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| PfWB daran-greifen (Bd. 2, Sp. 103) | PfWB Teig (Bd. 2, Sp. 191) | |||||||||||||||||||||||
[Bd. 2, Sp. 104] vgl. PfWB daranfassen, PfWB -fingern, PfWB -langen, PfWB -rühren, -tippen. Südhess. I 1377. —
| 1. wie schd., Dääg, Dääch, Deeg, Daag, Daaig, Deig, s. F. [allg.]; de Daaig mache [Bd. 2, Sp. 192] [ KB-Kriegsf, fast allg.]; de Dääg einmache (vom Brotteig), aanrihre (vom Kuchenteig) [ PS-Erfw]; de Dääg einmäre, dass. [SP-Mechth, verbr., jedoch schwindend (1930)]. Für KU-Adb 1930: einmache bei den Alten, aanrehre bei den Jungen. De Daaig geht 'lockert und dehnt sich infolge der Hefegärung' [ FR-Bockh, allg.]. Dazu das Rätsel: Wer geht? Der Tääg! [ ZW-Battw, SP-Heiligst]. Der gut aufgegangene T. ist rosich (wie eine Roße 'Wabe') [ KU-Ehw]. De Dääg esch iwwergange, wenn er zu sauer geworden ist [ LA-Nd'hochstdt]. De D. knere 'kneten' [verbr.], knutsche (gnūdə), dass. [KL-Gimbsb u. Umg.]. Ein Rätsel hierzu bei bumpernellen. Der gut geknetete T. zieht sich [PS-Gersb, verbr.], scherzh.: zieht sich so lang wie die Woch [ LU-Neuhf]. De Deeg (nach abermaligem Aufgehen) werke (wirken) 'zu Laiben formen' [ Gal-Dornf]. Vom letzten Teigrest formte man das Gottesläwel, das an Arme verschenkt wurde [ LU-Rh'gönh]. Zs. Pfannenkuchen-, Brot-, Bundkuchen-, Bund-, Eierkuchen-, Gutsel-, Hefe-, Küchelchen-, Kuchen-, Nacht-, Nudel-, Sauer-, Vor-, Waffel-, PfWB Zuckerbrotteig. a. 1539: Item sollen die bestender vns obgen. Hrn Holts vnnd gefeuwr zu vnsern deigen geben [Lehmann, Diplom. Gesch. d. Stifts zu Zell]. a. 1567: auch soll er (der Bäcker) den deyckh hohlen vnd heimtragen [Pf-Weist. I 322 (RO-Ebbg)]. — 2. Dim. Teiglein 'Einlauf für die Suppe'; e Däägl en d' Supp rihre [ LA-Nd'hochstdt PS-Erfw W'fischb], Dääglche [ PS-Hermbg], en Däägl dranrihre [ LU-Friesh, BZ-Dernb]. — F.: mittl. u. südl. WPf u. VPf vorn. dg, ebenso Rußl-Spey; in KU-Roßb dng; in ZW-Battw tg; in KL-Enkb Neustdt Don-Schowe Torscha Gal-Dornf u. Umg.: dēg; in KU-Diedk dēχ; Westteil der NPf u. PS-Fischb: dāg; NWPf Ostteil der NPf nördl. VPf LU-Altr GH-Neubg Don-Werb Gal-Sap Obl Rußl (Ströhm 47): dāig, dig; KU-Schmittw/O WD-Niedkch u. vielfach SWPf (Altenhofer 20): dęig; in Land daig. — Südhess. I 1456; RhWB Rhein. VIII 1121/22; LothWB Lothr. 83; ElsWB Els. II 670/71; Bad. I 452.
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