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| PfWB dienen (Bd. 2, Sp. 277) | PfWB Dienst (Bd. 2, Sp. 277) | |||||||||||||||||||||||
1. 'als Knecht oder Magd dienen', diene (dīnə) [allg.]; vgl. PfWB Dienst, PfWB bedienen 3. 's Annegret geht in die Stadt d. [ZW-Bechhf, allg. (1925)]. Bei denne Leit hun ich in meine junge Johre gedient [ Gal-Dornf]. a. 1515: Item 14 Pf. einer vihe meude (Viehmagd), hat acht tage gedient [GgHospR]. — 2. 'beim Militär dienen'. Mer hawe minanner in Germersche (Germersheim) gedient [LU-Altr, verbr.]. Er hot sein Zeit gedient 'den Militärdienst abgeleistet' [ LU-Böhl]; vgl. PfWB ab-, PfWB ausdienen. Er brauch net se diene, er isch freikumme [ LA-Gommh].— 3. 'als Pfarrer oder Lehrer d.' a. 1667: Johannes Georg Sigelius, Pfarrer zu Wachenheim, 73 Jahre alt, ist zu Wachenheim, wo er wohnt und dienet, gebürtigt [Niedhammer 170]. — 4. 'als Ministrant in der Kirche d.' Er dut die Mess diene [ KL-Kindsb, LU-Opp]. — 5. 'bei Tisch aufwarten'. o. J.: der glockner soll komen vnd dem senthern zu disch diennen [PfWeist. I 79 (FR-Battbg)]. — 6. s. Zs. PfWB verdienen. — 7. 'nützlich, förderlich sein', umgspr. Domit is uns net gedient [verbr.]; vgl. PfWB dienlich. — Südhess. I 1518; RhWB Rhein. I 1351; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 687; Bad. I 478.
| 1. a. 'Dienstverhältnis von Knecht und Magd', s. PfWB dienen 1; in de Dinscht (dind) gehe [ Gal-Dornf]. RA.: Die geht wie e Maad in de D. 'Sie braucht nichts in die Ehe mitzubringen, weil im Hause ihres Mannes alles vorhanden ist' [ KU-Schmittw/O]. — b. 'Arbeitsverhältnis von Beamten und Angestellten', bes. vom Schichtdienst. De Dienscht (dīnd) vun mir is folgendermaße [ PS-Lu'wink]. Er muß heit Nacht D. mache [ KL-Kindsb, allg.]. Zs. Fahrdienst. — 2. 'Geld- und Sachleistungen gegenüber dem Landesherren'. a. 1298,: alles des dienstes es sin [Bd. 2, Sp. 278] wagenferte, bede oder herberge [OttbgUrkb. 216]. Zs. PfWB Fisch-, PfWB Spanndienst. — 3. 'Dienstwilligkeit'. a. 1384: daz sie wolten weißen nach ihrem besten wißen und diensten [PfWeist. II 501 (RO-Finkb)]. — 4. RA.: Des hot sein D. gedun 'ist durch langen Gebrauch abgenutzt, unbrauchbar geworden' [NW-Neidfs, verbr.]. — Südhess. I 1519; RhWB Rhein. I 1355; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 694; Bad. I 478.
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