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 PfWB Dresch-flegel (Bd. 2, Sp. 491)   NRhWB Flegel (Bd. 9, Sp. 1192) 
   Dresch-flegel m.: Gerät zum Handdrusch, s. Abb. 33, Dreschfleel (-flēl) [nördl. WPf Gal], -fliel (flīl) [ RO-Duchr/O'hs], -flejel (-flejəl) [man-

[Bd. 2, Sp. 492]

cherorts nördl. WPf nördl. VPf], -flechel (-fleχəl, -fleəl) [mittl. u. südl. WPf], -fleggel (-flegəl, -fleöəl) [mancherorts nördl. u. mittl. VPf], auch schlechthin PfWB Flegel; daneben das in der mittl. VPf als Hauptform verbreitete Dreschschlegel, vgl. K. 96. Die Teile des D.s, wie er um 1900, für die Gewinnung von langem Heftstroh für den Weinbau teilweise noch bis 1925 in der Nordpfalz im Gebrauch war, s. Abb. 33: 1 Külpe(n) aus Hainbuche, Länge 60-65 cm, Durchmesser etwa 6 cm; 2 Kappe, ein breiter Riemen aus Schweinsleder, der durch den Ring 4 gezogen, über das verjüngte Ende des Külpens gestülpt und mit einem dünnen, durch Löcher der Kappe laufenden Schweinslederriemchen auf dem Külpen festgemacht wurde; 3 Rute aus Eschen- oder Nußbaumholz, etwa 160 cm lang, am unteren Ende (a) etwa 3 cm, am oberen (b) etwa 2 cm dick; 4 Metallhülse mit Ring, mit Nieten auf der Rute befestigt. (Strichzeichnung und Beschreibung nach Angaben von Bauer Heinrich Eberhardt, Bisch-

[Bd. 2, Sp. 493]

heim.) In älterer Zeit war auch der Rute eine Schweinslederkappe aufgesetzt. Ein mehrfach um die verjüngte Mitte beider Kappen gezogenes und fest verknotetes Lederriemchen stellte ein dem Külpen genügend Spielraum lassendes Gelenk (Mittelband) dar. Dreschflegel dieser Art hatte man auch in den pfälzischen Siedlungen in Galizien. Friher hot mer nor mim D. gedrosch [ KB-Bischh]. RA.: Er hot en Gelenk wie'n Dreschflejel [ NW-Kallstdt]. Ich meß der de Dreschflechel aan, Androhung von Schlägen [ GH-Nd'lustdt, PS-Gersb FR-Bobh LU-Maud NW-Kallstdt]. Südhess. I 1717; RhWB Rhein. I 1487; ElsWB Els. II 144; Bad. I 553.

 

  RhWB Flegel m.: 1.c. Drehflügel im Butterfass Dür-Stockh, Sol-Leichl (-?ə.n).