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 PfWB Butzel (Bd. 1, Sp. 1419)   PfWB Bib (Bd. 1, Sp. 882) 
   Butzel1 n.:
1. 'Schwein', Kinderspr., Butzel (budsəl) [mittl. u. südl. VPf Heeger Tiere I 18

[Bd. 1, Sp. 1420]
PfId. 29]; 'junges Schwein' [ebd.]; vgl. PfWB Ferkel, Zs. PfWB Saubutzel; Schmeichelname für das Schwein [ebd.]; vgl. PfWB Butz1 1. —
2. 'unreinliches, unfolgsames Kind', Scheltwort [PS-Bobth BZ-Schweig Rechtb Kühn Hamet 101]. —
3. 'Tintenklecks' [ NW-Dürkh LA-Venn]; vgl. PfWB Butz2 8. —
4. 'Kiefernzapfen', Butzel, Pl. Butzle u. Butzlich [mittl. u. südl. VPf, s. K. 74], Putzel [ BZ-O'schlettb V'weidth], Butzelcher [Hombg]; Butzle roppe 'Samenzapfen brechen' [ GH-Büchbg]. Syn.: PfWB Bib 2, PfWB Bibhünkel, PfWB Bummer 1, PfWB Puppenhähnlein, Forlebib, -butzel, PfWB Gackel, PfWB Gickel, PfWB Gockel, PfWB Glucke, PfWB Gutzel, PfWB Hahn, PfWB Hahnengockel, Hahngikkel, PfWB Hoppel, PfWB Hünkel, Hussau, PfWB Hutzel, Kätzchen, Kienhahn, Klöbchen, PfWB Kunenböcklein, -bummer, PfWB Krachel, PfWB Sau, PfWB Saubutzel, PfWB Schaf, PfWB Surr, PfWB Wutz, PfWB Zapfen. Vielerorts, bes. in der VPf, bezeichnet das Wort den Zapfen von jedem Nadelholzbaum. Nach Wilde 59 heißen die Fichtenzapfen in NW-Hamb grouße Butzele. Bertram 152/53 verzeichnet Butzl 'kleiner Fichtenzapfen'. Zs. PfWB Tannen-, PfWB Fichten-, PfWB Forlenbutzel. —
5. 'Hagebutte' in den Zs. PfWB Hafer-, PfWB Hagebutzel. — Südhess. I 1268/69; Bad. I 388/89; Schwäb. I 1571.

 

   Bib, Bibin.:
1. 'Huhn', Sprache des Kleinkindes, Bib (bīb), meist in der Wiederholung Bibib (bibīb) [verbr. vorn. mittl. u. südl. WPf südl. VPf], Bi (bī), meistens Bibie (bibī) [vorn. VPf], Bib und Bibi [ KU-Hundh Gumbsw Herschw/Petth ZW-L'wied PS-Windsbg KL-Gimsb LA-Knöring BZ-Gossw Dierb GH-Kand Leimh]. Bibi überwiegt. Die Verkleinerungsform ist die Bezeichnung für das Küken, auch Schmeichelname für das Huhn: Bibelche (Pl. -er) [allg., außer SOPf], Bibche (Pl. -er) [Einzelorte im Bibelche-Gebiet], Bib(e)l (Pl. -le, -lich, s. PfWB Baum) [südl. VPf]. Einzelbelege: Bibil (Pl. Bibilich) [ LA-Knöring], Bibbibl (Pl. Bibbible) [Spey GH-Kand], Biberl (!) [ LU-Friesh], Biwelche [ KL-Miesb]. Man lockt das Huhn fast allg. mit dem Ruf: kamm (selten: komm, kumm) Bibi (oder: Bibib usw.), in KU-Rutsw/ G, WD-Niedkch u. HB-Höch: kamm Bi-eb (bib), in ZW-Bechhf folgt dem gedehnten i eine Terz tiefer ein kurzes i. Die Silbe bi bzw. bib wird beim Ruf mehrmals wiederholt und dabei auf einer und derselben Höhe gesprochen; um ihn besser hörbar zu machen, dehnt man das i. — KR.: Heio bumbeio, schlag 's Biebelche dot. 's leht mer ken Eier un frißt mer mein Brot [verbr.]. Mei Mutter backt Kuche, sie backt se so hart, sie leht se ins Schränkche un gebt mer net satt. Sie gebt mer drei Brocke für 's Bibi zu locke: Bibi, Bibi, Bibi, komm. Un wann mer's die Mutter nochmols so macht, so nemm ich mei Bündel un sag ehr 'Gut Nacht' [Homb]. —
2. 'Kiefernzapfen', Pl. Biebelcher [Nordteil der SWPf, s. K. bei Butzel], Biewelcher [ ZW-Gr'bundb], Bieb(e)le [ IB-Rubh PS-Glashtt]. Mancherorts, bes. in der SWPf, bezeichnet das Wort auch oder — wo die Kiefer unbekannt ist — ausschließlich den Tannenzapfen. In HB-Kirk/N'häus meint man mit Biebelcher die Kiefernzapfen, mit Biebele die Tannenzapfen. Zs. PfWB Forlenbibel. Syn s. PfWB Butzel. — Südhess. I 820; RhWB Rhein. I 671; LothWB Lothr. 41; Bad. I 233 Bippele.