trischaken schw.: 1. 'körperlich und seelisch quälen, peinigen', trischake, s. F. [verbr. westl. WPf Kühn Hamet 139 Schandein Bav. IV/2, 248 Don-Tscherwk], trischache [ KU-Rothsbg PS-Harsbg], treschake [PfId. 36]; vgl. PfWB trischakeln, PfWB trischakieren, PfWB trischaksen. Zs. PfWB vertrischaken. Syn. s. PfWB quälen. Der kann em trischake [ KL-O'arnb]. Trischak die Peer (Pferde) net so! [ KU-Blaub]. — 2. 'ein Tier herumjagen, scheuchen'. 's Kind trischacht die Hinkel [ KU-Rothsbg]. Zs. PfWB herumtrischaken. — 3. 'prügeln', dreschake [PS-Bundth PfId. 36]; vgl. PfWB dreschen 2 a. Syn. s. PfWB verhauen. — Nach DWB DWb. II 1420 u. LothWB Lothr. 104 geht das Wort auf ein italienisches Hasardspiel mit drei Karten (tre sciacchi) zurück. — F.: Die Gewährspersonen schreiben meist trischake, drischage; driˈāgə gilt mit Sicherheit für KU-Kaulb Adb Dietschw HB-Nd'bexb RO-Rehborn KL-Weilb, driˈāxə für KU-Rothsbg PS-Harsbg. — Südhess. I 1739; RhWB Rhein. I 1498 drischaken, VIII 1296/97 traschaken; Saarbr. 12; LothWB Lothr. 104; ElsWB Els. II 765/66; Bad. I 562. | | ver-gälstern schw.: einen v. 'verängstigen, in fassungslosen Schrecken versetzen', ve(r)gelschdere (-geldərə, seltener -gęl-) [verbr., auch Auslandspfälzer], (-gēl-) [Kus]. Syn.: PfWB ängstigen, PfWB aufgälstern, PfWB beizen 2 b, PfWB trischaken 2, PfWB eingälstern, PfWB -schüchtern, PfWB entsetzen 3, PfWB erschrecken1, PfWB verabern 2 b, PfWB verängstern, PfWB verängstigen, PfWB verbabeln, PfWB verbälen, PfWB verbaschen, PfWB verbasern, PfWB verbeizen 1, PfWB verburbeizen, PfWB verdabern2, PfWB vergäcksen, PfWB vergeistern, PfWB verscheuchen 2, PfWB verscheuen, PfWB verschrecken 2, PfWB verschüchtern, PfWB verstabern, PfWB vertuschieren. Vegelschder mer das Kind net so! [ KL-Gimsb]. Zumeist im Part. Perf.: Er guckt ganz vergelschdert [ FR-Bockh]. Er macht e vegelschdert Gesicht [ KU-Kaulb]. Du bischt emol e vegelschdert Hinkel, e v. Gäiß [ KU-Schmittw/O]. Du stehscht do wie so'n vergelschterter Gaul [Reichard Penns 389]. — Mhd. vergalstern 'verzaubern'; zum Grundw. vgl. PfWB aufgälstern. — Südhess. II 487; RhWB Rhein. II 993; Saarbr. 77; LothWB Lothr. 142; ElsWB Els. I 215; Bad. II 59 vergelstern. | | ver-stabern schw.: 'starr werden vor Angst, vor Kälte', ve(r)stawwere [verbr. südl VPf Don-Tscherwk]; meist im Part. Perf., und in dieser Form weit verbr. Syn. s. PfWB vergälstern. Er is ganz verstawwert 'verblüfft, verstört, fassungslos' [KU-Trahw, verbr., auch Don Gal Buch]. Er guckt ganz v. [ FR-Bockh]. Er macht e v. Gesicht [KU-Schmittw/O, verbr.]. Mein Karlche awwer is e Oos un werd net gleich v. [Weber 34]. Wie ich awwer mol ufgetrumpt hun un ortlich geschännt hun, do war se dann ganz v. [ Gal-Josbg]. Ich war (vor Kälte) ganz. v. [BZ-Albw, verbr.]. Das Kend esch ganz. v. im Houf g'sesse [ GH-Zeisk]. — Subst.: e Verstawwerder 'ein Ängstlicher' [ KU-Schmittw/O Kaislt]. — Intensiv zu verstaben, DWB DWb. XII/1, 1517/18. — Südhess. II 634; RhWB Rhein. VIII 484; Saarbr. 220; LothWB Lothr. 154; ElsWB Els. II 567; Bad. II 112. |
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