Damm m.: 1. wie schd., Damm (dam) [verbr., auch Don-Schowe Torscha], (dḁm) [Kaislt]; vgl. PfWB Deich 2 a. Do sähn ich die Frösch iwwer de D. huppse [Holler 13]. a. 1547: vonn dem biß vff Schwallenbachs wog vff dem grundt zapffenn, vonn dem Zapffenn vber den damm [ZweibrOA-Bannb 61]. a. 1606: der Thamen oder Dentschen 'Staudamm' vndt daß Zapfenloch des walsporner weyhers solle auch ein Marckh vndt scheidt sein [SSp., Hanau-Licht. 7 (Amt Lemberg)]. Zs. PfWB Fahr-, Küh-, Neuwoogsdamm. — 2. übertr. in den Wend. auf dem D. sein, auf den D. kommen. Der es uffem D. 'Er ist immer bei der Hand' [ NW-Hardbg]. Er is wirrer uffem D. 'Er hat sich (gesundheitlich, wirtschaftlich) erholt' [KL-Reichb, verbr.]. Der war geschtern fein uffem D. 'hat die Gesellschaft gut unterhalten' [Krieger 22]. Er es uff de D. kumme 'hat es zu etwas gebracht' [ NW-Hardbg]. — Südhess. I 1340/41; RhWB Rhein. I 1231; LothWB Lothr. 79; ElsWB Els. II 681; Bad. I 412. | | NRhWB Deich Rhfrk u. Nahe -ai-, –ęi-; sonst wie Mosfrk -ei-, Pl. -χə; Rip -i- [Sieg-Vinxel diχtə f.]; Nfrk dīk, –i-, Pl. -kə m.: mit nach Geb. verschiedener Bed. 1. aufgeschütteter Damm. a. gegen Hochwasser, in den nrhn. Niederungen. Den D. belegen mit Reisern belegen u. diese R. durch ein Weidengeflecht mittels Pfählen befestigen. RA.: Dat brengt Erd an den D. das fördert die Sache tüchtig Emmerich. Wenn in Bislich breckt den D., schreien de Kender en Hardewick (Holland). Butendicks wohnen zwischen Damm u. Strom. So rick as Peter an den D , eine Kuw in de Melk en de andere hört öm nit tuw Emmerich. — b. im sumpfigen Gelände erhöhter, breiter Fahrweg, ein Weg, höher gelegen, an Wiesen u. Weiden vorbei SNfrk. RA.: Den D. aftrecke weggehen; sterben; hen trok den D. of er zog kleinlaut ab; et geht möt dem den D. of er lebt nicht mehr lange Kemp, Allg.; treck den D. af, Moder hät de Dösch wärm! mach, dass du fortkommst Kref. Soa rik wie de Siebel am D. Elbf. Weit (Weizen) in de Schlick brengt de Bur op de D. bei nassem Wetter gesät, bringt reiche Ernte Geld-Walbeck. — c. das Wehr oder der Damm, der zur Anlage eines Teiches aufgeworfen wird Siegld, Westerw, Sieg, MülhRh. — Wehr aus Holz u. Rasen, durch den Bach gezogen, um das Wasser in die Wiesengräben zu zwingen ebd. — d. der Mühlengraben, Kanal, Abzweigung vom Bache, wodurch das Wasser eines Baches einer Mühle zugeleitet wird (Müllendich); also nicht = Teich, Weiher Rhfrk, Mosfrk, Rip. Den D fege, afkihre, afschlohn. Geht eine lärmende Gesellschaft auseinander, so sagt man: Mer mint, den D. wir ofgeschlohn Prüm-Mürlenb. — [Bd. 1, Sp. 1306]
An der Ahr der Graben, der aus der Ahr das Wasser den Mühlen zuführt — Bewässerungsgraben der Wiesen, Wisendich Prüm, Malm, Monsch, Koch-Honth Leienkaul Eller. En D. schneiden. — e. deiχ oder deiχən bei steifem Lehmboden ein in der Mitte zusammengepflügter Streifen Landes; zwischen den einzelnen D. entsteht eine Furche zum Absinken des Wassers, da der Boden nach rechts u. links hin zu einem D. gepflügt wird; in der Mitte des D. werden durch das Zusammenpflügen die zwei ersten Furchen aufeinandergepflügt, so dass in der Mitte des D. eine Erhöhung entsteht; jeder D. hat eine Breite von einer Sodel (9 mittelmässige Schritte); auch Gartenbeet, ein kleines Stück Land oder Wiese, kleine Parzelle Trier, Bernk, Wittl, Bitb, Daun. — 2. übertr. wagerechte Wolkenschicht am Horizont, einem D. 1 c vergleichbar Siegld, Altk, Sieg. — Die nhd. Bed. fehlt; dafür Weiher, Puhl, Pot, Wot, Klause. |
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