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| PfWB Daber-löffel (Bd. 2, Sp. 12) | PfWB Löffel (Bd. 4, Sp. 1015) | RhWB Suppenlöffel (Bd. 8, Sp. 1004) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. 'Eß- und Küchengerät', Leff(e)l (lefəl, lefl) [verbr., Christmann Kaulb 65 Höh 84 Karch Gimmdg/Muttstdt 54 Otterstetter 64 Mang 87 Müller Dietschw 48 Schneckenburger 51 Lambert Penns 98 Krämer Gal 143 verbr. Don Buch Rußl], Pl. wie Sg. [verbr.], Leffele [Bd. 4, Sp. 1016] [IB-Ensh (Glass 58)]; Zs.: PfWB Brüh-, PfWB Tee-, PfWB Traubenmus-, Feim-, PfWB Gieß-, PfWB Kaffee-, PfWB Koch-, PfWB Kratz-, Rühr-, PfWB Schaum-, PfWB Schmier-, PfWB Schöpf-, PfWB Suppenlöffel; RA.: Hotel zum helzerne L. 'Gefängnis' [Kaislt]; iwwer de L. balwiere 'hereinlegen, betrügen' [ HB-Einöd, mancherorts]; zur Entstehung dieser RA. s. Röhrich 607. Wammer dich net hätte un die Leffel, mißt mer die Supp trinke [NW-Wachh, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Der hot die Gescheitheit (Weisheit) met Leffl gefreß [KL-Hirschhn, verbr., auch Don Gal Buch Rußl]. Er hat die Leffel eweg geschmeß 'ist gestorben, hat sich das Leben genommen' [KU-Herschw/Petth, verbr.]. Er scheppt immer mi'm große L. 'prahlt, übertreibt' [ BZ-Dierb, LA-Nd'hochstdt BZ-Nd'ottb]. 's geht aus, wie uf Matze Hochzet, dort hot de Letscht kee L. meh kriet [ Don-Schowe, Gert]. Hannes steih uf, mr dresche! - Ach ich bin so krank. - Hannes stei uf, mr esse! - Wu is dann mei großer L.? [ KB-Kerzh, mancherorts, auch Gal]. SprW.: Wann's Brei (Herschebrei) rechent, hot mer konn (keinen) L. 'Wenn einem plötzlich Gutes widerfährt, ist man nicht dafür gerüstet' [ BZ-Albw, mancherorts, auch Don, Gal, Buch, Rußl]. VR.: Scherzgebet: Vadder unser, / die Supp is unser, / die Gawwel is dein, / de L. is mein [ HB-Kirrbg]. Volksgl.: Wann en Kind Abnemmes hot, stehl en L. un fidder's Kind mit sellem L. [Fogel Beliefs Penns Nr. 1450]. a. 1587: 3 zinnen leffel [Westpf. Geschichts-Blätter 1903, 40 (ZW-Hornb)]. — 2. löffelähnliche Gegenstände. a. 'Hebelholz zum Drehen der Winde am Erntewagen', gew. Pl. [vereinzelt WPf Buch-A'frat]; vgl. Abb. 24; Zs.: PfWB Bind-, Windachs-, PfWB Windlöffel; Syn. s. PfWB Bindlöffel. — b. vgl. PfWB Daber-, PfWB Schuh-, PfWB Walzenlöffel. — 3. a. 'Ohr des Hasen, des Kaninchens' [verbr.]. — b. '(großes) Ohr des Menschen', oft scherzh., verächtl. [verbr.]; Zs.: PfWB Horchlöffel. Der hor (hat) e Paar Leffel! [ NW-Frankeck]. Soll ich dich an de Leffel hole! Drohung [ FR-Bockh]. Ich reiß der die Leffel raus! [ KB-Mauchh]. RA.: die Leffel hänke 'niedergeschlagen sein' [ NW-Geinsh]; ohrfeigen: e paar (eeni) hinner (uf, an) die Leffel gewwe (schlache, haue) [LU-Muttstdt, verbr.]; die Leffel verhaue [ NW-Erph]; die Leffel treffe [ KU-Krottb, mancherorts]; die Leffel verdresche [ FR-Heuchh]; die Leffel stahle [ KU-O'eisb PS-Geisbg]; die Leffel sääme (säumen) [ ZW-Schmitshs]; die Leffel boliere [ KL-Olsbr FR-Heuchh]; die Leffel balwiere [ZW-O'aub, KL-Landstl LU-Ruchh]; hinner die Leffel fihle [ NW-Bobh]. die Leffel verschlage, daß es Feier aus de Aage rausfahrt [ NW-Deidh, KU-Wolfst]. — 4. Figur beim Gleiten auf dem Eis: der Läufer gleitet in der Kniebeuge sitzend über das Eis, Leffelche Dim. [ RO-Callb]. — 5. vgl. PfWB Rotzlöffel. — Südhess. IV 373 ff.; Rhein. [Bd. 4, Sp. 1017] V 523 ff.; LothWB Lothr. 332; ElsWB Els. I 568.
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