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 PfWB Todes-urteil (Bd. 2, Sp. 314)   PfWB Ur-teil (Bd. 6, Sp. 964)   RhWB Urteil (Bd. 9, Sp. 74) 
  -urteil n.: nach dem Schd., sein Doresordäil unnerschreiwe 'etwas in leichtsinniger Weise unterschreiben, was einem von größtem Schaden sein kann' [ KU-Schmittw/O]. Südhess. I 1555; Bad. I 493. — Die Zs. mit Todes- werden von den Mda.-Sprechern gelegentlich wohl gebraucht, aber als mundartfremd empfunden.

 

   Ur-teil n.: 'Schiedsspruch, (richterliche) Entscheidung', Urdeel (urdēl) [ LA-Wollmh], Urdääl (urdl) [IB-Ensh (Glass 122) LA-Gommh], Ordääl (ordl) [KU-Brück, PfId. 103], Ordel (ordəl) [ RO-Lettw LA-Venn], Urdeil, nach dem Schd. [mancherorts, Lambert Penns 159 Krämer Gal 223], (uədāil) [Schmitt Billh. 33]; Zs.: Gottes-, PfWB Todesurteil. Das U. is gerecht [ KL-Reichb]. a. 1324: do wart vor mir gefeget vnd geheischen ein ortdeil zu sprechen [OttbgUrkb. 324]. a. 1423: Do sprechent vund wisent

[Bd. 6, Sp. 965]
der perrer, die kirchengesworn vund die gemeynde samenthafft mit orteil vnd mit recht mit eyme monde (Munde) [PfWeist. 161 (FR-Bockh)]. a. 1448: solent do horen und nemen recht orteil [Grimm Weist. V 601]. RhWB Rhein. IX 74; Lothr. 521/22; ElsWB Els. I 70, II 675.

 

  PfWB  ElsWB  ElsWB  LothWB Ur-teil -dail, –dēl (usf.) nach dem Nhd., doch ōrdəl Rhfrk; ūərdəl Mosfrk, Monsch, Eusk, Rheinb, Sol, MGladb-Schelsen; ūdəl Wermelsk, Remschd; ūərəl OWaldbr, Gummb Sg. t. n. [m. Bitb-Rittersd]: wie nhd.; de Richter sät dat U. OBerg, Allg.; dat geschieht ohne Recht un o. O. Simm, Allg. RA.: De kannst mich verglaə beim Gässegericht (Ziegen-), wo de Buck et O. spricht Simm-Horn.