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 PfWB Trauben-schere (Bd. 2, Sp. 431)   DWB sesel (Bd. 16, Sp. 631) 
  -schere f.: 'Schere zum Abschneiden der Trauben', etwas kleiner als die Baumschere, -scher (-ēr) [ KB-Zell FR-Albsh NW-Kallstdt Wachh]; vgl. PfWB Traubenmesser. Südhess. I 1664; RhWB Rhein. VIII 1305. —

 

 sesel, m.
1) name einer südeuropäischen pflanze, bergfenchel, seseli Nemnich. Adelung. öcon. lex.2 2722. Behlen 5, 615; erst nhd. herübergenommen aus griech.-lat. σέσελι(ς), séseli(s), s. Weigand 2, 703 und Blumer geschlechtswandel s. 32: sesel, Graecis und Latinis, seseli. Dioscorides macht desz sesels vier geschlecht, das erste nennet er seseli Massiliense, disz ist allein im brauch in den apotecken, undn wirdt genandt seseli unnd siler montanum, item welsch steinbrech. Lonicerus kräuterb. 257 A; zirmet, sesel, silermontan, heisset griechisch und lateinisch seseli. Wirsung im reg. (unter zirmet); das vierdt geschlecht desz sesels wird bey uns genannt weisz hirtzwurtz. ebenda; vgl. Tabernaemont. 304 ff., s. auch Fuchs kräuterb. (1643) cap. 304. dazu seselsame, m. Campe: wan man aber sesel, oder seselsamen, .. ohn ein zusatz in einem recept findet, soll man allwegen den zirmet ... verstehen. Wirsung a. a. o.; zirmet oder seselwurtz gebrauch. ebenda; von dem seselkraut oder zirmet. Tabernaemont. 364 E. (oder sind alle diese stellen zu 2 gehörig?)
2) sesel oder seselkraut, eine pflanze in den südeuropäischen gebirgen, deren samen und sehr bittere wurzel officinell sind, rosskümmel, laserpitium siler (auch siler montanum, seseli montanum. Nemnich. (von 1 verschieden?)
3) gordylium oder tordylium, candianischer oder cretischer sesel, hat eine düne holtzichte, weisse wurtzel u. s. w. Hohberg 3, 1, 467a.
4) mittelrheinisch sesel (n.?), rebmesser, wol aus sehselîn, s. Schm. 2, 217.