Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB trach(t)-bar (Bd. 2, Sp. 391)   PfWB Trag-bahre (Bd. 2, Sp. 392)   PfWB auf-bären (Bd. 1, Sp. 363) 
   trach(t)-bar Adj.: = PfWB trächtig, trachtbar [ FR-Heuchh Frankth KL-H'spey Gal-Dornf], trachbar [ KL-Neukch KB-Otth FR-Colgst NW-Gönnh], trachber [RO-Gaugrw Würzw Falkst verbr. KB FR], traachber [ FR-Flomh], trochber [ FR-Mörsch]. a. 1740: Eine Tragbahre Kuh [Kurpf. 940-42 (KU-Einöll)]. a. 1751: 1 drachbar rindt [Kurpf. 973-76 (FR-Flomh)]. a. 1788: dragbare Kuhe, tragbare Loß (Mutterschwein) [Kurpf. 1631/37 (KL-Steinwd)]. — Es fällt auf, daß die NPf (RO, KB), wo -g nach Vokal meistens schwindet (vgl. PfWB Tragbahre), den ch-Laut (trachtber u. trachber) bewahrt hat (-t- kann schwinden, wie z. B. in Krischkind 'Christkind'). Aus diesem Grunde ist hier beim ersten Wortteil von Tracht und nicht von tragen auszugehen. — Südhess. I 1622.

 

  -bahre f.: wie schd., Traa-, Trag-, Traachbahr (drā-, dr-, drāg-, drg-, drāx-, drxbār, -br,) zur F. des Bestimmungswortes s. PfWB tragen; -- in beiden Wortteilen bes. NWPf u. SOPf, seltener in andern Teilen der Pfalz; im Grundw. , wenn nicht ō; Tragbohr [ KU-Schmittw/O], Traabohr [ KU-Obw/T Bosb FR-Merth]. Das Wort steht in Konkurrenz bes. zu PfWB Tragbäre, s. d. Weitere Syn.: PfWB Tragbett, PfWB Trage, PfWB Bahre, PfWB Bäre. — Die T. wird zum Transport von Lasten verschiedener Art verwendet; insbes. dient sie als Totenbahre. Südhess. I 1623; RhWB Rhein. VIII 1275; ElsWB Els. II 73; Bad. I 522. —

 

   auf-bären, -barenschw.:
1. 'aufschichten, aufsetzen', z. B. Heu, Stroh, Holz, Steine, ufbähre [ IB-Reinh 1961], -bahre [ ZW-Dietriching]. —
2. übertr. sich etwas a. 'sich eine Schuldenlast aufbürden'. Do hascht de dir awwer eppes ufgebährt! [ IB-Reinh 1961]. — Zu PfWB Bäre 'Bahre'. — Saarbr. 214 ufbahre; Schwäb. I 364 aufberen; Nass. 51 aufbarn, aufbern.