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 PfWB träträträ (Bd. 2, Sp. 422)   PfWB Soldat (Bd. 6, Sp. 147)   PfWB Husar (Bd. 3, Sp. 1270) 
  träträträ: Schallw. für den Trompetenton, träträträ [Schandein Ged. 250]; vgl. PfWB trara.

 

   Soldat m.: wie schd., Soldat (solˈdād, solˈdd) [verbr., Höh 49], Saldat (salˈdād) [lothr. SWPf (Keiper Nachl.) BZ-Dernb PfId. 182 Lambert Penns 129 Beam Penns 84 Don-Schowe Torscha Krämer Gal 200], Salledat [Schandein Ged. 247], Seldat (sęlˈdād) [PS-Erfw GH-Kand, Heeger Südostpf. 24], (selˈdd) [Christmann Kaulb 8], (səlˈdād) [Mang 116, 212], Suldat [ RO-Rehborn]; Pl. -e [verbr.], Soldare [ KU-Schmittw/O LU-Alsh]; Zs.: PfWB Bock-, PfWB Trän-, PfWB Militär-, Salzsteuer-, PfWB Sechswochen-, PfWB Stadtsoldat; zu de Seldate kumme [ GH-Kand]. Er esch unner die Saldade kumme 'zum Militär gekommen' [ BZ-Dernb]. Er muß zu de Soldade [LU-Opp, verbr.]. Der is grad bei de Soldade [ NW-Freinsh]. Er will S. werre [ LA-Gommh]. E' Schnorres wie 'ne Salledat, / Den wichst er als mit Horbummad [Schandein Ged. 66]. Es ist schun zwanzig Johr jetzt grad, / War ich in Germerschem Soldat [Münch Werke I 73]. Uf eemol fange die Soldate / Zu zittre an an Leib un Wade [Münch Werke I 56]. Soldat sein heeßt mascheere; / Dem Friede ins Gesicht ... / Soldat sein heeßt pareere. / Daß eß Solda-

[Bd. 6, Sp. 148]
tepflicht [Ranssweiler 58]. RA.: Die sorchen em Keenich for Soldate, von Eltern, die nur Knaben als Kinder bekommen [ LA-Gommh]. AR.: Ein S. wollte Urlaub haben, / mußte erscht den Hauptmann fragen, / Hauptmann sagte nein, / eine Flasche Wein, / eine Flasche Bier / und du bleibst hier [ KB-O'wies]. VR.: Reide, reide, rade / so reiden die Soldade, / so reiden Herrekinner / wenn se noch klänwunzig sinne. / Wann se größer werden, / reiden sie auf Pferden, / wann sie größer wachsen, / reiten sie nach Sachsen, / wo die kleine Kinder / auf den Bäumen wachsen [ NW-Haßl]; Var. s. PfWB troß 1, PfWB trara, PfWB reiten, PfWB Sachsen. Soldade kummen mit Spieße / wenn (wollen) dein Haisel umschieße. / Bumm, bumm, bumm, / dein Haisel fahrt am Borrem rum [ BZ-Billh]. Froh lewen die Soldade, / de Bauer gebt de Brade, / de Gärtner gebt de Moscht, / das is Soldadekoscht [ RO-Würzw, Kaislt]. Dort drunne, dort drowwe, / dort steht e S., / der wackelt mit em Schnorres, macht Gummersalat [ Gal-Obl]. Weitere VR. s. PfWB plätschnaß, PfWB regnen 1. Kinderspiel: De Kaiser schickt sei Soldade aus: Die Spieler teilen sich in zwei gleichstarke Parteien auf, die jeweils eine Kette bilden. Jede Partei hat einen Kaiser, der ein Mitglied seiner Kette mit dem Ruf De Kaiser schickt sei Soldade aus, er schickt de NN, gegen die gegnerische Kette hetzt. Gelingt es diesem Mitspieler, die Kette zu durchbrechen, verliert die gegnerische Mannschaft eine Person, andernfalls muß der Angreifer bei den Gegnern verbleiben. So rennen abwechselnd die Gegner aufeinander an und das Spiel endet, wenn eine Mannschaft gänzlich 'aufgerieben' ist [ KL-Ottbg Kaislt]. a. 1629: Gott der Allmächtig wolle uns als ohne Soldats lang erhalten und uns vor solchen Stiefbrüdern gnädiglich behüten und bewahren [Niedhammer 85]. RhWB Rhein. VIII 189; LothWB Lothr. 426 Saldat; ElsWB Els. II 354.

 

   Husar m.:
1.
a. 'Soldat der (leichten) Reiterei', Husar (huˈsār) [KL-Gimsb BZ-Dernb (1925 nur noch in der Erinnerung der Ältesten)]. VR. s. PfWB trara 1, PfWB troß 1. a. 1693: Husaren und Schnapphahnen streifen fast täglich in der Gegend herum und belästigen die Einwohner [Eyselein 104]. —
b. s. PfWB Bibel-, PfWB Schlitz-, PfWB Wassersteinhusar. —
2. 'die Treibkugel im Spiel Hurrsau 1 a', Husar [ KU-Rathskch]. — Südhess. III 848; RhWB Rhein. III 1025; LothWB Lothr. 254; ElsWB Els. I 385; Bad. II 800.