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 PfWB Tropfen (Bd. 2, Sp. 543)   PfWB Zahn-tropfen (Bd. 6, Sp. 1529) 
   Tropfen m.:
1. wie schd., Troppe (drǫbə) [fast allg.], Tropfe (drǫbfə) [SOPf, s. K. 1, Linie Appel-Apfel]. Pl. wie Sing. Dim.: Treppche, Trepp(e)lche [WPf NPf nördl. VPf], Trepp(e)l [mittl. u. südl. VPf], Trepfel [ GH-Scheibhdt Berg Neubg]. —
a. 'Regentropfen'. Es reent dicke Troppe [nördl. VPf, allg]; Troppe wie Gummerekern (Gurkenkerne) [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB Tautropfen. SprW.: Steerer Troppe heelt de Stäin 'Steter Tropfen höhlt den Stein' [ KU-Schmittw/O]. BR.: Soviel Troppe, soviel Schoppe [ NW-Forst]. KR.: Sunnereenche, Troppetränche, loß mich bißche wachse [ Gal-Dornf]. Reene, reene, Treppche, fall mer uf mein Keppche, fall mer net denewe, daß ich lange lewe! [KL-Wörsb Mackb Schandein Bav. IV/2 S. 352]. 's reent dicke Troppe, die Buwe muß mer kloppe; die Mäd muß mer schone wie die Zitrone [ KB-Biedh, KU-Bedb RO-Obd NW-Frankeck SP-Mechth BZ-Albw Gal-Schönth]. Var. hierzu s. bei PfWB Federbett, PfWB Kaffeebohne, PfWB Kopf. Roter Fuchs, dein Hoor gehn an, schitt e Treppel Wasser dran; 's Bergel nuff un's Kämmerle nein, will ken roter Fuchs mehr sein [Heeger Tiere II 21]; denselben Spruch für einen Rothaarigen s. bei PfWB angehen I 3. —
b. von den Tränen. Dicke Troppe sin'm die Backe nunnergelaaf [NPf, allg.]. —
c. von der tropfenden Nase. Dem hängt e Treppl an der Nas [ PS-Erfw], e Treppche an de Nons [ KU-W'mohr]. Scherzfrage an einen, dem die Nase tropft: Gell du brennscht Schnaps? [ LA-Nd'hochstdt]; vgl. Branntwein-, Schnapströpfchen. Rätsel: Was is heller wie Glas?Das Treppche unner deiner Nas [Gal-Neu-Chrusno, verbr. Gal]. —
d. vom Schweiß. Die Troppe stehn'm uf de Stern [ PS-Erfw, allg.]. Zs. PfWB Schweißtropfen. RA. (scherzh.): E Tropfe Maurerschwääß koscht e Daler [Wasgau-Bote Nr. 8/1934]. —
e. vom Blut. Mer meent, er hätt kee Troppe Blut meh in sich, von einem Bleichen [ Gal-Dornf]. Zs. PfWB Blutstropfen. RA. (Ausdruck des Schreckens): Wann mich eens g'stoche hätt, hätt ich keen Troppe Blut gewwe [VPf, verbr.]. Volksgl.: En Droppe Blut aus'm linke kleene Finger 'me Mädl ins Wasser gedun, macht sell Mädl 'm Mann, wu's dut, nohlaafe [Fogel Beliefs Penns Nr. 197]. —
f. vom Wein; e guder Troppe [allg.]. Des is e gut Treppel [VPf], e gut Treppche [WPf NPf]. 's geht nix iwwer e gut Treppel [ NW-Haßl]. Bei Weinversteigerungen: Jetzt kummt en feiner Troppe, do werren'r eich drum roppe [PfRSch. 4. 2. 1934]. —
g. von Arzneien. De Doktor hot'm Troppe ver-

[Bd. 2, Sp. 544]
schriwwe [nördl. VPf, allg.]. Ein Mittel gegen Zahnweh: grine Troppe [ KU-Krottb]. Zs. PfWB Gift-, PfWB Herz-, PfWB Hoffmanns-, PfWB Husten-, PfWB Kolera-, PfWB Zahntropfen. —
2. übertr.
a. 'ein wenig'; e Treppche trinke [ KU-Hachb KL-Enkb KB-Kriegsf]. Aus einem Lied: Trink' mer noch e Treppche aus dem schiene Henkelkeppche! [KU-Reiffb, verbr. Gal]. Ich han noch keen Troppe gefrihstickt [Krieger 6]. Die drei Treppcher dun uns nix, wenn es leicht regnet [Kaislt]. 's is kee Treppche Millich meh im Haus [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB Träne 3. —
b. Pflanzennamen, s. PfWB Blutstropfen 2, Weintröpfchen. Südhess. I 1757/58; RhWB Rhein. VIII 1392 ff.; Saarbr. 212; LothWB Lothr. 106; ElsWB Els. II 763; Bad. I 568/69.

 

 -tropfen Pl.: 'in Tropfenform verabreichtes Mittel gegen Zahnschmerz', -troppe [ RO-Schweisw KB-Kriegsf]. —