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 PfWB trossen (Bd. 2, Sp. 548)   PfWB fort-trossen (Bd. 2, Sp. 1555) 

[Bd. 2, Sp. 548]
   trossen1 schw.:
1. intrans.
a. 'reisen, wandern, marschieren', trosse (drǫsə) [verbr.]; vgl. PfWB pilgern 2, PfWB posten. Zs. PfWB ane-, PfWB fort-, PfWB heimtrossen. Mer missen uf Landaag (Landau) t. [ LA-Nd'hochstdt]. Un so dun se haamwärts t. [Kühn Hamet 71]. Do kann mer t. 'lang marschieren, bis man das Ziel erreicht' [ BZ-Heuchh]. Aich sin (Ich bin) getroßt un getroßt un sin an kään Enn kumm [ KU-A'glan]. —
b.
α. 'schnell gehen, laufen'. Die sin awwer getroßt! [ PS-Erfw RO-O'mosch Nd'mosch LU-Alsh NW-Wachh LA-Wey Venn Gommh]. Vgl. hierzu die Kniereiterreime bei troß. Syn. s. PfWB laufen. —
β. sich t.
αα. '(schnell) weggehen, sich entfernen'. Troß dich! [ IB-Nd'würzb]. Syn. s. PfWB weggehen. - -
ββ. 'sich bei der Arbeit beeilen'. Du muscht dich trosse, sunscht werscht de net fertich! [ KL-Reichb, KU-Roßb]. —
c. 'herumlaufen, sich herumtreiben', bes. von kleinen Kindern; de ganze Dag t. [ KU-Etschbg]. Zs. PfWB herumtrossen. —
d.
α. 'langsam, gemütlich gehen' [ ZW-Bechhf NW-Haßl BZ-Klingmst]; vgl. PfWB trotteln1 1 a. Syn. s. PfWB gehen. Auch von langsamer, gleichbleibender Beschäftigung: Er troßt so weider un werd net fertich [ ZW-Battw]. —
β. sich t. 'verweilen'. Er hat sich net lang getroßt [ KU-A'glan]. —
2. trans.
a. 'kleine Besorgungen machen', vgl. PfWB Trosse1 1 [Kaislt PS-Schmalbg]. —
b. 'auftreiben, beschaffen' in den Zs. PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB zusammentrossen. — Aus altfrz. trosser '(auf Gepäckvieh) aufladen', das sich im deutschen Sprachraum schon in älterer Zeit in der Bed. 'laufen, traben' findet; vgl. DWB DWb. XI/1, 2 Sp. 900. — Südhess. I 1762; RhWB Rhein. VIII 1397; Saarbr. 212; LothWB Lothr. 106; Bad. I 570.

 

  -trossen schw.: 'langsam weggehen', -trosse [GH-Kand Krieger 61]. So is'r ruhig fortgetroßt [Kühn Hamet 12]. Na, hat er sich endlich fortgetroßt? [Münch Höll.- u. Himmelf. 22]; vgl. PfWB trossen 1, PfWB fortgehen I 1 a. Südhess. II 911. —