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| PfWB Traube (Bd. 2, Sp. 424) | PfWB Meer-traube (Bd. 4, Sp. 1267) | |||||||||||||||||||||||
1. a. 'Weinbeere', (die) Traub (draub) [verbr.], (drauw) [ KU-Rothsbg], Trub (drūb) [ IB-Gersh Bliesmg/Bolch], Truwel [lothr. SWPf]; vgl. PfWB Traubenbeere, PfWB Berkel 1; gew. im Pl. gebraucht: Trauwe [verbr.], Trauwele [Ingb], Truwele [lothr. SWPf], Trube [ IB-Bliesmg/Bolch]; Dim.: Traibche (draibχə) [WPf NPf], Traiwel [ NW-Wachh], dazu der Pl. Traibcher [verbr.], Traiwelcher [ NW-Wachh]. Verkümmerte Traube: Herling. Die verschiedenen Rebsorten s. bei PfWB Wein. Zs.: Pilsen-, Fleisch-, PfWB Früh-, Jakobs-, PfWB Josua-, Jungfern-, Kilians-, PfWB Meer-, PfWB Quetschen-, PfWB Rolands-, PfWB Ruß-, PfWB Wanzentraube. Die Trauwe sein noch so hart; mer kann äine met dotschieße [ KU-Schmittw/O]. Die T. werren hell 'färben sich beim Reifen' [ LU-Fußgh]. De Newwel (Nebel) macht die T. dinnhaidich; die Sunn brot se [ NW-Kallstdt]. Die T. sein zeirich 'reif' [ RO-Rehbn]. [Bd. 2, Sp. 425] Die T. hawwen Brih 'sind saftig' [ BZ-Heuchh]. T. un Botterbrot schmacke gut sesamme [ KU-Schmittw/O]. Die Perenoschpra (s. PfWB Peronospora) isch an die T. kumme [ NW-Gimmdg]. Der kann die T. mit de Belzkapp hämtrache, so schlecht ist die Ernte ausgefallen [Kirchhbol]. RA.: Dem henken die T. zu hoch, wenn etwas unerreichbar ist [NW-Hardbg, verbr.]. In deine Wingert gibt's aach faule un wormiche T., Zurechtweisung eines Prahlers [VPf]. BR. s. bei PfWB August2, PfWB Bolle 1, PfWB büßen 4 a. Rätsel: 's geht en Mädel iwer de Rhein, bringt'm Herr vom beschde Wein, hot kän Kruck un hot kän Glas — rot emol, was isch das? (Trauben) [Hebel 121]. Einen KR. s. bei PfWB Blume (I 1031 Z. 41 ff.). Beim Kinderspiel 'Der Schütz und die Trauben' schließen die Kinder einen Kreis, der den Garten darstellt. Jedes Kind ist ein Traubenstock. Im Garten geht ein Kind umher, nascht an den Trauben und singt: Ach, was schmecken die Trauwe so gut. Der Schitz is net do, was bin ich froh. Der Schütz sitzt aber hinter einem Traubenstock. Auf die Frage des naschenden Kindes: Wieviel Mol hot de Schitz gepiff? pfeift dieser einmal, dann ein zweites Mal. Beim dritten Pfiff springt er auf und versucht, den Dieb zu fangen [Wilde 246/47]. Ein anders Spiel s. bei PfWB picken (I 886 Z. 23 ff.). a. 1628: Dieses 1628 Jahr sind die Trauben nicht zeitig worden, und hat deswegen einen saueren Wein gegeben [Niedhammer 84]. — b. 'volle Weinbeertraube', die Traub [SP-Heiligst GH-Erlb RO-Odh (jüngere Gener.)]; dafür jedoch zumeist der Trauwe (s. PfWB Trauben) u. Komposita mit Trauwe- (s. die Syn. bei Traubenklotz 1). — c. Traibcher, Pl. 'Johannisbeeren' [ KU-Brück]. — d. wilde Trauwe, Pl. 'Jungfernrebe (Vitis quinquefolia)' [allg. (Wilde 113)]. — e. Schreckhöfer Trauwe 'Schlehenpflaume (Prunus spinosa)', scherzh. [ KU-Schmittw/O]. (Der Schreckhof liegt nahe bei RO-Lettw.) — f. andere Pflanzen in den Zs. PfWB Johannis-, PfWB Schultraube, PfWB Katzenträublein. — 2. 'grüner Glasklicker', Verschluß von Seltersflaschen, Traub [ RO-Ruppeck]; 'heller Glasklicker' [ ZW-Dellf]; 'Klicker in der Größe einer Weinbeere', Traibche [ KU-Krottb]. — Südhess. I 1661/62; RhWB Rhein. VIII 1302 ff.; LothWB Lothr. 109 Truw; ElsWB Els. II 737 Traub, II 739 Trüwel; Bad. I 533.
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