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| PfWB trüpfsen (Bd. 2, Sp. 574) | PfWB tropfsen (Bd. 2, Sp. 544) | |||||||||||||||
1. 'in Tropfen fallen'. a. von einzelnen Tropfen, vgl. PfWB tröpfeln 1 a. Es fangt an zu troppse 'Es beginnt zu regnen' [ ZW-Bechhf Zweibr KB-Kriegsf], se treppse [Bliesg (PfId. 142) Gal-Dornf]. Es treppst (e bissi) 'Es fallen einzelne Tropfen, es regnet schwach' [ KU-Schmittw/O WD-Niedkch]. SprW.: Reent's [Bd. 2, Sp. 545] net, so treppst's doch 'Auch der kleine Gewinn ist willkommen' [Kaislt, ähnlich Don Gal Buch]; Var. s. bei PfWB tröpfeln 1 a. — b. 'in feinen Tropfen fallen, fein regnen'. 's treppst [KL-Spesb, verbr. WPf]; vgl. PfWB tröpfeln 2, PfWB tröpfseln 2. Syn. s. PfWB rieseln. — 2. a. 'Flüssigkeiten tropfenweise abgeben'. α. Er is so naß, daß er treppst [ KU-Schmittw/O ZW-Battw], trippst [ KU-Diedk]. — β. Gewiddel, do muß eem jo die Gosch troppse 'der Mund wässern', beim Anblick eines leckeren Mahles [PfRSch. 22. 9. 1927]. Viel Sorte prima Obst, wo em jo heit es Maul noch troppst [Münch Weltgesch. 18]. — γ. vom Triefen der Nase. Die Nas troppst'm [verbr. VPf KU-Brück], treppst [ KU-W'mohr RO-Als NW-Kallstdt LA-Maik]; vgl. PfWB tröpfeln 1 b. — δ. Die Rewe troppsen, bei starkem Safttrieb [ LU-Alsh]. — ε. von der Dachtraufe. 's Dach treppst [KU-Schmittw/O KL-Gimsb u. Umg. KB-Kriegsf FR-Kindh Gal-Dornf]. WR. (scherzh.): Wann die Dächer treppsen un die Hinkel hängen die Schwänz, do räänt's gern [ FR-Kindh]. — b. 'Flüssigkeiten tropfenweise durchlassen'. α. Das Faß treppst 'ist undicht' [ RO-Würzw]. — β. Der isch so zottlig, daß ihm de Aarsch treppst, von einem, der in zerrissenen Kleidern daherkommt [ ZW-Battw]. — 3. 'in Tropfen gießen, träufeln'. Für die Behandlung von Zahnweh: uf Watt e bißche Jod treppse losse un uf de Zahn bringe [ KL-Fischb]. — Intensivbildung zu tropfen mit der ahd. Ableitungssilbe -azzen, mhd. -ezen; vgl. ähnliche Bildungen in PfWB huppsen, PfWB gacksen. — F.: drǫbsə vorn. VPf, seltener WPf u. NPf, auch Don-Alexanderhs; drebsə vorn. WPf u. NPf, seltener VPf, Gal-Obl; drębsə in IB-Bierb WD-Niedkch Gal-Dornf; dribsə (durch Hebung e > i) in KU-Diedk Breitb Don-Bulkes Gert Neufeld Gottlob. — Südhess. I 1759 troppsen, 1760 tröppsen; RhWB Rhein. VIII 1396; Saarbr. 51 dripse; LothWB Lothr. 104 dripen; Bad. I 569 troppsen.
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