Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB Dritt-klässer (Bd. 2, Sp. 529)   PfWB dritt (Bd. 2, Sp. 526)   RhWB dritte (Bd. 1, Sp. 1501) 
  Dritt-klässer m.: 'Schüler der dritten Volksschulklasse', Dritt-, Drettklässer, s. PfWB dritt [verbr.]. —

 

   dritt Num.: wie schd., dritt, drett, s. F. [allg.]. Er hat schun die dritt Fraa [Kaislt, allg.]. Des is 's dritte Laide 'das dritte Läuten der Kirchenglocken vor Beginn des Gottesdienstes' [ LU-Oggh]; vgl. PfWB Drittes 2, PfWB Drittläuten. Mer dun

[Bd. 2, Sp. 527]
de Wein zum dritte Mol ablosse [ RO-Rehborn]. Mer känne de Klee (auch: 's Gras) es drittmol mähe [ IB-Ballw]; dazu auch: de dritt Schnitt [ HB-Schwarzack], die dritt Schur [ BZ-Albw], de dritt Klee [ RO-Als], 's dritt Gras [ ZW-O'aub], 's dritt Fuder [ GH-Vollmw], 's dritt Grummet (!) [ KB-Stett], vgl. PfWB Drittes 1. SprW.: Unrecht Gut kummt nit uf de dritte Erwe [ BZ-Dierb Don-Schowe Torscha]. Weitere SprW. s. bei PfWB Abgast, PfWB allein 1, PfWB prozessen, PfWB Teufel I 2. Sie sin zu dritt [fast allg.], mit de dritt, dass. [Kus]. Bei Versteigerungen erteilt der Ausrufer den Zuschlag mit den Worten: Zum erschde, zum zwette, zum dritte! [Kaislt, allg.]. Ausruf bei einem Schleuderspiel: Kessel, aant (der eine), zwätt, dritt! [ KU-Lauteck]. a. 1582: Dargegen ist pfaarer daß dritte theil an faßellviehe zu halten schuldig [PfWeist. II 525 (FR-Flomh)]. — F.: weit verbr. drid; dred in KU-Kaulb Kreimb südl. VPf mit den Außenorten LA-Edk—Venn-O'hochstdt—GH-Nd'lusdt—Lingf—Sondh im Norden (s. Bertram § 78) und BZ-Gleisz/Gleishb—Kapell— Hergw—GH-Erlb—Hatzbühl—Max'au—Leimh im Süden (s. Heeger Südostpf. § 8). — Südhess. I 1740/41; RhWB Rhein. I 1501; LothWB Lothr. 105; ElsWB Els. II 768; Bad. I 563.

 

  NRhWB dritte Rhfrk drit, flekt. -də; Mosfrk, Rip dret(ə); doch daneben je nach der Entwicklung von i auch -a-, –ǫ-, –-, –ę-, –ø-; Köln -ei- u. -e-; SNfrk dridə, –e- u. da, wo da(r)tig (dreissig) beginnt, wie auch Klevld da(r)də, –ę-, –ǫ- [MülhRuhr dridə; Remschd -ei-] Zahladv.: 1. wie nhd. RA.: Gehe ich mit? Abschl. Antw.: Zwei send er genog, de dredde es zevill Jül-Röding. Hauen er sek twei, dann freut sek de dredde Elbf. Fragt man einen Eselsführer: Wohin ihr zwei? Antw.: Am dritte vorbei Boppard. Et kemmt net op den dratten Erwen Bitb. (Den) Drette afschlage Spiel, wie nhd. Se let de Lepp hange bes op et dreide Reihlok Kref-Osterath. De drett Frau brengk Schöpp on Hau zum Grabmachen Schleid. Op et elfondärtjes aufs allerfeinste Mörs. Am dredden Dag stenkt der Gast Mettm, Sol. Den Inbeld (eingebildete Krankheit) es schlemmer as de dardendagse Kors (Wechselfieber) Klevld. — Friese Geld-Leuth, Mörs-Xanten. — 2. ze drett wie nhd.; Rip auch ze drets; Aach dreits; Bitb seines drattens; Prüm-Ihren senges drottems; Bitb-Speicher de drattert. Beim Kartensp. hat man eine K. ze dreits stoəh, wenn man ausser ihr noch zwei Beikarten derselben Farbe hat Aach; de Mann as eweil alt seines drattens am Bedienst Bitb-Dudeld; se druschen hirens drottems Prüm-Ihren. — 3. zur Bezeichnung der Reihenfolge im Spiele, der dritte, dretter; doch vielfach anders flektiert: dritərt Gummb, Ahrw-Löhnd; dreits Aach; drets MülhRh, Wermelsk, Grevbr-Wickr, Heinsb-Breberen; drīts MGladb-Odenk; drēts Aach-Eilend; dreks Aach-Höngen; trits Erk-Rurich [Reihenfolge hier: an, nop, trits, leisch (letzter)]. — 4. et Drettche beim Fangsteinsp. der dritte Gang, wobei drei Steine zugleich aufzuraffen sind Verbr. [Dreətches Aden-Dollend; Drötterchen Altk-Mehren; Dridder Simm-Laub; Dreatter Merz-Haustdt]. — 5.a. Dritter unregelmässiger Riss im Kleid Goar-OGondershsn. — b. den Dratter(t) schlohn Dreischlag beim Dreschen Bitb.

[Bd. 1, Sp. 1502]