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| PfWB Butzel (Bd. 1, Sp. 1419) | PfWB Hahn (Bd. 3, Sp. 581) | |||||||||||||||
1. 'Schwein', Kinderspr., Butzel (budsəl) [mittl. u. südl. VPf Heeger Tiere I 18 [Bd. 1, Sp. 1420] PfId. 29]; 'junges Schwein' [ebd.]; vgl. PfWB Ferkel, Zs. PfWB Saubutzel; Schmeichelname für das Schwein [ebd.]; vgl. PfWB Butz1 1. — 2. 'unreinliches, unfolgsames Kind', Scheltwort [PS-Bobth BZ-Schweig Rechtb Kühn Hamet 101]. — 3. 'Tintenklecks' [ NW-Dürkh LA-Venn]; vgl. PfWB Butz2 8. — 4. 'Kiefernzapfen', Butzel, Pl. Butzle u. Butzlich [mittl. u. südl. VPf, s. K. 74], Putzel [ BZ-O'schlettb V'weidth], Butzelcher [Hombg]; Butzle roppe 'Samenzapfen brechen' [ GH-Büchbg]. Syn.: PfWB Bib 2, PfWB Bibhünkel, PfWB Bummer 1, PfWB Puppenhähnlein, Forlebib, -butzel, PfWB Gackel, PfWB Gickel, PfWB Gockel, PfWB Glucke, PfWB Gutzel, PfWB Hahn, PfWB Hahnengockel, Hahngikkel, PfWB Hoppel, PfWB Hünkel, Hussau, PfWB Hutzel, Kätzchen, Kienhahn, Klöbchen, PfWB Kunenböcklein, -bummer, PfWB Krachel, PfWB Sau, PfWB Saubutzel, PfWB Schaf, PfWB Surr, PfWB Wutz, PfWB Zapfen. Vielerorts, bes. in der VPf, bezeichnet das Wort den Zapfen von jedem Nadelholzbaum. Nach Wilde 59 heißen die Fichtenzapfen in NW-Hamb grouße Butzele. Bertram 152/53 verzeichnet Butzl 'kleiner Fichtenzapfen'. Zs. PfWB Tannen-, PfWB Fichten-, PfWB Forlenbutzel. — 5. 'Hagebutte' in den Zs. PfWB Hafer-, PfWB Hagebutzel. — Südhess. I 1268/69; Bad. I 388/89; Schwäb. I 1571.
| 1. a. 'der Haushahn', Hahn, Hohn, Hahn, Hohn, seltener Hahne, Hohne, s. F. [verbr. WPf (ohne SWPf) westl. NPf mittl. u. südl. VPf, selten östl. NPf u. nördl. VPf]. Wie aus K. 162 ersichtlich, konkurriert das Wort mit Gockel und verwandten Formen sowie mit Zusammensetzungen mit H. im ersten und mit Gockel, Gückel im zweiten Wortteil. Syn.: PfWB Gackel3, PfWB Gäckert 4 a, PfWB Gockel 1 a, PfWB Gockeler 1, PfWB Gockelshahn 1, PfWB Gocker 1, PfWB Hahnengockel 1, -gocker, PfWB Gückel 1 a, [Bd. 3, Sp. 582] PfWB Guckeler. Zs.: PfWB Gockels-, PfWB Gückel-, PfWB Haus-, PfWB Herbst-, PfWB Hofhahn. De H. kräht [verbr.]. De H. reihert 's Hinkel 'begattet die Henne' [ ZW-Battbg]. Heit essen mer gebrorener H. [RO-Sippf, verbr.], gefillter H. [ BZ-Albw]. Vergl. u. RA.: Er stellt sich wie e H. [ Gal-Lindf]. Er brischt (brüstet) sich wie e H. [ KU-Bedb]. Er drickt die Bruscht eraus wie e kranker H. [ KL-Stelzbg]. Die zwää waren annanner wie zwää Hahne [RO-Sippf]. Dort is er H. im Korb [KU-Kollw, verbr.]. Es kräht kään H. denoh [KU-Hefw, verbr.]. Ich han noch e Hähnche met'm se roppe [KL-Siegb, verbr.]. Dem hun se de rot H. uf de Dach gesetzt [RO-Schiersf, verbr.]. Die dun mit Hohne zackere un mit Kinner schaffe, weil es an Arbeitskräften fehlt [ Gal-Falkstein]. Sie sin Geschwister H. un gehn nanner nix mehr an, von einer weitläufigen Verwandtschaft [ KU-Etschbg Adb Schmittw/O KB-Kriegsf]. SprW.: E gurer H. werd selte fett [KL-Siegb NW-Deidh verbr. Don Gal Buch]. Jeder H. sell uf seim Mescht krähe [ BZ-Dierb]. Owends mit de Hinkel ins Bett, morjens mit'm H. um die Wett [ PS-Saalstdt]. BR.: Wenn die Hahne viel krähen, so gibt's Regewedder [NW-Deidh, verbr.]. Wenn der H. nachts kreischt, gibt's Reen [ KU-Odb Blaub PS-Geisbg]. Scherzh.: Kräht de H. uf de Mischt, ännert sich 's Wedder oder bleibt wie's is [ KU-Kaulb]. Volksgl.: Wann die Hahne viel krähe, gebt's en Leicht 'Beerdigung' [Fogel Beliefs Penns Nr. 530]. Der Kopp vume Hahne, as mer juscht g'schlacht hot, soll mer uf en Warz reiwe [ebd. Nr. 1690]. Es bedeutet Glück, wenn der H. den Weg entlangläuft, den man gegangen ist; überquert er ihn, dann muß mit dem Gegenteil gerechnet werden [ KL-Wörsb]. Rätsel: 's geht was im Hof rum un hot e Sichel hinne hänge [Hebel 119]. Vorne wie e Kamm, in de Mitt wie e Schwamm, hinne wie e Sichel — jetzt root (rate), mein liewer Michel [ebd. 120]. VR. s. PfWB Bauer 1, PfWB Bippel 2 c. Heischespruch an Fastnacht: Gokkel-die, Gockel-die, H., die Fassenacht geht an. Steht e Mädche an de Wand, hat e Säckelche in de Hand. Is e gudi Fraa im Haus, lang mer mol e Kichelche raus! [ KU-Diedk]; Var. s. PfWB Fastnacht 1 a, vgl. auch Wilde 10. a. 1492: fur ein hanen oder fur ein hune ein pfund heller [PfWeist. I 11 (FR-Albsh)]. a. 1508: Der den bisherigen Wohnsitz Verlassende soll by denn meiger gonn vonn der hern wegen vnnd soll mit ime rechenn (abrechnen) vnnd bezallen vnnd alsdann wat vnnd waffen vffladen vnnd ein hannenn vnnd ein katz vnnd soll ziehen vff denn nechsten mergenhoff [ebd., II 628/30 (IB-Gersh)]. a. 1563: 36 hanenn jnn die Kuchen gelieffert [LandsbgZb.]. — b. α. 'Kanarienvogel', Männchen, Hahne [ LU-Friesh]. — β. 'Truthahn'; de welsche H. [vereinzelt]. Zs.: PfWB Pfau-, PfWB Trut-, PfWB Welschhahn. VR.: Rotznas, butz dein Nas vor de welsche Hahne [ KL-Frankst]. — γ. andere [Bd. 3, Sp. 583] Vogelarten s. PfWB Auer-, PfWB Bupp-, Deck-, PfWB Kot-, PfWB Stinkhahn, PfWB Goldhähnchen. — δ. s. PfWB Lilienhähnchen. — 2. a. 'Wetterhahn auf Türmen'; de H. uf'm Kerchedorm [GH-Kand, verbr.]. Zs.: PfWB Turm-, PfWB Kirchen-, PfWB Wetterhahn. WR.: Luut (lugt) de H. noh'm Rhin (Rhein), so reent's um en Uhre acht oder nien (neun) [ IB-Reinh]. — b. 'H. am Gewehr', Hahne, seltener Hahn, Hahn [verbr.]; de H. spanne [LA-Gommh, verbr.]. — c. 'H. am Faß, an der Wasserleitung', Hahne, seltener Hahn, Hahn [verbr.]; vgl. Kran(en). Zs.: Faß-, Gas-, Stech-, PfWB Wasser-, PfWB Zapfhahn. Du emol de H. ufdrehe [KU-Dietschw, verbr.]. — d. 'H. am Pflug', zum Festklemmen des Sechs, Hahn [KU-Schellw, verbr. NWPf], Hahne [ KU-Etschbg Diedk]; vgl. PfWB Hahnenkamm 2 d. — e. α. 'Fruchtzapfen der Nadelbäume', Dim. Hähnche [ KU-Seel Hefw ZW-O'aub Dellf], Hähnelche [PS-Lembg L'mühl Th'eischw Kühn Hamet 112]. Syn. s. PfWB Butzel1 4. Zs.: PfWB Puppenhähnlein, PfWB Kienhahnen. — β. 'Nußkern', Hähnche [Wilde 181]. — γ. 'Sternkraut (Stellaria media)', Hähnele [Wilde 174 (KB-Eisbg)]. Syn. s. PfWB Hünkelsdarm. — δ. s. PfWB Waldhähnchen. — f. α. 'weibstoller Mann'. Das is e alter H. [ KL-Nanzdzw]. RA.: Ehr Leit, sperren eier Hinkel ein, ich loß mein H. laafe, Warnung vor dem eigenen Sohn, wenn er ein Schürzenjäger ist [ ZW-Bechhf]. — β. Neckname für die Bewohner von KU-Diedk Theißbgstg KL-Reichb PS-Vinn: Hahne. — γ. 'Italiener' in der Musikantensprache, Hahn [Bei uns daheim 19.5.1926]. — δ. s. PfWB Kampf-, PfWB Knurr-, PfWB Kräh-, PfWB Schnapp-, PfWB Streithahn. — g. α. 'Gebildbrot zu Ostern', Hahn [Frankth]. — β. 'Ernteschlußfeier', Hahn [ KU-Altkch]. Zs.: PfWB Ernte-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Heu-, Weinhahn. — F.: hān verbr. WPf NPf nördl. VPf, seltener im übrigen Gebiet; hn verbr. bes. NWPf mittl. u. südl. VPf (vgl. Bertram § § 25, 26, 258 und Heeger Südostpf. § § 3, 52); hōn bzw. hn mancherorts NWPf KU-Sand RO-Rehborn Teschmosch Lettw H'stätt Wintbn Imsw IB-Habkch HB-Böckw Neualth FR-Battbg verbr. Gal; hān bzw. hn WD-Niedkch ZW-Hornb Battw mancherorts Don Gal Buch; hōn KU-Nerzw IB-Aßw Don-Schowe Torscha verbr. Gal Buch; der Sing. hānə, hnə, hnə, hōnə vorwiegend in älterer Mda.; der Pl. zu Hahn und Hohn lautet Hähn, zu Hohn und Hohn — Hohne. Dim. Hähnche und Hähnche mit Pl. -er verbr. WPf NPf nördl. VPf verbr. Don Gal Buch; Hähnel mit Pl. Hähnle verbr. mittl. u. südl. VPf Ost-PS, Pl. Hähnlich mancherorts südl. VPf. — Südhess. III 46; RhWB Rhein. III 94 ff.; LothWB Lothr. 223; ElsWB Els. I 340; Bad. II 532.
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