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 PfWB Tier-wald (Bd. 2, Sp. 282)   PfWB Wald (Bd. 6, Sp. 1016)   PfWB Reichs-wald (Bd. 5, Sp. 471) 
  -wald m.: FlN in KL-Olsbr, Dierwalder Dell, a. 1564: Dirwaldt, a. 1831: auf dem Thierwald. Im T. wurden Rehe und Hirsche gehegt; vgl. PfWB Tierweide, PfWB -garten 2. —

 

   Wald m.:
1. 'Ansammlung von Bäumen, baumbestandene Fläche', Wald (wald, wḁld) [verbr.,

[Bd. 6, Sp. 1017]
Bertram § 27 Christmann Kaulb 5 Höh 87 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], (wǫld) [LA-Nd'hochstdt GH-Zeisk (Bertram § 27)], Wall (wḁl) [östl. SOPf (entlang des Rheins) Heeger Südostpf. 30], Pl. (selten) Wälder [LU-Neuhf GH-Hördt, Mang 93], Wäller [ BZ-Dernb], Wäll [ KU-Bedb Kaulb Reichsth PS-Gersb]; Dim. Sg. Wäldche [WPf NPf nördl. VPf], Wällche [KU-Kaulb IB-Ensh (Glass 129) KL-Hoheck LU-Böhl], Wäld(e)l [O-PS mittl. u. südl. VPf], Pl. Wäldcher [ KU-Reichsth Kirchhbol], Wällcher [ KL-Hoheck], Wäldelcher [ PS-Hintwdth LU-Muttstdt], Wäldlich [ BZ-Silz]; für besondere Bez. von Wald vgl. PfWB Bannholz 1, PfWB Busch 1, PfWB Tann, PfWB Forst 1, Gehei 2, PfWB Gehölz 1, PfWB Gewäld, PfWB Hag 2, PfWB Hart 2 b, PfWB Horst1 1, PfWB Loh, PfWB Schach1, PfWB Schwande; Zs.: PfWB Akazien-, PfWB Ausschlag-, PfWB Au-, PfWB Bann-, PfWB Bau-, PfWB Begüten-, PfWB Pfarr-, PfWB Birken-, PfWB Bruch-, PfWB Buch-, PfWB Buchen-, PfWB Busch-, PfWB Tachsen-, PfWB Tannen-, PfWB Eichen-, PfWB Eichenschäl-, PfWB Eigentums-, PfWB Erlen-, PfWB Fichten-, PfWB Fohren-, PfWB Forlen-, PfWB Gemeine-, PfWB Hainbuchen-, PfWB Häseln-, Hekken-, PfWB Heidelbeeren-, PfWB Hinter-, PfWB Hoch-, PfWB Holz-, PfWB Hutzel-, PfWB Jung-, PfWB Kästen-, PfWB Kiefern-, PfWB Kienen-, PfWB Krüppel-, PfWB Kunen-, PfWB Laub-, PfWB Loh-, PfWB Mai-, PfWB Misch-, PfWB Mittel-, PfWB Moor-, PfWB Nadel-, PfWB Nieder-, Ort-, PfWB Rhein-, PfWB Rinden-, PfWB Sä-, PfWB Schirmen-, PfWB Schutz-, PfWB Spälter-, PfWB Staats-, PfWB Stadt-, PfWB Stangen-, PfWB Sumpf-, PfWB Unter-, PfWB Urwald. Ich geh (fahr) in de W. [ LA-Gommh]. De W. heert uf [Münch Werke I 112]. Im W. drunne hot's gebrennt [ LA-Gommh]. RA.: vor lauder Bääm de W. net sehe 'den Überblick verlieren, sich verzetteln' [KU-Bedb, verbr.]; hinnerm W. dehaam sein 'rückständig, altmodisch sein' [ KU-Reichsth]. 's Feld hot Ääche, de W. hot Ohre 'Auch in Feld und Wald soll man leise reden, es könnten unbemerkt Zuhörer dasein' [ BZ-Dierb]. Unartigen, kleinen Kindern droht man mit dem Fortschicken in den wille, wille Wald [Wilde 295]. SprW.: Die Forcht hiet de W. 'Furcht vor Strafe verhütet Frevel' [ NW-Hardbg, mancherorts]. Wie mer in de W. schreit, hallt's wider [Pirmas]. Wie's in de W. eninnschallt, so schallt's eraus [ KU-Bedb]. Wer sich vor de Hecke ferscht (fürchtet), derf nit in de W. [Wilde Notizen]. De Wolf zieht's in de W. serick [mancherorts Don Gal Buch]. Mit Kindern führt man scherzweise folgenden Dialog (das Kind wird aufgefordert, nach jedem Satz »Ich auch« zu sagen): Ich geh in de W. - Ich aa - Hau e Baam um - Ich aa - Mach e Tregelche (Trögchen) draus - Ich aa - Do fresse die Wutzcher drauß - Ich aa [ ZW-Marthh]. BR.: Wann's dimmelt 'donnert' iwer de kahle (blodde) W., dann soll erschrecke (sich fraaie) jung un alt [ KU-Bedb, Kaulb BZ-O'schlettb]. Scherzrätsel: Wie weit lääft de Has in de W.? Antwort: Bis in die Mitt, dann lääft er widder enaus [ RO-Obd]. AR.: 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 80, 100, / im W. hot's gedunnert, / im W. hot's geblitzt. / Geh weg, du dum-

[Bd. 6, Sp. 1018]
mer Fritz [ FR-Studh]. VR. s. PfWB Johann-Peter 1, PfWB Karl-Hannes, PfWB Knoblauch 1 a. a. 1316: den wassern, den welden, den boschen [SpeyUrk. 238]. a. 1437: bösche vnd welde [PfWeist. 389 (IB-Ensh)]. a. 1448: sollen auch keine kolen brennen in des gotzhus wald [Grimm Weist. V 596 (Abtei Limburg)]. a. 1477: Item das welgin (Dim.) am stein doselbs [Veld.]. a. 1480: vnd ihn den eigen wäldchin zu hauen [PfWeist. 446 (KL-Erlb)]. a. 1501-1517: ein stein am geheitten (eingehegten) welchen [PfWeist. 183 (RO-Börrstdt)]. a. 1560 (Kopie 16. Jh.): vnd soll heissen die weld leschen [PfWeist. 556 (NW-Freinsh)]. a. 1596: Dis seind die wälde klein vndt groß in Kundwicker gemarck [PfWeist. 220 (ZW-Contw)]. a. 1596: In des Closters Wälden [WerschwSchR 7]. a. 1600: Item drey Hecken oder Wäldger [Vellmann Wolfst 112]. —
2. übertr. 'üppiger, dichter Bewuchs; gedrängtes Vorkommen' [vereinzelt]; Zs.: PfWB Urwald 2; e Wald vun Schilder (Fahne) [Kaislt]. Der hot der e W. uf em Kopp! 'dichtes, grobes Haar' [ KU-Kaulb]. —
3. FlN und häufiger Bestandteil von FlN; z. B.: mda. Unnerm Wald [ KU-Albess], Zwische de Wäll [ KU-Bedb]; Am Wald [ KL-Trippstdt], amtl. Brücker Wald [ KU-Brück], Auf dem (Im) Wäldchen [ KL-Nanzdzw, mancherorts] usw.; Zs.: PfWB Pelz-, PfWB Pfälzer-, Bien-, PfWB Pilger-, PfWB Pirmes-, PfWB Bock-, PfWB Born-, PfWB Bürger-, PfWB Tempel-, PfWB Tier-, PfWB Torschen-, PfWB Fasanen-, PfWB Fasels-, PfWB Felsen-, PfWB Franken-, PfWB Friede-, PfWB Galgen-, PfWB Grafen-, PfWB Groß-, Grund-, Grün-, PfWB Hader-, PfWB Halden-, PfWB Herren-, PfWB Herrschafts-, PfWB Hexen-, PfWB Holder-, PfWB Jung- 2, PfWB Jungen-, PfWB Kästen- 2, PfWB Kerzen-, Kiesel-, PfWB Kirchen-, Knorren-, PfWB Königs-, Krähen-, Kröten-, PfWB Lauber-, PfWB Loh- 2, PfWB Mai-, Moos-, PfWB Moschel-, PfWB Mühl-, PfWB Mundat-, PfWB Naß-, PfWB Neu-, PfWB Ober-, PfWB Oden-, PfWB Ordens-, PfWB Reichs-, PfWB Ried-, Sand-, PfWB Sauer-, PfWB Schlag-, PfWB Schloß-, Schreck-, PfWB Schwarz-, PfWB Schweine-, Seih-, PfWB Seiters-, PfWB Stern-, PfWB Stifts-, PfWB Streit-, PfWB Stuhl-, PfWB Stumpf-, PfWB Ungeheuer-, PfWB Unter- 2, -wald; -wäldchen.RhWB Rhein. IX 207/08; LothWB Lothr. 528; ElsWB Els. II 819.

 

  -wald m., -gewälde n.:
1. ausgedehntes Waldgebiet westl. Kaislt; vgl. PfWB Königswald, PfWB Reich 1 b. a. 1417: in des richs welden [Reichsl. 168]. a. 1600: Beforchung des ganzen Reichs Gewäld im Ambt Lautern [ebd. 1]. —
2. FlN, amtl. (Am) Reichswald [ ZW-Battw KL-Miesb]. —