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| PfWB Träger (Bd. 2, Sp. 399) | PfWB tragend (Bd. 2, Sp. 398) | PfWB gelt (Bd. 3, Sp. 178) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. von Personen. a. 'Sargträger', Trääer, Träjer, Träächer, Träger, Trajer, s. F. [allg.]. Zs. PfWB Toten-, PfWB Leichenträger. Man wählt gewöhnlich vier Träger aus der Nachbarschaft des Verstorbenen. Die Trääer krieje Lorbeerstraißelcher, die sie ins Grab werfen [ KU-Schmittw/O]. Zum gleichen Zweck erhält in FR-Kindh jeder T. eine Zitrone. Volksgl.: Wann die Dreeger, as en Dodes drage, vär'me Haus stoppe (stehenbleiben), sterbt eens aus sellem Haus [Fogel Beliefs Penns Nr. 574]. — b. andere T. in den Zs. PfWB Aus-, PfWB Boten-, PfWB Brief-, PfWB Butten-, PfWB Essen-, PfWB Fackel-, PfWB Fahnen-, PfWB Gepäck-, PfWB Holz-, PfWB Hotten-, PfWB Kerzen-, PfWB Kohlen-, Korb-, Kranken-, PfWB Kreuz-, [Bd. 2, Sp. 400] Leid-, Logel-, PfWB Mären-, PfWB Mist-, Neuigkeiten-, PfWB Ohren-, PfWB Sack-, PfWB Schleppen-, PfWB Spatzen-, PfWB Speis-, PfWB Wasser-, PfWB Zeitungs-, PfWB Zuträger. — 2. von Dingen. a. α. 'senkrechter Pfosten bei Bauten' [verbr.]. Zs. Säulenträger. — β. 'Deckenbalken' [ ZW-L'wied LU-Friesh LA-Gommh BZ-Dierb]. Zs. PfWB Eisen-, PfWB Holzträger. — b. = PfWB Tragschemel [FR-Grünstdt verbr. NW]. Zs. PfWB Mittelträger. — c. 'Tragband an Kleidungsstücken'; die Trächer am Scharz (Schürze) [ LU-Opp, allg.]. Zs. PfWB Hosen-, PfWB Rock-, Schurzträger. — F. trər WPf NPf nördl. VPf, trēər KU-Schmittw/O RO-Als, drjər KU-Bedb KL-Weltb Matzb PS-Geisbg Schmalbg LU-Opp NW-Freinsh, drgər u. drχər VPf Ost-PS, drājÄr PS-Fischb. Im Auslaut vielfach -Är, in der SPf -Ä. — Südhess. I 1628/29; RhWB Rhein. VIII 1277/78; Saarbr. 210; LothWB Lothr. 98; ElsWB Els. II 745; Bad. I 524.
| [Bd. 2, Sp. 399] gend. — Zu PfWB tragen, s. d. I 3 a. — F.: Die Formen lassen sich bei aller Mannigfaltigkeit geographisch gut voneinander scheiden: 1. Schwund von -n- bei Erhaltung des auslautenden -d (drāgəd, drāxed, drχəd) in der SOPf; 2. Schwund von -d und -n- (drāgə, drāxə, drājə) in der mittl. VPf; 3. Schwund von -d bei Erhaltung des -n(drān, drn) im Westteil der NWPf und mit zusätzlichem Schwund von -n- bei Erhaltung der Nasalierung des vorausgehenden Vokals (dran) in dem südöstlich daran anschließenden Gebiet (hierzu vgl. z. B. bn u. bn auf K. 30 bei Bein). Die Vollform (drāgənd, drāxənd) ist wohl eine jüngere verhochdeutschte Form von drāgəd, drāxəd. Der Gebrauch der partizipialen Formen beschränkt sich, wie aus den Angaben zur Verbr. zu ersehen ist, auf die SOPf (mit wenigen Orten der mittl. VPf) und die NWPf. An den südl. Teil der SOPf nach dem Westen anschließend erscheint neben drχdiχ (s. PfWB trächtig) bis westl. Pirmas die Bez. drāxiχ und im Südteil von IB driχ (s. PfWB tragig, PfWB trägig). Der größte Teil der Pfalz, der sich nach beiden Seiten der Hauptverkehrsstraße Mainz—Kaiserslautern—Saarbrücken nach N und S ausdehnt, gebraucht neben drād, drd 'trägt' das Syn. PfWB trächtig (drχdiχ), das offenbar aus dem Rhein-Main-Gebiet eingedrungen ist und die ältere partizipiale Form nach und nach verdrängt hat; die NWPf und die SOPf erweisen sich damit als deren Reliktgebiete. — Südhess. I 1630 tragicht; Rhein. VIII 1271 Z. 31/32; ElsWB Els. II 745; Bad. I 259 links Z. 54.
| 1. a. 'unfruchtbar'. α. von der Kuh, seltener von der Ziege; Hauptformen: gell (gęl, selten gel) und gelt (gęld, selten geld) [verbr., s. K. 153, Journ. 1787 S. 212 Heeger Tiere I 10 PfId. 51 verbr. Don Gal Buch Rußl]; selten belegte Formen: gääl (gl) [ BZ-Albw GH-Schaidt], geel [ KL-Morb NW-Lindbg BZ-Böllbn], gill [vereinzelt VPf], gilt [ NW-Niedkch GH-Mindlach]. Syn.: PfWB eitel 1 a α, PfWB gelz, PfWB leer, PfWB mans, PfWB unfruchtbar; vgl. auch PfWB behalten 2 a, PfWB Brummel 2, PfWB Brummer 2b, PfWB Brummler 2 b, PfWB Brummlerin 1, PfWB tragen 3 a, PfWB trächtig 1, PfWB tragend, tra(gen)ig, PfWB rinderig, PfWB Roller, PfWB Rollerin, Rollersin. Die Kuh lääft (geht, isch) g. [BZ-Steinf, verbr.]. Das is e geldi Kuh [RO-Messbhf, verbr.]. — β. von der Frau. Die geht g. [ RO-Dielkch]. Sie is e gelt Gäiß [ KU-Schmittw/O]. — b. 'nicht trächtig, unbefruchtet'. α. von der Kuh, von der Ziege (seltener als oben laα), gell [mancherorts VPf KU-Hohöll RO-Nd'mosch KL-Heilmosch IB-Aßw], geel [ NW-Esth], gelt [verbr. nördl. u. mittl. WPf NPf nördl. VPf vereinzelt SPf], galt [ KU-Odb FR-Hertlhs]. Er läßt die Gääß g. gehn [ RO-O'mosch]. a. 1603: Der Hofmann ist befugt, auf die Petersauw den Sommer über mit den Jungen Kelbern vnd dem gölt vieh ... zu treiben [Kurpf. A. 1044 2d, Bl. 56]. — β. vom unbefruchteten Hühnerei, gell [ NW-Lambr]. — c. 'keine oder nur wenig Milch gebend' [vereinzelt]. Die Kuh steht gelt [ Rußl-Spey]. RA.: Ich han e gelt Kuh kaaft 'ein schlechtes Geschäft gemacht' [ KU-Bechb]. — 2. a. gelde Feldhinkel 'Rebhuhnpaar ohne Jungen' [ KU-Schmittw/O]. — b. 'unverheiratet', gell [ KB-Mauchh]. — Südhess. II 1069 gält; RhWB Rhein. II 987 gäll, II 994 gält; Bad. II gält.
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