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 PfWB trischaken (Bd. 2, Sp. 526)   PfWB ver-gälstern (Bd. 2, Sp. 1160)   PfWB ver-schrecken (Bd. 2, Sp. 1271) 
   trischaken schw.:
1. 'körperlich und seelisch quälen, peinigen', trischake, s. F. [verbr. westl. WPf Kühn Hamet 139 Schandein Bav. IV/2, 248 Don-Tscherwk], trischache [ KU-Rothsbg PS-Harsbg], treschake [PfId. 36]; vgl. PfWB trischakeln, PfWB trischakieren, PfWB trischaksen. Zs. PfWB vertrischaken. Syn. s. PfWB quälen. Der kann em trischake [ KL-O'arnb]. Trischak die Peer (Pferde) net so! [ KU-Blaub]. —
2. 'ein Tier herumjagen, scheuchen'. 's Kind trischacht die Hinkel [ KU-Rothsbg]. Zs. PfWB herumtrischaken. —
3. 'prügeln', dreschake [PS-Bundth PfId. 36]; vgl. PfWB dreschen 2 a. Syn. s. PfWB verhauen. — Nach DWB DWb. II 1420 u. LothWB Lothr. 104 geht das Wort auf ein italienisches Hasardspiel mit drei Karten (tre sciacchi) zurück. — F.: Die Gewährspersonen schreiben meist trischake, drischage; driˈāgə gilt mit Sicherheit für KU-Kaulb Adb Dietschw HB-Nd'bexb RO-Rehborn KL-Weilb, driˈāxə für KU-Rothsbg PS-Harsbg. — Südhess. I 1739; RhWB Rhein. I 1498 drischaken, VIII 1296/97 traschaken; Saarbr. 12; LothWB Lothr. 104; ElsWB Els. II 765/66; Bad. I 562.

 

   ver-gälstern schw.: einen v. 'verängstigen, in fassungslosen Schrecken versetzen', ve(r)gelschdere (-geldərə, seltener -gęl-) [verbr., auch Auslandspfälzer], (-gēl-) [Kus]. Syn.: PfWB ängstigen, PfWB aufgälstern, PfWB beizen 2 b, PfWB trischaken 2, PfWB eingälstern, PfWB -schüchtern, PfWB entsetzen 3, PfWB erschrecken1, PfWB verabern 2 b, PfWB verängstern, PfWB verängstigen, PfWB verbabeln, PfWB verbälen, PfWB verbaschen, PfWB verbasern, PfWB verbeizen 1, PfWB verburbeizen, PfWB verdabern2, PfWB vergäcksen, PfWB vergeistern, PfWB verscheuchen 2, PfWB verscheuen, PfWB verschrecken 2, PfWB verschüchtern, PfWB verstabern, PfWB vertuschieren. Vegelschder mer das Kind net so! [ KL-Gimsb]. Zumeist im Part. Perf.: Er guckt ganz vergelschdert [ FR-Bockh]. Er macht e vegelschdert Gesicht [ KU-Kaulb]. Du bischt emol e vegelschdert Hinkel, e v. Gäiß [ KU-Schmittw/O]. Du stehscht do wie so'n vergelschterter Gaul [Reichard Penns 389]. — Mhd. vergalstern 'verzaubern'; zum Grundw. vgl. PfWB aufgälstern. — Südhess. II 487; RhWB Rhein. II 993; Saarbr. 77; LothWB Lothr. 142; ElsWB Els. I 215; Bad. II 59 vergelstern.

 

   ver-schrecken:
1. intrans., st.:
a. 'in Schrekken geraten', ve(r)schrecke (-regə) [fast allg.], (-ręgə) [ KU-Dietschw IB-Bliesmg/Bolch Gal-Dornf]. Do verschreckt mer jo, wammer 'ne sieht, von einem häßlichen Menschen [ KL-Bann]. Maria un Josepp, bin ich alleweil verschrocke! [ BZ-Hofstätt]. Do kammer jo in de Dood enin veschrecke [ KU-Schmittw/O]. Die sieht aus wie vor'm Dood verschrock, Bezeichnung großer Blässe [ FR-Bockh]. WR.: Verschreckt dr Dachs uf Lichtmeß, Forts. s. PfWB Bau 4 a. —
b. adj. Part. Perf. 'ängstlich, mutlos', Gegensatz zu 'unerschrokken'. Ich sieh heit noch des verschrocke Gesicht [ KL-Enkb]. Der is net so verschrocke [ Gal-Dornf]. Ich bin en verschrockener Mann [Beam Penns 34]. Ich han ganz vestawwert gedun un veschrock [Feierowend Nr. 29/1965 S. 4]. —
2. trans., schw. 'in Schrecken setzen'. Syn. s. PfWB vergälstern. Du hoscht mich awwer veschreckt! [ KB-Harxh, allg.]. Volksgl.: Wann epper 'jemand' der Schlickser hot, soll mer'n verschrecke [Fogel Beliefs Penns Nr. 1456]. — F.: Zur Verbr. der starken Formen des Part. Perf. vgl. die Linie gebroch/gebroche auf K. 1. In der adj. Verwendung ist die Form verschrocke auch in WPf u. NPf vertreten. — Südhess. II 620; RhWB Rhein. VII 1791; LothWB Lothr. 152; ElsWB Els. II 517; Bad. II 106/07.