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 PfWB dengeln (Bd. 2, Sp. 212)   PfWB flimmern (Bd. 2, Sp. 1459)   PfWB Ge-fünkel (Bd. 3, Sp. 111) 
   dengeln schw.:
1. die Sense, die Sichel d. 'die Scharten und Krümmungen an der Schneide der Sense (der Sichel) mit dem Dengelhammer auf dem Dengelstock ausschlagen und die S. dadurch schärfen', dengele (dęŋələ) bzw. dengle (dęŋlə) als Hauptformen, dingele (diŋələ) bzw. dingle (diŋlə) in Kleingebieten, s. K. 87, dangele [ RO-Rehborn KL-Mackb]. RA.: Ich bin so satt; uf meim Nawwel kinnt mer än Sens dengle [ PS-Erfw, KU-Kaulb]. Fraa, flick mer die Hose! ... Wann du mer mei Hose nit flickscht, no dengl ich der die Sichel nit! [PfL 15. 9. 1934 (BZ-Wernbg)] a. 1514: Martin schmyd von otterstad hat er verdient ... mit schmyden vnd dyngeln [SpeyGgHosp-R]. —
2. 'schnell gehen oder springen', dengele [ KL-Lind, jüng. Gener.]. Syn. s. PfWB gehen. —
3.
a. 'prügeln'; ene dingele [KL-Wörsb, verbr. WPf LU-Altr]. Ich han'ne gedengelt [Zweibr]. Die Buwe han enanner uf de Kerb gedengelt [ KU-Blaub]. Syn. s. PfWB verhauen. —
b. 'abschlagen', von Früchten auf den Bäumen. Bis sich in Lautre mol e großstädtischer Geischt dorchgesetzt hat, denglen se mit unsere Knoche die Niß vun de Bääm [Pfälzer Volkszeitung 30. 3. 1966]; vgl. PfWB bengeln 2. —
4. 'quälen, plagen'. Du mich net so dengle! [ LA-Venn SP-Schiffstdt]. Johrelang hat die Braune-Lies an'm gedengelt un gedeiwelt [JKurpf. 1926 S. 60]; vgl. PfWB türangeln. Syn. s. PfWB quälen. — F.: Die weithin herrschende Lautform dęŋələ, bzw. dęŋlə zeigt die auch sonst vor Nasal + Konsonant zu beobachtende Senkung von mhd. e (vgl. tengelen, Lexer II 1401) zu ę (vgl. z. B. Christmann Kaulb. § 14, Heeger Südostpf. § 6, Bertram § 60). Verstärkte Tendenz zur Senkung liegt vor in der für RO-Rehborn und KL-Mackb (hier neben dęŋələ) bezeugten Form daŋələ; doch könnte hier Dangel 'durch Dengeln erzeugte Schärfe' mit eingewirkt haben. Geschlossenes e (deŋələ bzw. deŋlə) ist in der mittleren und wohl auch in der nördlichen Vorderpfalz (vgl. Südhess. I 1467) zu hören. Ob diŋələ bzw. diŋlə auf die mhd. Nebenform tingelen (Lexer a. a. O.) unmittelbar zurückgeht oder durch spätere Hebung von e vor Nasal + Konsonant zu i hervorgegangen ist, läßt sich nicht mit Sicherheit sagen. Für die letztere Annahme sprechen Formen wie himb 'Hemd', biŋəl 'Bengel', siŋənesəl 'Sengnessel, Brennessel' in der südl. VPf (vgl. Heeger a. a. O)‧ Die Verbreitung von diŋələ bzw. diŋlə in Kleingebieten der NWPf

[Bd. 2, Sp. 213]

und im Westteil der südl. VPf sowie in einzelnen Orten anderer Teile des Gebietes (s. K. 87) läßt vermuten, daß sie ehedem ein weit stärkeres Gewicht in der Pfalz hatte, vielleicht sogar deren herrschende Form war. — In der Reduktion des Vokals der (unbetonten) Mittelsilbe lassen sich, wie aus Karte 87 zu ersehen ist, deutlich zwei Stufen erkennen: Schwächung zu -ə- (dęŋələ, diŋələ) von W und N her im Hauptgebiet der Pfalz, völliger Schwund (dęŋlə, diŋlə) in einem ansehnlichen Teil des Südostens bis südlich und westlich Pirmasens. —

[Bd. 2, Sp. 214]
Südhess. I 1467/68; RhWB Rhein. I 1239; Saarbr. 45; LothWB Lothr. 85; ElsWB Els. II 689; Bad. II 457; DWAVIII/8.

 

  flimmern schw.:
1. 'unruhig glänzen, funkeln', flimmere (flim(ə)re, bezügl. -ə- vgl. PfWB dengeln) [verbr.]; vgl. PfWB blinken 1, PfWB blinzeln 2, PfWB funkeln, PfWB Geflimmer. Die Stern funkle un flimmere [ZW-Battw, verbr.]. —
2. 'sich rasch zitternd bewegen'. Die Luft flimmert an heißen Tagen [KL-Stelzbg, verbr.]. Es flimmert mer vor de Ää [RO-Als, verbr.]. — Südhess. II 805/06; RhWB Rhein. II 619; LothWB Lothr. 167; Bad. II 179.

 

   Ge-fünkel n.: 'beißender Schmerz', G'finkel [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB fünkeln 2. Rhein. II 899 Z. 9.