'staufb, allg. wie das Vorige]. a. 1671: dass man dir zu wohlverdienter Straf, andern aber zum abscheulichen Exempel, deinen Rucken mit glühenden Zangen petzt [Seel, Chronik von Deidesheim, S. 174].
2. die Kaart (Fahrkarte) petze 'lochen' [ NW-Kallstdt Frankeck]. Er (der Schaffner) isch der Mann, wu Kaarte petzt [Hartmann Kinnerspr. 39]. Vgl. Billett-, Karten-, PfWB Lochpfetzer. —
3. die Rewe p. 'stutzen' [NW-Gimmdg Wilde 201]. Zs. PfWB ab-, PfWB durchpfetzen. —
4. 'einklemmen'. De Hund petzt de Schwanz zwische die Bään (Beine) [KU-Körbn, verbr.]. Volksgl.: Färs Beesding (Entzündung) am Finger petz der Finger hinnich die Dier (Tür) [Fogel Beliefs Penns Nr. 1443]. —
5. de Klicker petze 'schnellen' [ RO-Dielkch KB-Gauh LA-Rhodt]. Syn. s. PfWB schnellern. —
6. e Schoppe (Wein), de Korze (einen Schnaps) petze 'trinken', eigentl. 'den Schluck mit zusammengekniffenen Lippen prüfen, genießerisch trinken' [allg.]; vgl. PfWB Pfetzer 3. Syn. s. PfWB trinken. —
7. 'anbringen (beim Lehrer, Vorgesetzten), verraten', Schülerwort. Nemm dich in acht, der petzt [KL-Kindsb, verbr.]; vgl. PfWB verpfetzen. — Die Herkunft des Wortes ist ungeklärt. — RhWB Rhein. VI 641/42 petzen; Saarbr. 154; ElsWB Els. II 142; Bad. I 1999/200; Hess.-Nass. II 601 ff.; Mainz 168.