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 PfWB tapfer (Bd. 2, Sp. 91)   RhWB überlaufen (Bd. 9, Sp. 18) 
   tapfer Adj., Adv.:
1. 'schnell, hurtig', dapper (dabər) [verbr., auch Penns Don Gal Buch Rußl], dawwer [ KU-Dunzw]. Zs. PfWB alstapfer; PfWB Hans-, PfWB Lauf-, PfWB Schnell-, PfWB Springtapfer. Gebräuchlich bes. in Imperativen: Dapper! 'Beeile dich!' Mach (geh, laaf) d.! E bissel d.! Dapper, dapper! Alla d.! Jetz awwer d.! Aufforderungen in milderer Tonart: Tapperche! [KU-Nanzw, verbr.]. Kumm dapperche! [NPf]. Als dabber! [Schandein Ged. 231]. Mach dappere! [ IB-Erfw/Ehling], däpper [ PS-Hermbg]. Kumm dapp'r, mei Kind! [ NW-Haßl]. Im Hundstrapp e bißche dapper! [ IB-Herbh]. Ehr Kinn, gehn dapper hääm! [ KU-Reiffb]. Geh mol dapper doher! [Zweibr]. Heer dapperche uf (mit dem Grimassenschneiden), sunscht bleibt der 's Gesicht stehn! [ KU-A'glan]. Wie dabber awer ännern doch die Mensche sich un Zeide [Gelbert 7]. Ausspruch bei Weinversteigerungen: Küferborsche, Gas druf, alloo wacker! Prowe dapper eingeschenkt! Die Leit hän Eil! [nördl. VPf (PfRSch. 4. 2. 1934)]. So flink, so dapper un allert weeß ich net veel zu nenne [Müller Butterbärwel 3]. RA.: Er sieht net gut, er heert net gut un kann net dapper laafe [verbr. Don Gal Buch]. VR.: Ich hun heit nacht getroomt, ich hätt der Katz ehr Arschloch g'soomt (gesäumt); du wärscht dapper hinnenohgerennt un häscht's wieder ufgetrennt [ Gal-Bagbg]. Valdin, Drawaldin (auch: Johannes, Drawannes), traa Wasser ins Loch; laaf dapper, laaf dapper, dei Fraa is versoff [verbr. Gal]. Mädche, wann de tanze willscht un hascht kää(n) Schuh, zieh die alte Schläppcher a(n) un tanz dapper zu [Hebel 66]; Var. hierzu s. bei PfWB anziehen (Bd. I 302). —
2. Dapper!, zurechtweisender Zuruf, meist mit Anfügungen wie: des duscht du net! [ LA-Rhodt]. —
3. 'gewichtig'. a. 1533: daß Wir hinfürther ohne redlich vndt dapffer Ursachen kein persohn bei ihnen ihrem vorhabenden Verschreibungen zu wieder der burgerlichen Beschwerunge befreyen [Zweibr-Urkb. S. 110]. — Südhess. I 1365/66; RhWB Rhein. I 1247; Saarbr. 42; LothWB Lothr. 80; ElsWB Els. II 702/03; Bad. I 421.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB über-laufen : 1.  a. zum Feind (Gegner) ü., wie nhd. Allg.; auch Name eines Spiels Saar, Trier. — b. eine Flüssigkeit lāft i. wie nhd.; der Ämer l. i. Rhfrk, Allg.; voll bös op et Ö. Heinsb-Höngen; ö.lopend voll Rees-Milling; i.lafvoll Saarl-Gresaub; -lofəsv. Prüm-Ormont, Schleid-Freiling, Rheinb-NKastenholz, Sol-Monh; auch de Ogen l. enem ü. Rip, Allg.; de Gall as mer i.gelof WMosfrk, Allg.; dem läuf de Mul bal ü. er schwätzt in einem fort Köln-Rodenk; de Sau (Schweinekerl) läft i. vir lauder Bier er ist völlig bezecht Kobl; er läft i. Birkf-Oberst, Dür-Stdt. RA.: Kleng (kleine) Döppens l. gau (schnell) ö. kleine Leute sind leicht beleidigt, zornig Aach, Allg. Dem sing Hetz (Herz) löf ü. wie e voll Fass Grevbr-Gierath. Voll (bezecht) löppt ö. Sol. — 2.  a. einen ü., über den Haufen rennen Allg. — b. einen mit Besuch belästigen; dat Geschäf (udgl.) wiərd ü. viel aufgesucht Rip, Allg. — c. et i. läft mich (eiskalt) es schaudert mich Rhfrk, Allg. — d. ene ö.ə Mensch, Geck zorniger M. Monsch-Rötgen, Eup.