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 PfWB Tüpfen-flicker (Bd. 2, Sp. 632)   PfWB Zinn(en)-gießer (Bd. 6, Sp. 1622)   PfWB Flicker (Bd. 2, Sp. 1454) 
 -flicker m.: 'Häfner, der auch schadhafte Töpfe zusammendrahtet', -flicker [RO-Hallgt verbr. Gal]; vgl. PfWB Tüpfenmacher. Fingerspiel: Das is 's kleen Fingerche, das is 's gold Ringelche, das is de lange Mann, das is de Tippeflicker, un das is de Lausknicker; dabei werden die Finger des Kindes vom kleinen Finger bis zum Daumen angefaßt [ Gal-Ottenhs]; vgl. PfWB Tüpfenlecker. Südhess. I 1851; RhWB Rhein. I 1575. —

 

  -gießer m.:
1.
a. '(fahrender) Handwerker, der altes Zinngeschirr einschmilzt und zu neuem umgießt, Geschirr usw. flickt', Zinngießer [KU-Kaulb, vereinzelt, Seebach Wandergewerbe 28]. »In gewissen Zeitabständen, besonders vor der Kerwe, kam in die Dörfer der Zinnegießer ... Bis in die Zeit vor dem Weltkrieg waren die fahrenden Zinngießer noch anzutreffen« [O. Bertram: Oliglicht und Zinnlöffel. In: NSZ Rheinfront 20. 4. 1940]. —
b. 'Spengler, Blechschmied', scherzh., Zinnegießer [KU-Nd'staufb ZW-O'aub KL-Schneckhs BZ-Klingmst], Zinn- [IB-Habkch ZW-Walshs PS-Harsbg Windsbg,

[Bd. 6, Sp. 1623]
Otterstetter 185]; Syn. s. PfWB Blechschmied, PfWB Spengler. —
2. 'altes, abgebrauchtes Messer', Dim. Zinnegießche [ KU-Wolfst]; als Rebmesser verwendet [ KU-Wolfst]; vgl. PfWB Krottengikser, PfWB Zinngießermesser. — Rhein. IX 803.

 

  Flicker m.: 'wer etwas flickt', vgl. PfWB flicken 1, nur in Zs. PfWB Pfannen-, PfWB Poten-, PfWB Tüpfen-, PfWB Hafen-, PfWB Kandel-, PfWB Kannen-, PfWB Kessel-, PfWB Knochen-, PfWB Korb-, Schirm-, PfWB Schlappen-, PfWB Schuh-, Siebflicker; vgl. auch PfWB Flickfrau. Südhess. II 800; RhWB Rhein. II 603; Bad. II 177.