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| PfWB tragenig (Bd. 2, Sp. 399) | PfWB nieder-trächtig (Bd. 5, Sp. 150) | PfWB ge-mein (Bd. 3, Sp. 188) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. 'heimtückisch, boshaft, schlecht', nirrerträchdich, nidder-, s. PfWB nieder [verbr., auch Auslandspfälzer]; e nirrerträchdicher Kerl [ KL-Matzb]. Der hatt sich n. benomme [ FR-Albsh]. Das war e nirreträchdich Stick [KL-Lind (Höh 153)]. — 2. 'bescheiden, leutselig' [mancherorts südl. VPf]; vgl. PfWB gemein 2, 3a. De Kenich war wie en ganz niederträchdicher Mann [ BZ-Dernb]. — 3. 'untersetzt'. Jo do owwe isch mer so e niederträchtig Berschtel (Bürschlein) begegnet [Zahn Pläsier 238]. — Südhess. IV 988; RhWB Rhein. VI 203; LothWB Lothr. 383; ElsWB Els. II 741.
| 1. a. 'der Gemeine 1 gehörend oder zur Verfügung stehend'. Der Wald is gemääne [ KU-Bedb]. a. 1550: 10 Sh. hen wir geben von den gemeinen bornen zu fegen [Wenz 292]. a. 1552-57: der kopacker gefurcht oben zu die bach, vnden zu die gemein vihedriefft [SSp., SLgb. Leiningen 21]. a. 1700: gemeine Allment [GGA, Wachenheimer Renovation]. a. 1768: für Ausbutzung deren gemeinen Obstbaumen [Zweibr. I 1320 (KU-Schönbg)]. — b. 'was alle angeht', vgl. PfWB allgemein 1 a. a. 1717: So ein gemeinen gebott geschicht [PfWeist. I 1 (KU-Adb)]. — c. 'gemeinsam'. 's geht uf gemäine Koschde [ KU-Schmittw/O]. 14. Jh.: Item seindt die schöffen beeden herrn gemein [PfWeist. II 643 (KU-Glmünchw)]. a. 1547: ist gemein beeden dorffen Mauspach vndt Althornbach [ZweibrOABannb. 7]. — 2. a. 'einfachen Standes'; gemääner Soldat [ LU-Friesh Opp]; vgl. PfWB Gemeiner; gemeene Leit [Feierowend Nr. 31/1965 S. 5]; gemääner Mann [ PS-Erfw NW-Hardbg Gönnh]. a. 1547: Inn solcher bach hat mein gnediger Fürst ... mit Zerbeln 'große Fangnetze' zu vischenn vnndt der gemein man mit körbenn [ZweibrOABannb. 54]. — b. 'von einfacher Art, gewöhnlich'. a. 1425: von eyme gemeinen duche [LeinArch. (Löhne)]. a. 1587: 5 gemeiner zinnen platten [Westpf.Gesch.-Bl. 1903 S. 48]. — 3. a. 'leutselig, herablassend'; e gemaaner Mann [KU-Kaulb Kus Pirmas BZ-Dernb Annw Germh (Kühn Hamet Hamet 109)]. Der König isch e ganz gemeen Männel, wie du, Großvadder [Zahn Pläsier 92]. Mit de Reiffelbacher kann mer mache, was mer will; die sin gemääner Art [ RO-Callb]. — c. 'zutraulich, nicht scheu'. Des isch e gemäänes Vechelche [ LA-Frankw]. — d. 'ordinär, von niedriger Gesinnung'; e gemääner Kerl [LU-Böhl, verbr.]; e ganz Gemeener [Zweibr]; e gemaaner Hund [ FR-Bockh]; so e gemääni Hur [ KL-Reichb]. Zs. PfWB hundsgemein. — Unter schriftspr. Einwirkung ist auch die Lautung gəmain durchaus üblich. — Südhess. II 1236/37; RhWB Rhein. V 1043; LothWB Lothr. 194; ElsWB Els. I 688; Bad. II 359.
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