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 PfWB teigig (Bd. 2, Sp. 193)   PfWB tatschicht (Bd. 2, Sp. 139) 
   teigig Adj.:
1. 'mit Teig behaftet'. Mei Hänn sin ganz däägich (dgiχ, -i) [ LA-Venn Nd'hochstdt], daaigich (dāigiχ) [ KU-Kaulb Kreimb Don Werb], deegich (dēgiχ) [ Gal-Dornf]. —
2. 'unausgebacken'. Das Brot is dägisch [Zweibr. (Wilms Alph. 17)], täägich [ ZW-Battw], daaigich [ KU-Kaulb], däägich [SOPf (Nachlaß Heeger)]; vgl. PfWB knatschig, PfWB dalkicht 1. —
3.
a. 'weich wie Teig'. Des Flääsch isch sou däägich [ LA-Gommh, NW-Frankeck], deegich [ Gal-Dornf]. Von einem Mastschwein sagt man: es is täägich fett [ ZW-Battw, BZ-Nd'ottb], auch einfach: däägich [ KL-Neukch PS-Hilst BZ-Apphf]; vgl. PfWB teigfett. Ich schlaan dich deegich [ KL-Reichbstg], täägich [KU-O'staufb], däägich [ KL-Erlb]. —
b. 'morsch', von Birnen. Die Beer es däägich, -isch (dgiχ, -i) [fast allg. mittl. u. südl. WPf, vereinzelt westl. NPf nördl. u. südl. VPf, s. K. 86], däggich (dęgiχ) [Pirmas PS-Schindhd], daigich, -isch (daigiχ, -i) [verbr.

[Bd. 2, Sp. 194]
NWPf ZW-Bechhf PS-Nothw BZ-Hermbghf GH-Berg Neubg], daagisch (dāgi) [ PS-Bruchw Bundth Bobth Hirschth], däächisch, (dχi) [ KU-Dennw/Frohnb Körbn]; vgl. PfWB teig 2, PfWB teigezig, PfWB teigicht. Syn. s. PfWB morsch. —
4.
a. 'mißgestimmt'. Ich bin heit so däägisch [ PS-Saalstdt]. Mirrem (mit dem) Sepp is heit nix aansefange, der is däägich [KL-Gimsb u. Umg]. —
b. 'energielos'; e däägicher Kerl [ KU-Bedb]. —
c. 'betrunken'. Der esch däägich [ BZ-Rinnth KU-Sand ZW-O'aub KL-Lind PS-Geisbg]. Syn. s. PfWB betrinken. —
5. von sumpfigen Stellen im Wald, däägich [ LA-Wollmh]; vgl. PfWB gallig. — F.: Vgl. die Ausführungen bei Teig. Zu Bed. 3b: Die Bez. teigig, die bei uns, vgl. K. 86, der WPf mit Ausnahme eines kleinen nördlichen Teiles und dem W der südl. VPf angehört, ist auch im Odenwald herrschend (Südhess. I 1457). Vermutlich handelt es sich hier wie dort um Reliktgebiete eines älteren zusammenhängenden Verbreitungsbereiches, der durch das aus dem N hereingetragene morsch gespalten wurde. Doch müßte der Stand, wie er sich in der Karte spiegelt, im wesentlichen schon in der zweiten Hälfte des 18. Jh. gegeben gewesen sein, denn bei den Galizienpfälzern, deren Vorfahren um diese Zeit hauptsächlich aus der NPf, der nördl. VPf, Rheinhessen und dem Nahegebiet von Kirn bis nördl. Kreuznach auswanderten, war fast allg. die Bez. morsch gebräuchlich. — Südhess. I 1457; RhWB Rhein. VIII 1123; ElsWB Els. II 671; LothWB Lothr. 83; Bad. I 452.

 

   tatschicht, tatschigAdj.:
1.
a. 'langsam, träge', datschich (dadiχ) [ KL-Niedkch]. —
b. 'ungeschickt, unbeholfen', totschich (tōdiχ) [ Gal-Dornf]. —
2.
a. 'weichlich' dotschet [PfId. 141]. —
b. 'edelfaul'. Die Beer is datschich [Zweibr]; vgl. PfWB teigig. Syn. s. PfWB morsch. — Südhess. I 1414, 1609; RhWB Rhein. I 1277, 1426, VIII 1082, 1503; Saarbr. 43; LothWB Lothr. 81; ElsWB Els. II 733; Bad. I 519.