Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB da-nach (Bd. 2, Sp. 68)   PfWB der-noodi (Bd. 2, Sp. 225) 
   da-, dar-nach, -nachder(t), -nachet, -nachthinAdv.:
1. zeitlich 'nachher, später, darauf, dann', denoo, denoot, denoode, denoodert, dernoo, dernoocher, dernoot, dernoodi, dernoodert, dernoorert, s. F. Eerscht wischde die Sens ab, denoot duschde se wetze [allg.]. Denoot is er hingange un hot alles zu Geld gemacht [ LU-Opp]. Denoo spauzt er in die Äsch un fangt an se verzähle [PfRSch. 20. 1. 1927]. SprW.: Denoot (wenn das Unglück passiert ist) werd gescholl [ KU-Diedk]. WR.: Wie die Eisheiliche sin, is es 40 Daa denoo [ KU-Herschw/Petth]. Solang die Lerch vor Lichtmeß singt, solang schweigt se denoo [ LU-Alsh]. Volksgl.: Wann der neint Daag, wu en Kindbettern gewehnlich ausem Kindbett ufsteht, uf sunndaags fallt, steht sie net bis der Daag denoo uf [Fogel Beliefs Penns Nr. 1840]. Un wiere (als er) ball denoochdert sterbt, do hat er 's Jachdhaus em vererbt [Kieffer Bilderb. 19]. Was eich awer

[Bd. 2, Sp. 69]
drnochdert noch drvun gehört hann, hot mer ebbes arig gefall [PfId. 170]. Ke' Großmog'l war je so reich, als du dernocher bischt [Kobell 5]. a. 1540: darnoch soll er den zimerman mit ime nemen und holz hauen nach notdurft [Grimm Weist. VI 412 (GH-Leimh)]. —
2. zielend 'danach'; met de finef Finger denoo greife [ KU-Schmittw/O]. Geh dernoo! 'Kümmere dich darum!' [ KB-Kerzh Bubh]. Der froot net denooch [Krieger 14]. Un wer sich net denoo richt, der wannert ins Kittche [PfRSch. 20. 1. 1927]. Der leckt (schleckt) die Finger denoo bis an de Elleboo [Pirmas, allg.]. 's Maul wässert em dernoo [ FR-Bockh, allg.]. RA.: Do kräht kän Hahn dernooch [ NW-Deidh, allg., auch Don Gal Buch]. Ein SprW. s. bei PfWB putzen 1 d. —
3. modal 'dementsprechend'. Sie hat zu wenich Aajer genumm, der Kuche is aa denoo [ KL-Kindsb, allg.]. Dann sin jo e paar Wälder do, die sin halt awer a deno [Münch Weltgesch. 80]. a. 1553: darnach der meyer viel oder wenig schaft 'Abgabe' gibt, jetzt ist es wie vorstehet 3 fl. geschetzet [ABlieskst 42]. — F. Dem Schd. folgend, werden die Formen mit altem dar- weniger gebraucht als die mit da-. Der x- Auslaut im zweiten Wortteil ist mehr ein Merkmal der VPf und der vom Schd. her bestimmten Städte. Am häufigsten belegt ist dənō (WPf NPf, auch noch NW-Kallstdt LU-Friesh). dənōx in NW-Geinsh LU-Muttstdt LA-Knöring Gommh GH-Schwegh Leimh BZ-Albw Dierb. r in KB-Kerzh FR-Tiefth Bockh. rnōx in NW-Deidh. Die erweiterte F. rnōxər bei Kobell und Kühn. Ziemlich häufig sind die um ein sekundäres -d- erweiterten Formen, die das vorausgehende -x- ausgestoßen haben: dənōd in KU-Kaulb Ehw Diedk NW-Deidh LU-Opp, rnōd in NW-Dürkh Haßl Spey SOPf, dənōdə in KU-Trahw Hachb, rnōdi um 1900 bei alten Leuten u. bei Schandein, rnōdərd in der SOPf, rnōrərd in BZ-Dörrb; rnōxdərd im PfId. 170. Bei den Nachkommen der pfälzischen Auswanderer sind dənō u. dərnō am häufigsten vertreten; Lambert Penns 39 außerdem noch denot, denort, Gal-Dornf dənōd, Don-Schowe u. Gal Dornf dənōderd, Gal-Dornf u. Obl. dənōdi bzw. dənōdī. Zum zweiten Wortteil vgl. PfWB nach und seine Spielarten. — Südhess. I 1347/48; RhWB Rhein. I 1206/ 07; LothWB Lothr. 85 denohter u. 87 dernoh; ElsWB Els. I 751; Bad. I 426/27.

 

  der-noodi, -noot s. PfWB danach.