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| PfWB Damm (Bd. 2, Sp. 61) | PfWB Deich (Bd. 2, Sp. 184) | |||||||||||||||||||||||||||
1. wie schd., Damm (dam) [verbr., auch Don-Schowe Torscha], (dḁm) [Kaislt]; vgl. PfWB Deich 2 a. Do sähn ich die Frösch iwwer de D. huppse [Holler 13]. a. 1547: vonn dem biß vff Schwallenbachs wog vff dem grundt zapffenn, vonn dem Zapffenn vber den damm [ZweibrOA-Bannb 61]. a. 1606: der Thamen oder Dentschen 'Staudamm' vndt daß Zapfenloch des walsporner weyhers solle auch ein Marckh vndt scheidt sein [SSp., Hanau-Licht. 7 (Amt Lemberg)]. Zs. PfWB Fahr-, Küh-, Neuwoogsdamm. — 2. übertr. in den Wend. auf dem D. sein, auf den D. kommen. Der es uffem D. 'Er ist immer bei der Hand' [ NW-Hardbg]. Er is wirrer uffem D. 'Er hat sich (gesundheitlich, wirtschaftlich) erholt' [KL-Reichb, verbr.]. Der war geschtern fein uffem D. 'hat die Gesellschaft gut unterhalten' [Krieger 22]. Er es uff de D. kumme 'hat es zu etwas gebracht' [ NW-Hardbg]. — Südhess. I 1340/41; RhWB Rhein. I 1231; LothWB Lothr. 79; ElsWB Els. II 681; Bad. I 412.
| 1. a. 'flache Talmulde', Deich (dḁiχ) [ NW-Appth SP-Harths]. Mancherorts in FlN: de Deich (Zs. de Wissedeich), Gewannenname [ LA-Wollmh]; ein Tälchen [ PS-Hintwdth Dahn]; im D., Gewannenname [ HB-Höch Pirmas]; Wiese im Teich (!) [ SP-Harths]; uf'm D., ein trockenes Seitental [ KU-Ulm]; iwwer'm D., ein Acker mit gutem Boden [ PS-Erfw]; vgl. PfWB Tal 1, PfWB Delle 1 a, PfWB Mulde, s. auch PfWB Deichacker, -garten, PfWB -stück. Zs. PfWB Hasel-, Schelmen-, Wiesendeich. Anfang 16. Jh.: von demselben (Grenzstein) uff ein stein, steet am diche [PfWeist. I 96]. a. 1509: auf der seiten nacher Neuwen Wolffstein zu geht ein thal oder Diche von der vnderstraßen nahe dem Schloß hinuff [Lehmann V 95]. a. 1716: wieder ein Teuch hinunter bis in die Schwartzbach [SSp., Mgr. Baden 172 (PS-Leim)]. — b. 'Einbuchtung im Mauerwerk', Deich [ PS-Fischb], Deichel [ PS-Dahn]. Syn. s. PfWB Mauerdelle. — c. 'nasse Stelle einer Wiese', gew. in einer Vertiefung, [Bd. 2, Sp. 185] (nassi) Deicht [ PS-Windsbg], Deich [ LU-Schauh Dannstdt NW-Ungst Haßl Geinsh SP-Dudhf Harths Heiligst GH-Schaidt], Dim. Deichl [ NW-Geinsh]. Syn. s. PfWB Wassergalle. 'sumpfige Wiese', Deich [ LA-Ranschb], Dääch (dχ) [ LA-Göckling]. — 2. a. 'Schutzdamm', Deich [ KU-Schmittw/O]; vgl. Damm1 1. — b. 'Rain', Deich (dḁiχ) [Neustdt]. — 3. ' Teich', Deich [ KU-Bedb], Deicht [ Don-Schowe], Zs. PfWB Mühlteich; 'Wasserloch innerhalb des Ortes, in dem sich Enten und Gänse tummeln', Deich [ KU-Ohmb Odb] Zs. Enten-, Krotten-, PfWB Sauteich. Kleinen Kindern erzählt man, sie seien aus dem T. geholt worden [Kus SP-Berghs LA-Queichh]. Zs. PfWB Kinderteich. — F.: Im Anlaut wird wohl (trotz gelegentlicher Schreibung mit t) durchweg d- (stimmlose Lenis) gesprochen. Der Vokal ist in WPf NPf u. südl. VPf (Heeger Südostpf. 9/10) wohl allg. -ai-, in der mittl. VPf (Bertram 56 ff.) fast allg. -ḁi-, selten -ai-. Auffallend ist der Monophthong (dχ) in der Gegend von Land. Im Auslaut erscheint neben -χ nicht selten - (dai). -d in daiχd ist sekundär, wie z. B. in laiχd 'Begräbnis (aus laiχ 'Leiche'), anərd 'anders'. — Pl. wohl allg. daiχə, in PS-Hintwdth daiχər: Gen. meist m.; n. in Belegen aus Ost-PS für Bed. 1 a; f. nur für NW-Ungst angegeben. — Südhess. I 1453; RhWB Rhein. I 1305/06; LothWB Lothr. 83; Bad. I 450.
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