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 PfWB Diphtherie (Bd. 2, Sp. 293)   PfWB Bräune (Bd. 1, Sp. 1170)   RhWB Bräune (Bd. 1, Sp. 931) 
   Diphtherie f.: wie schd. 's Kind hot Difderie (̩difdəˈrī) [verbr.], Difdarie [ LU-Altr], Difdrie [ KU-Brück KB-Kriegsf BZ-Albw Dierb Nd'horb], Difderites [ Gal-Dornf]. Ältere Bez.: Bräune, Halsbräune. Eine diphtherieähnliche Krankheit des Geflügels s. bei PfWB Pips. Südhess. I 1534; RhWB Rhein. I 1369; Bad. I 481.

 

   Bräune f.:
1. 'Diphtherie' (Halskrankheit), Brain (brain) [(1930) Kus RO-Lohnsf KL-Miesb Siegb Fischb BZ-Nd'horb Don-Tscherwk Gal-Dornf Obl], Brain [ Gal-Josbg]. Zs. PfWB Hals-, PfWB Rachenbräune. Volksmed.: Gurgeln mit Salzwasser und Zitronensäure [ BZ-Nd'horb], »Dunsten des Halses« (Inhalieren?) [ KL-Siegb]. Ein Brauchspruch zur Heilung der B. bei Atem 1. —
2. 'Kehlsucht der Pferde'. Das Roß- und Arzneibuch des Schmiedemeisters Hafner in Frankth-Flomersheim von 1765 empfiehlt, das Tier »über und unter der Zungen« zur Ader zu lassen, wann es die Bräne (sic!) im Hals hat. Vgl. PfWB Strengel, s. auch DWB DWb. II 325. —
3. eine Schweinekrankheit (Rotlauf?), Brain [ RO-Dielkch KB-Kerzh]. — Südhess. I 1080/81; RhWB Rhein. I 931/32; Bad. I 311.

 

 Bräune Rhfrk brin; Mosfrk -ę·i.-; Rip -ø·ŋ. [doch auch -ø·y.n Monsch-Witzerath, MülhRh-BGladb; -u·ŋ.ən Sol-Witzhelden; -y·ŋ.də Elbf] f.; Grevbr -uŋ; Heinsb -ūn m.:

[Bd. 1, Sp. 932]
1. Krankheitserscheinung a. Rotlaufseuche der Schweine Allg; auch Rose-, Rotlafbrein Hunsr. Früher wurde beim Auftreten der Br. unter den Schweinen ein verendetes Schw. vor das Dorf gebracht u. dort verbrannt; die ganze Herde wurde jetzt hingetrieben, damit die Schw. von der Asche des verbrannten Schw. frassen Birkf, Koch-Lahr. — b. Diphtheritis, Halsbr. Rip, SNfrk; den Bräunehus Mörs-Orsoy. — 2. Mehlsauce Bernk; Salbe zum Bestreichen, Bräunen, Frischen des Brotes vor dem Einschieben in den Backofen; dies geschieht mit der Breinberscht oder dem -bensəl Hunsr.