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 PfWB Dol (Bd. 2, Sp. 319)   ElsWB Dol(e) (Bd. 2, Sp. 677b) 
   Dol m., Dole f.:
1.
a. 'überdeckter Abzugsgraben an und unter Straßen, Bahnstrecken, in einem Acker u. dgl.', vgl. PfWB Ablaßgraben, Dol (dōl) [fast allg. WPf NPf nördl. VPf teilw. mittl. u. südl. VPf], Doul (doul) [verbr. mittl. u. südl. VPf KU-Eschau RO-Höring KL-Krickb PS-Saalstdt Herschbg Hintwdth Dahn], Dul (dūl) [westl. Teil des pfälz.-elsäss. Grenzgebietes RO-Rehbn Odh Duchr HB-Mimb]; Dal (dl?) [ GH-Neubg], Dim. Dolche (dōlχə) [ RO-O'hs], Dulche (dūlχə) [ RO-Odh]. Früher machte man die Dolen aus Platten oder Ziegelsteinen, heute bestehen sie vielfach aus Zement- oder Tonröhren. Von der D. ist die Teuchel zu unterscheiden. Er fihrt en Dol dorich sein Wisse [ BZ-Dernb]. Die Dol is verstoppt [ Gal-Dornf]. 's stickt eppes im Doul [ LA-Gommh]. —
b. 'mit Steingeröll gefüllter Abzugsgraben', Dol [ KU-Obw/Tiefb Hüffl HB-Sandd KL-Erlb], Doul [ LA-Bornh

[Bd. 2, Sp. 320]
BZ-Dimb Stein], Dul [ PS-Erfw]. Zs. Rassel-, PfWB Riesel-, Schrott-, Schütt-, Sicker-, PfWB Steindole, PfWB Steinrassel, Suckel-, PfWB Sutterdole. Syn.: PfWB Rieselgraben, -kanal, Schottergraben, PfWB Sickergraben, -kanal, PfWB Steingraben, PfWB Wasserrinne. a. 1603: soll er auf die Dhöl in den Deichen ins Hofgemarken ... gute, vleisige aufachtung geben [Kurpf. A. 1044/2 d, Bl. 54]. a. 1701: Joseph Hamm dem Maurer alhier, welcher den Tohl oder Candel vnter dem großen Hofthor ... vf gebrochen, wiederumb außgebessert [GodrstKellR]. —
2. 'Straßensenkloch für Regenwasser', Dol [Zweibr Pirmas]. —
3. 'Viadukt unter dem Bahndamm' [Kaislt Pirmas.] —
4.
a. 'Fuchs-, Dachshöhle'. 's is eppes in de Dol, de Dachshund gebt Laut [ KU-Schmittw/O]. —
b. 'Platz, auf dem man beim Kinderspiel nicht gefangen werden darf'; uf'm Dool [ LA-Frankw], s. K. 63; vgl. auch Bad. I 588 Dule 'Geländemulde'. Syn. s. PfWB Bott.- F.: Gen. meist f.; m. belegt für KU-Ulm NW-Freinsh Dürkh u. SOPf (Nachlaß Heeger). Wohl durch die Schriftspr. beeinflußt, spricht man das Wort z. T. zweisilbig: dōlə, so in RO-Dielkch KB-Weihf FR-Merth; die Apokope des e-Auslautes, wie sie beim femininen Subst. sonst im Pfälzischen üblich ist, ist also hier unterblieben. — Das Wort ist verwandt mit Tal u. den Nebenformen Dalle, Delle; vgl. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 1561; RhWB Rhein. I 1389; Saarbr. 48; LothWB Lothr. 94; ElsWB Els. II 677; Bad. I 496.

 

  Dol(e) [Tólə Olti. Hi. Lutterb.; Tól Hattst. Su. M.; Pl. –ə] f. steingemauerter Abzugskanal. D Dole is verstupft Hi. s. auch Done. — ahd. dola. Basel 78. Bayer. 501. Pfalz.