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 PfWB Traget (Bd. 2, Sp. 400)   PfWB Kochet (Bd. 4, Sp. 395)   PfWB Traget (Bd. 2, Sp. 400) 
   Traget1, Tragets f.:
1.
a. 'soviel man auf einmal tragen kann, eine Traglast', bes. 'eine zusammengebundene T. Blätter, Gras, Holzreisig', zur Verbr. der Formen s. K. 70, Trachet (drāxəd, (dr-)) [verbr. mittl. u. südl. VPf PfId. 141 Kühn Hamet 139], Tragt [ Don Kernei], Traat (drād, drd) [WPf (teilweise neben PfWB Last, PfWB Bürde)Gal-Dornf Falkenst Slawitz], Trajet (drājəd) [Lambert Penns 43], Traachets (drāxəds) [ LU-Altr], Traats (drds) [ FR-Albsh]. Syn. s. PfWB Bürde. Er geht en Traachet Holz hole [ GH-Hördt]. Die schleppt e großi Traat [ HB-Kirrbg]. Du hoscht en schweri Traget [ BZ-Dernb]. —
b. 'schwere Last', Traat [ IB-Blickw KL-Stelzbg]. —
2. übertr.
a. 'große Portion Essen'. Was der sich e Traat gescheppt (in den Teller geschöpft) hat! [ KU-Bedb]. —
b. 'große Menge getrunkenen Alkohols'. Er hot sei Traat 'ist betrunken' [ ZW-Battw], Traget [ BZ-Dernb]. —
c. 'Tracht Prügel'. 's gibt e Tragit [ GH-Freckf], Traget [ BZ-Dernb].—Traget ist wie PfWB Backet und

[Bd. 2, Sp. 401]
PfWB Kochet eine Bildung auf -et. Die Herkunft dieses Suffixes, das »das Ergebnis einer Tätigkeit, namentlich aber eine gewisse Menge, die auf einmal erscheint« festhält, ist ungewiß (Henzen 177/78). Im Blick auf den historischen Beleg bei Tragend könnte vom Pfälzischen her das Part. Präs. als Ausgang mit in Betracht gezogen werden. Vgl. auch die parallele Entwicklung bei tragend/traget 'trächtig'. Tragets ist vielleicht eine Mischung aus Traget und PfWB Tragens; vgl. Südhess. I 1629. — LothWB Lothr. 98; Bad. I 524.

 

   Kochet, Kochent, Kochets, Kochents, Kochitn., f.: 'bestimmte Menge, die für eine Mahlzeit gekocht wird', Kochet (kǫxəd), Kochent (kǫxənd), Kochets (kǫxəds), Kochents (kǫxənds) [zur Verbr. dieser Formen s. K. 248], Kochit (kǫxid) [ PS-Erfw BZ-Völkw GH-Rh'zab]. Schandein Sprachsch. 27 u. PfId. 77 verzeichnen Kochet. Auslandspfälzer: Kochet [Lambert Penns 94 vereinzelt Gal (Alte)], Kochend [ Don-Tscherwk]. Syn.: PfWB Ims, PfWB Koch2, PfWB Koches, PfWB Kochem2, Kochers,

[Bd. 4, Sp. 396]
Kochert. Stell e Kochet Erwes (Erbsen) uf! [WD-Niedkch, verbr.]. Des langt fer e Kochets [ LU-Opp]. — F.: Das Suffix -et bezeichnet eine gewisse Menge, die auf einmal erscheint (Henzen2 § 113); vgl. PfWB Backet, PfWB Traget. Durch n-Einschub entstand Kochent. Kochets und Kochents, die in der NOPf in unmittelbarer Nachbarschaft erscheinen, weisen zusätzlich -s auf, das nach Südhess. III 1580 urspr. »als Endung des Teilgenitivs, der zum Nominativ wurde«, aufzufassen ist. Kochit läßt die Neigung zum Wandel von -ə- > -i- in der südl. VPf (einschl. O-PS) erkennen; vgl. z. B. das Nebeneinander von Hochzet und Hochzit 'Hochzeit' in dieser Gegend. — Die Angaben zum Gen. sind sporadisch; f. wird

[Bd. 4, Sp. 397]
in Lambert Penns 94 und für Don-Tscherwk angegeben, n. für NW-Kallstdt LA-Mörzh und die Gegend des Donnersbergs (PfId. 77). — Südhess. III 1580 u. 1581; RhWB Rhein. IV 1404/05; LothWB Lothr. 301 Kochersch; ElsWB Els. I 420.

 

   Traget1, Tragets f.:
1.
a. 'soviel man auf einmal tragen kann, eine Traglast', bes. 'eine zusammengebundene T. Blätter, Gras, Holzreisig', zur Verbr. der Formen s. K. 70, Trachet (drāxəd, (dr-)) [verbr. mittl. u. südl. VPf PfId. 141 Kühn Hamet 139], Tragt [ Don Kernei], Traat (drād, drd) [WPf (teilweise neben PfWB Last, PfWB Bürde)Gal-Dornf Falkenst Slawitz], Trajet (drājəd) [Lambert Penns 43], Traachets (drāxəds) [ LU-Altr], Traats (drds) [ FR-Albsh]. Syn. s. PfWB Bürde. Er geht en Traachet Holz hole [ GH-Hördt]. Die schleppt e großi Traat [ HB-Kirrbg]. Du hoscht en schweri Traget [ BZ-Dernb]. —
b. 'schwere Last', Traat [ IB-Blickw KL-Stelzbg]. —
2. übertr.
a. 'große Portion Essen'. Was der sich e Traat gescheppt (in den Teller geschöpft) hat! [ KU-Bedb]. —
b. 'große Menge getrunkenen Alkohols'. Er hot sei Traat 'ist betrunken' [ ZW-Battw], Traget [ BZ-Dernb]. —
c. 'Tracht Prügel'. 's gibt e Tragit [ GH-Freckf], Traget [ BZ-Dernb].—Traget ist wie PfWB Backet und

[Bd. 2, Sp. 401]
PfWB Kochet eine Bildung auf -et. Die Herkunft dieses Suffixes, das »das Ergebnis einer Tätigkeit, namentlich aber eine gewisse Menge, die auf einmal erscheint« festhält, ist ungewiß (Henzen 177/78). Im Blick auf den historischen Beleg bei Tragend könnte vom Pfälzischen her das Part. Präs. als Ausgang mit in Betracht gezogen werden. Vgl. auch die parallele Entwicklung bei tragend/traget 'trächtig'. Tragets ist vielleicht eine Mischung aus Traget und PfWB Tragens; vgl. Südhess. I 1629. — LothWB Lothr. 98; Bad. I 524.