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| PfWB Dick-rübe (Bd. 2, Sp. 261) | PfWB Dickwurzel-kopf (Bd. 2, Sp. 267) | PfWB Ge-spenst (Bd. 3, Sp. 269) | |||||||||||||||||||||||||||||
1. 'Runkelrübe (Beta vulgaris)', Dickrib (ˈdigrīb), Pl. -riwe (-rīwə) [VPf Ost-PS vereinzelt NPf WPf Wilde 216], Dickerib [ LU-Alsh Rh'gönh Altr NW-Ellstdt SP-Berghs GH-Lingf Rülzh Max'au Hagb BZ-Rambg]; Dickerrib [ FR-Eppst Studh LU-Assh Schauh Maud Neuhf NW-Ellstdt SP-W'see Harths], vgl. K. 88. Syn.: PfWB Bastardrübe, PfWB Dickwurzel, Frank-, Fütter-, PfWB Kuh-, PfWB Rotrübe, PfWB Rummel, PfWB Runkel, Sau-, PfWB Stoppelrübe. Dickriwe abgrotze 'den Blätterschopf von den geernteten Rüben abschneiden' [verbr.]; D. einmache 'einmieten für den Winter' [ PS-Erfw]. Aus Dickrüben, Schrot und Häcksel wird ein Mischfutter für die Kühe bereitet [ LA-Gommh]. Früher diente eine mit farbigem Papier verzierte D. im Blumentopf als Christbaumständer [ KB-Kriegsf Bubh Mauchh GH-Hatzbühl Leimh Mindlach]. — 2. scherzh. für 'länglicher Kopf'. Der mit seiner D. [ LU-Alsh Altr Maud]; vgl. Dickrüben-, PfWB Dickwurzelkopf. — F.: Das erhaltene ə in der Wortfuge (ˈdigərīb) ist aus ̩digəˈrīwə, der Nebenform des Plurals, übernommen; eine analoge Erscheinung ist gęlerīb, s. PfWB Gelbrübe. Die Form digər- [Bd. 2, Sp. 262] rīb ist aus digərīb hervorgegangen. Hierbei mag die Vorstellung eingewirkt haben, daß der erste Wortteil der Komparativ digər sei (die dicker Rib). — Südhess. I 1509; RhWB Rhein. I 1346 and. Bed.; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 221; Bad. I 476.
| 1. 'länglicher Kopf', auch 'Mensch mit länglichem Kopf', Schimpfw. -kopp [KL-Fischb Krieger 11 Feierowend Nr. 22/1956]; vgl. PfWB Dickrübenkopf. — 2. 'ausgehöhlte Runkelrübe mit Mund-, Nasen- und Augenlöchern und brennender Kerze, mit der man abends die Kinder schreckt' [ KL-Mölschb PS-H'einöd]. — Südhess. I 1511. —
| 1. 'Spukgestalt', G(e)spenscht (-bęnd), Pl. -der [verbr.], -spenst (-bęnsd) [mancherorts, bes. WPf], -spens (-bęns, -bęnds) [RO-Schweisw KL-Hoheck Trippstdt vereinzelt SOPf (Nachlaß Heeger) Don-Schowe Gal-Brig]. Zs.: Schreckgespenst. Do laafen Gespenzer erum [ KL-Hoheck]. Der sieht aus wie e G. (nach der Krankheit) [ ZW-Battw]. Zum Gespensterglauben vgl. Becker Vk. 126 ff. — 2. a. 'große, hagere Person, bes. Frau' [vereinzelt VPf]. Das is mol e äändärmich G. [ KL-Lind]. — b. = PfWB Dickwurzelkopf [ ZW-Bechhf]; vgl. PfWB Gesicht 2 b. — Südhess. II 1307/08; RhWB Rhein. VIII 316/17; LothWB Lothr. 201; ElsWB Els. II 544/45; Bad. II 395.
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