-sein st.: wie schd., -sein, -sein, -soin, -sin, s. PfWB dabei u. sein. Er denkt, er mißt iwweraal debeisin 'überall mitmachen' [ KL-Kindsb, allg.]. Er is immer debei, wo's luschdich hergeht [Rockhs]. Allemol war ich aach derbei 'Natürlich war ich auch dabei' [ZW-Battw, verbr.]. Sellemol war er aach derbei [ KB-Kerzh, allg.]. Der is mit Leib un Seel debei 'mit großer Begeisterung bei der Sache' [ NW-Freinsh, <]. Wammer do net hinne un vorne debeiisch (mit Anweisungen und Hilfe)! [Spey, verbr.]. RA.: Der is gere debei, wo die Aarwet gedaan, wo awwer noch net geß is [ KU-Bedb]. Höfliche Ablehnung des Dankes: Do is nix debei! [ KL-Matzb]. VR.: Bärwelche, Bärwelche, ruck, ruck, ruck! Alle Dag Grumbeeresupp, alle Dag Gerschteschleim, do isch mein Bärwelche aa debei [Feierowend Nr. 8/1950]. Alle Dag Riewe, Riewe, Sauerkraut, Herschebrei, niemols kee Fleisch derbei; der Deiwel mag in Lipowitz (ein ON) sei! [ Gal]. Südhess. I 1286; RhWB Rhein. I 1199; Els. II/2; Bad. I 396. — | | PfWB PfWB ElsWB da-bei betont d:bei, d:r-; unbetont dǫ-, dă-, də-, dər-; verstärkt d:də(r)- [Sieg-Leuschd d:bīən]: wie nhd. Merke bes. näks dəbei nahe d. Es steht gerne für nhd. ‘dazu’. D. gehürt sech jet Gots; noch jet d. krige; gehste met d.? zu ihm, zu dieser Handlung; he satz sech d. zu ihm. an den Tisch (u. so bei liegen, stehen, bleiben) Rip, Allg. — Bes. Wend.: Dat möch ech net für Geld d. Rip. Zwei mol zw. es Katzebrei on e Stöckelche Wurscht d. — Mit ‘sein’. He es got d. gesund Elbf. Wat es dann d. (do derbei)? das tut doch nichts; do es doch neks d. Allg. Den moss met seiner Maul d. sein Mosfrk, Allg.; de es met senger Nas luter d. Rip, Allg. Ech sen och d. mache auch mit. De is noh d. geizig MGladb-Rheydt. Do es gar niks ze lache d. Kobl-Bend. — Mit ‘haben’. Do han ech nüs bei keinen Hintergedanken; ech han neks d. gehat nichts verdient, keinen Hintergedanken gehabt. — Mit ‘bleiben, können, kriegen, lassen, machen, sitzen’. D. blif ech auf meinem Standpunkte. De Druven sind sur, seit de Foss, äs hei nit d. konn NBerg. Enen d. krigen auf frischer Tat ertappen (Verbum betont, dobei selten zu dərbei werdend); durch Täuschung überlisten, hänseln (Adv. betont, dərbei, selten dobei) Rip, Allg. Mer wellen et [Bd. 1, Sp. 1200]
d. losse gut sein lassen bei der Abmachung, nicht weiter davon sprechen. Sech d. mache um teilzunehmen. Den sett gut (wärm) dorbej oder den sett der g. b. er ist reich Klevld. — Mit andern Verben. Mer kann ohne Stock d. gohn die Sache ist gut Westerw. Du häs och net e Keərz d. gehale nicht mit eigenen Augen gesehen; sech d. hale unaufhörlich teilnehmen, arbeiten, essen udgl. Rip. Baut mer örgens en Kerch, setzt der Düvel e Kapellche d. Rip. Wenns em nit recht is, kann er sich en Stecke (Helzchen) d. steche Hunsr. Wie den d. fihrt! rüstig anpackt Saar. Esou links d. gefoahr geschlagen Trier-Filsch. Dau brennscht gout d. gehst mit Kraft ans Werk Merz-Saarhölzb. D. betalen bar bezahlen MGladb (u. a. mehr). — Bei der Gelegenheit, bei der Arbeit. Ech mot mech d. jet ophale. De schleht d. sin Nöt (Nüsse) Klevld. Bei dem (dieser Person). Dobei kofe ech nüs mih Allg.; do kammen sek bi en achte nemmen Wippf, Allg. — Dazu noch, trotzdem. D. es e och noch krank, net bloss arm Allg. | | da-, dar-bei: 1. Adv., wie schd., debei, derbei, debi, dobei, s. F. [allg.]; verstärkt dodebei, s. PfWB dadabei. Ich hun's der gesaat, un debei bleibt's [ RO-Dielkch, allg.]; vgl. hierzu PfWB dabeibleiben. Er hot sich nix debei (derbei) gedenkt [ KL-Siegb, allg.]. 's kummt net veel debei eraus [ KU-Schmittw/O, allg.]. — 2. Konj. 'trotzdem'. Er is dick wie e Faß un debei (doch) flink wie e Wisselche [ Gal-Dornf]. — F.: fast allg. dəbai, SWPf dəbęi, lothr. SWPf dəbī (vgl. die Linien Is/Äis/Ais auf K. 1), RO-Odh doˈbai; in einzelnen Belegen über die ganze Pfalz hin u. in Gal dərbai; a. 1537 (1604) für RO-Falkst doby, a. 1765 für LU-Assh darbey. — Südhess. I 1286/ 1287; RhWB Rhein. I 1199/1200; LothWB Lothr. 86; ElsWB Els. II 2; Bad. I 396. |
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