Trine f.: 1. 'einfältiges Mädchen'. Des isch e Trinel [GH-Minf, verbr. südl. VPf], e dummi Trin [ KB-Bischh]. — 2. 'weinerliches Mädchen' [ BZ-Wind]. — Kurzform von Katharine. — Südhess. I 1732; RhWB Rhein. VIII 1365; Bad. I 560. | | PfWB Käthrin [Kátəri Hi.; Khatrí Hlkr. M.; ‘Xatrí Pfetterhsn.; Khatrin Hlkr. M. K. Z.; Khètrín Ndrröd.; Khètəræin Ndrlauterb.]; Käther [‘Xatər Roppenzw.; Khatər Steinbr.]; Käth [Khat U.] Katharina. Koseform Käthi [Khati Ammerschw.], Kathung (frz. Form. Caton), Trini, Tini, Nini; jüd. Treini Habsh. Demin. Käthel. ‘Do kummt z’ maist e Kammerädel nuf: ’S Herr Krachelmayers Käddel’ Pfm. III 7; Kätherle: ‘das Kätherle von Ensisheim’ ein berühmtes Geschütz, welches 1499 von den Schweizern in der Schlacht von Dornach erobert wurde Merklen 1, 241. 348. [Kátərínlə Hi.] Katharine ist Patronin der Müller, die an ihrem Tag feiern Als. 1851, 157. Wetterregel: Kathrine Losst dr Winter ine: am 25. Nov. steht der Winter vor der Thüre Ruf. Spw. Käthrin stellt s Tanze-n-in von dem auf den 25. Nov. folgenden ersten Adventssonntag ab darf bis zum zweiten Weihnachtstag nicht mehr öffentlich getanzt werden Str. Rda. geputzt (us sëʰn Z.) wie s Kättl im Herbst schmutzig, beschmiert, wie die Magd, [Bd. 1, Sp. 479b]
welche die Trauben zertritt Tieffenb. Kindervers: Kattriⁿ, tʰue d Hüener (n)iⁿ, loss dr Guckl laüfa, mⁱr wëˡˡn iʰn morn verkaüfa Banzenh., ähnl. Dunzenh., mit dem Zusatz: Mⁱr legen ⁱʰn uf dr Tisch Un metzgen ⁱʰn wie n-e Fisch Hi. Vgl. auch Stöber Volksb. 72. D schnëll K. Durchfall allg. ‘ich hab die schnelle Cattarina, das stoltz Ketherlin (den dünnen Jörgen)’ Martin Coll. 152. Zss. Käthrineⁿbluem, –nagel, Winteraster; –rösel; –tag; –märk; –zins. Häufig in zusammengesetzten Namen: Annekäth, Evekäth, Meikäth (Maria Katharina). — Schweiz. 3, 560. Bayer. 1, 1309. |
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