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| PfWB Teuchel (Bd. 2, Sp. 229) | PfWB Brunnen-teuchel (Bd. 1, Sp. 1293) | |||||||||||||||
1. 'Holz- oder Tonröhre als Zuleitung zu einem Brunnen oder als Ableitung bei Dränagen', Deichel, Pl. Deichele [verbr.]; Deichele leje [ KU-W'mohr]. WR.: Wann Deichle schwitze, gebt's Rege [Fogel Beliefs Penns Nr. 1224]. a. 1787: die Teicheln zum gemeinen Brunnen [Gemeinderechn. von KL-Olsbr]. a. 1790: vor 30 Stück deucheln zu bohren [ebd.]. Zs. PfWB Brunnenteuchel. — 2. 'Holzpfeife zum Wassertragen', Deichel [Danner Penns 86]. — 3. 'überdeckter Abzugsgraben'; e Deichelche leje [ KU-A'glan]; vgl. PfWB Abteichel, PfWB Dole. — 4. scherzh. (?) 'Grübchen im Kinn', Deichelche [ZW-Stamb]. — 5. scherzh. 'Bauernhaus, in dem zeitweilig selbstgezogener Wein angeboten wird, der dort gleichsam wie in einer T. durchlaufe', Deichel [Wilde 60 ]. Als Aushängeschild dient eine kleine Fichte oder ein Kiefernast. — Mhd. tiuchel. — Südhess. I 1483; RhWB Rhein. VIII 1143; Saarbr. 44; LothWB Lothr. 88 Dichel; ElsWB Els. II 647 Düchel; Bad. I 467.
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