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 PfWB dulfen (Bd. 2, Sp. 598)   PfWB Blauel-loch (Bd. 1, Sp. 997) 
   dulfen schw.:
1.
a. '(Hanf oder Flachs) mit der Dulfe brechen', veraltet, dulfe (dulfə) [LA-Hainf BZ-Dernb GH-Weingt Germh Schandein Bav. IV/2, 363, 381]; vgl. PfWB brechen2, PfWB dolchen2, PfWB blaueln 2. a. 1679: etlichen weibern vor 13 tage Hanf zu dulffen und zu brechen [Gg-HospR]. —
b. 'Hanf über dem Dulfloch rösten', veraltet [NW-Geinsh Wilde 88]. —
2. übertr. einen d.
a. vom früher (bis etwa 1880) üblichen Brauch, den erstmalig beim Hanfbrechen Helfenden über die Dulfe zu legen und mit dem Brechmesser zu bearbeiten, dulfe [ KU-Schmittw/O KL-Fischb NW-Haßl]. —
b.
α. 'prügeln', dulfe [verbr. VPf KU-Schmittw/O RO-Semb Don-St. Anna], dolfe [ PS-Hintwdth]. Zs. PfWB abdulfen. Syn. s. PfWB verhauen. Ich dulf dich! [Wilde 91]. Mer hun'n gedulft [ KU-Schmittw/O]. —
β. 'schelten', dulfe [Spey]. Syn. s. PfWB schelten. —
c. tulfe 'übermäßig trinken' s. PfWB tulpen. — Südhess. I 1810; ElsWB Els. II 680; Bad. I 588/89.

 

 -loch n.: 'Dulfloch', bei der Hanfverarbeitung, s. PfWB dulfen, Blaulloch [SPf].